City of God

City of GodBuscapé (Alexandre Rodrigues) erzählt die Geschichte des Armenviertels Cidade de Deus in Rio de Janeiro, in dem Jugendgewalt und Drogen den Alltag bestimmen. Der achtjährige Löckchen wird bereits im Kindesalter zum Mörder und entwickelt sich über die Jahre zum Gangsterboss Locke (Leandro Firmino da Hora), der das Drogengeschäft an sich reißt. Schließlich kommt es zwischen Lockes Bande und einer rivalisierenden Gang zum Bandenkrieg, der das Viertel zum Schauplatz skrupelloser Gewalt werden lässt. Inmitten dieses Infernos verfolgt Buscapé den Traum, Fotograf für eine Zeitung zu werden.

Nein, „City of God“ ist zweifellos kein Film für zartbesaitete Zuschauer. Denn wenn hier bereits Kinder zu Mördern werden und scheinbar gewissenlos um sich schießen, dann geht das dem einen oder anderen zu weit. Doch Fernando Meirelles’ Film ist näher an der Realität, als dass das der einfache Zuschauer wohl glauben mag. Das Armenviertel existiert nämlich tatsächlich und der Großteil der Schauspieler waren Laien aus der unmittelbaren Umgebung. Und dass nicht wenige im Film agierende Kinder heute zu den realen Gangster-Bossen Rios gehören, erübrigt die Frage nach Übertreibung und gutem Geschmack. So ist „City of God“ zugleich ein ehrliches und tragisches Zeugnis einer Welt, die sich nur die wenigsten Menschen vorzustellen trauen und die sich mit der Betrachtung des Films auf ewig in das Gedächtnis des Publikums eingebrannt hat. Und dabei gerät die Geschichte um den Aufstieg und Fall des Gangsters Locke mehr oder minder in den Hintergrund, da der Film eine geradezu dokumentarische Nähe erzeugt, die den Zuschauer weit mehr berührt als der Plot an sich.

Der vierfach Oscar-nominierte Film ist ein schwer verdauliches Werk, dem man die nötige Aufmerksamkeit schenken sollte. Denn bei „City of God“ handelt es sich zweifellos um einen ernsten Film, dessen Gewaltdarstellung – anders als bei vergleichbaren Filmen – keine comichaften Züge trägt und vielmehr verstörende Wirkung erzielt. Folglich stellt der Film auch mehr ein Wagnis dar, als allein reines Vergnügen zu sein.


Daten:

Brasilien, Frankreich, USA 2002, 128 Minuten, FSK: 16
Regie: Fernando Meirelles, Katia Lund
Genre: Krimi | Drama | Gangsterfilm
Darsteller: Alexandre Rodrigues, Leandro Firmino Da Hora, Seu Jorge, uvm.

Für Fans von:

Gangs of New York, Sin Nombre, Slumdog Millionär


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 8,8 von 10
Filmstarts.de: 5 von 5
moviepilot.de: 8,3 von 10
moviemaze.de: 83 von 100%


Filmzitate:

“Die Sonne ist für alle da, der Strand nur für die die es verdient haben.”

“Wenn Dealen legal wäre, wären die beiden Unternehmer des Jahres geworden.”

“Der Teufel kennt seine Brüder!”

“So ist das wenn dein Bruder ein Gangster ist. Man kriegt vom Ärger immer was ab.”



Auszeichnungen:

  • Nominiert für 4 Oscars in den Kategorien Beste Regie, Bestes adaptiertes Drehbuch, Beste Kamera und Bester Schnitt


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Weitere Filme von Fernando Meirelles:

1998: Die Kleine Nervensäge: Das magische Abenteuer
2001: Domésticas – Dienstmädchen
2002: City of God
2002: City of Men
2005: Der ewige Gärtner
2008: Die Stadt der Blinden


Links zum Film:

City of God auf film-zeit.de


Trailer zum Film:



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Kommentare zu City of God

2 Kommentare


  1. hus am 12. September 2011 15:32

    total ueberbewertet. 5/10

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    micha am 19. September 2011 21:39

    so leute wie hus, die einfach keinen plan von filmen haben und zu jedem film “total überbewertet schreiben sind mir die besten…

    city of god ist ein absolut guter film!

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