Angel-A

Angel-AEin Engel fällt vom Himmel, um André zu retten, doch ist erst mal André derjenige, der den Engel retten muss. Der Kleinkriminelle hockt an einer Brücke und will sich das Leben nehmen, bevor die bösen Jungs – seine Gläubiger – ihm zuvorkommen. Doch der Angel-A, der ein sehr weiblicher Engel ist, war vor ihm auf der Brücke und darf den Vorsprung genießen. Blond, langbeinig, wunderhübsch – wessen Herz würde nicht brechen, wenn sie sterben sollte. Der Engel springt, André hinterher und sie retten sich gegenseitig. Glaube, Liebe, Hoffnung heißt das Resultat dieses Märchens.

Die großen Filmemacher haben oft behauptet, die besten Geschichten seien im realen Leben zu finden. Auch wenn die Story hier zu fantastisch klingt, ist sie in der Tat eine sehr reale Geschichte, bloß märchenhaft erzählt. Denn die Charaktere erleben ihre alltäglichen Sorgen, stellen menschliche Probleme dar und müssen lernen, an sich selbst zu glauben. Regisseur Luc Besson hat aber ein spezielles Problembewältigungsrezept: Das Besondere an seinen Werken ist seine Art die Welt vor dem Bösen zu retten, indem er auf „schwache“, wehrlose Figuren setzt (Amelie, Leeloo – „Das fünfte Element“). Schwach sind sie aber nur auf den ersten Blick, denn eben diese Figuren führen später den triumphalen Siegeszug. So wird auch in „Angel-A“ aus dem bedrohten, hilflosen André ein Gewinner. Auf klischeehaften Stereotypen gebaut, versteckt sich in diesem Film eine glaubhafte Aussage: Menschen sind selbst Klischees! Ihre Ängste sind Klischees und klischeehaft sind auch ihre Handlungen. Was aber zählt, ist die ausreichende Dosis an Fantasie, die Probleme zu lösen. Das französische Kino ist nicht besonders überraschend, aber wohl sehr unterhaltsam. Die Charaktere, den Schwierigkeiten zum Trotz stets witzig, offen und realitätsverbunden, flüchten sich zugleich in eine fantastische Welt, wo die Probleme per Fingerschnipp weggewischt werden. Es ist eben Luc Bessons Art, Hoffnung zu kreieren.


Daten:

Frankreich 2005, 90 Minuten, FSK: 12
Regie: Luc Besson
Genre: Komödie | Fantasy | Romanze
Darsteller: Jamel Debbouze, Rie Rasmussen, Gilbert Melki, uvm.


Für Fans von:

Léon – Der Profi, Brügge sehen… und sterben?


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 7,0 von 10
moviepilot.de: 5,0 von 10
Filmstarts.de: 3 von 5


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Weitere Filme von Luc Besson:

1981: Avant dernier
1983: Der letzte Kampf
1985: Subway
1988: Im Rausch der Tiefe
1990: Nikita
1991: Atlantis
1994: Léon – Der Profi
1997: Das fünfte Element
1999: Johanna von Orleans
2006: Arthur und die Minimoys


Links zum Film:

Angel-A auf film-zeit.de


Trailer zum Film: (deutsch)



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