Blade Runner

Im Jahr 2019 ist die Welt kein lebenswerter Ort. Um andere Planeten zu erschließen, werden sog. Replikanten (künstliche Menschen) eingesetzt, die nur eine begrenzte Lebensdauer besitzen. Als eine Gruppe von Replikanten unter Führung von Roy Batty (Rutger Hauer) trotz Verbotes auf die Erde fliegt, um Erfahrungen über ihre Herkunft einzuholen, wird Rick Dekkard (Harrison Ford) damit beauftragt, sie zu eliminieren. Während seinen Ermittlungen trifft Dekkard auf Rachel (Sean Young), die selbst eine Replikantin ist, in die sich Dekkard aber dennoch verliebt. Bald steht auch Dekkards eigene Identität in Frage.

„Blade Runner“ ist für nicht wenige der beste Film von Ridley Scott und wird es wahrscheinlich auch für immer bleiben. Die fesselnde Story und vor allem die dystopische Atmosphäre machen den Film bis heute zum Aushängeschild des anspruchsvollen SciFi-Kinos. Der philosophische Grundtenor des Films, der sich mit allerhand mystischen Anklängen darum dreht, was Identität, was Leben eigentlich bedeutet, manifestiert sich vor allem im Ende des Director’s Cut. Während die Originalversion nämlich mit einem Happy End aufwartet, wirft der Director’s Cut Fragen auf, die den Zuschauer auch noch Tage später beschäftigen werden – und bietet damit beste Unterhaltung auf höchstem Niveau. Und dabei geht der Film stets offensiv plakativ mit seinem Anliegen um, wirft nur so mit Andeutungen und Verweisen um sich, ohne eigene Erklärungsversuche aufzudrängen, was es letztendlich dem Zuschauer überlässt, sein eigenes Bild vom gezeichneten Gesellschaftsentwurf zu machen. Neben den philosophischen Ansätzen überzeugt „Blade Runner“ darüber hinaus aber auch noch als Action-Film, der im Zweikampf zwischen Batty und Dekkard seinen legendären Höhepunkt findet.

Einfacher kann es wohl nicht sein, einen Film als absolutes Muss für jeden Cineasten zu betiteln. Denn selbst für so manchen SciFi-Hasser gehört „Blade Runner“ zu den ganz großen Werken der Filmhistorie. Jedem sei deshalb vor allem der Director’s Cut ans Herz gelegt, da er der Story ein würdiges Ende verleiht und keinen faden Beigeschmack hinterlässt.


Daten:

Englisch 1982, 112 Minuten, FSK: 16
Regie: Ridley Scott
Genre: Drama | Sci-Fi | Thriller
Darsteller: Harrison Ford, Rutger Hauer, Sean Young, uvm.

Für Fans von:

Brazil, 12 Monkeys, Avatar, Equilibrium


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 8,3 von 10
Filmstarts.de: 5 von 5
moviepilot.de: 8,6 von 10
moviemaze.de: 97 von 100%


Auszeichnungen:

  • 1982: Los Angeles Film Critics Association Award
  • 1983: 3 BAFTA Awards – Bester Kameramann, Beste Kostüm-ausstattung, Bestes Szenenbild und 5 weitere Nominierungen
  • 1983: Hugo Award für das beste Drehbuch
  • 1983: London Critics Circle Film Award – Sonderpreis für das visuelle Design
  • 1993: Aufnahme in das National Film Registry



Zitate:

“Wenn du nicht unser Spiel spielst, spielst du keins.”

“All diese Momente werden verloren sein in der Zeit, wie…Tränen im Regen. Zeit zu sterben.”

“Wir wußten nicht, wieviel Zeit uns noch bleibt. Aber egal, wer tut das schon.”

“Nichts ist schlimmer, als eine juckende Stelle zu haben, die man nicht kratzen kann!”



Blade Runner bei Amazon:

Amazon auf DVD oder Blu-Ray


Weitere Filme von Ridley Scott:

1977: Die Duellisten
1979: Alien
1984: 1984
1985: Legende
1987: Der Mann im Hintergrund
1989: Black Rain
1991: Thelma & Louise
1992: 1492 – Die Eroberung des Paradieses
1996: White Squall – Reißende Strömung
1997: Die Akte Jane
2000: Gladiator
2001: Black Hawk Down
2001: Hannibal
2003: Tricks
2005: Königreich der Himmel
2006: Alle Kinder dieser Welt
2006: Ein gutes Jahr
2007: American Gangster
2008: Der Mann, der niemals lebte
2010: Robin Hood


Weitere Filme mit:

Harrison Ford


Links zum Film:

Blade Runner auf moviepilot.de


Trailer zum Film (engl.):



Fans dieses Films mögen auch:

  1. Matrix 

    Thomas Anderson (Keanu Reeves) arbeitet bei einer Softwarefirma, doch als Hacker Neo führt er im Privaten ein Doppelleben. Als er mit Morpheus (Laurence Fishburne), dem...

  2. Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt 

    Ellen Ripley (Sigourney Weaver) und ihre Crew befinden sich in ihrem Raumschiff Nostromo im Kälteschlaf und reisen zurück zur Erde. Doch als der Bordcomputer das...

  3. 12 Monkeys 

    Zunächst gerät Cole ins Jahr 1990, glaubt aber, sich im Jahr 1996 zu befinden, dem Ausbruchsjahr des Virus. Er trifft auf die Psychologin Kathryn Railly,...




Webseite durchblättern

Zurück:    Weiter:



Kommentare zu Blade Runner

Ein Kommentar


  1. Undertaking am 20. Juni 2011 11:45

    “It’s too bad she won’t live! But then again, who does?”

    Ich liebe “Träumen Androiden von elektischen Schafen?”. Ich liebe Phillip K. Dick. Ich liebe Riley Scott und natürlich Blade Runner.

    Riley Scott hat genau die richtigen Teile des buches umgefasst oder auch weggelassen, um aus einem 68′er Kultroman einen zeitlosen Kultfilm zu machen.
    Die Stimmung ist Noir. Die Atmosphäre ist dystopisch.

    Zu recht hat der Film das SciFi-Genre geprägt, wie sonst nur 2001 oder Alien!

    Diesen Kommentar kommentieren

Jetzt ist deine Meinung gefragt!





Kommentare abonnieren ohne selbst einen Kommentar abzugeben: