Der blutige Pfad Gottes
Die Brüder Connor (Sean Patrick Flanery) und Murphy (Norman Reedus) wollen in ihrem Stammpub eigentlich nur ein Bier trinken, doch natürlich kommt es alles ganz anders. Denn ein paar Schergen der Mafia belästigen erst den Besitzer des Lokals und liegen bald darauf als Leichen verstreut auf dem Boden – (mehr oder minder) gerichtet von Connor und Murphy. Der skurrile FBI-Agent Smecker (William Dafoe) übernimmt die Untersuchungen. Doch als die Brüder sich der Polizei stellen, legt man ihnen die Geschehnisse als Notwehr aus. Fortan sehen sie sich dazu berufen, gegen die Unterwelt vorzugehen.
Troy Duffys „Der blutige Pfad Gottes“ gehört zu jener Art von Filmen, die sich zwar keiner allgemeinen Bekanntheit erfreuen, sich dafür allerdings beim interessierten Publikum zum wahren Kultfilm gemausert haben. Dies liegt nicht zuletzt am gnadenlos hanebüchenen Plot, den grotesk-witzigen Dialogen und einem Willem Dafoe, der selten in eine absurdere Figur schlüpfen musste. Denn obwohl Connor und Murphy die eigentlichen Protagonisten sind, stiehlt ihnen der eigenwillige und nicht weniger tuntige FBI-Agent Smecker mit seiner cholerischen Art die Show. Die offenherzige Gewaltdarstellung des Rachefeldzuges samt überdrehtem Final-Showdown macht aus „Der blutige Pfad Gottes“, der sich zwischen den Coens, „Dogma“ und „Kill Bill“ bewegt, eine Satire, der nichts heilig ist. Denn dass es sich – wie es der Titel bereits andeutet – bei Conner und Murphy um gläubige Katholiken handelt, lässt auch letzte Zweifel verblassen, der Film lasse Möglichkeiten aus, um sich (un-)beliebt zu machen. 2009 fand der Film eine Fortsetzung, die leider nicht an die Qualität des Originals heranreicht und, wie stets in solchen Fällen, einen bitteren Beigeschmack hinterlässt.
Wer sich abseits des Mainstream-Kultfilms à la Tarantino einen vergnüglichen Filmabend bereiten will, der ist mit „Der blutige Pfad Gottes“ auf der richtigen Spur. Als Zweitfilm für den besagten Abend könnte „Chopper“ von Andrew Dominik dienen, der in Sachen Humor in eine ähnliche Kerbe schlägt – mit aller Gewalt natürlich.
Daten:
Englisch 1999, 104 Minuten, FSK: 16
Regie: Troy Duffy
Genre: Action | Krimi | Drama | Thriller
Darsteller: Sean Patrick Flanery, Norman Reedus, uvm.
Für Fans von:
Chopper, Dobermann, Dogma, Killing Zoe
Dieser Film wurde bewertet von:
IMDb: 7,8 von 10
Filmstarts.de: 4,5 von 5
moviepilot.de: 7,0 von 10
Zitate:
“Hey, Du siehst aus wie’n zu oft benutzter Pariser!”
“Ich kann nicht mal ne Packung Zigaretten holen ohne mindestens 9 Kerle zu treffen, die du gefickt hast.”
“Verdammt, es gibt so viel Scheiße, die mich ankotzt, man…Ihr braucht Verstärkung – Weil es mich anscheißt, eine Straße entlang zu gehen und nur darauf zu warten, das mir irgend so n beschissener, crackfressender Wichser eine Kugel in den Rücken jagt!”
“Ich möchte mich bei dem donutfressenden Penner bedanken, der der Presse bescheid gesagt hat.”
Der blutige Pfad Gottes bei Amazon:
auf DVD oder Blu-Ray
Weitere Filme von Troy Duffy:
2008/2009: The Boondock Saints 2: All Saints Day (Der blutige Pfad Gottes 2)
Trailer zum Film:
Statistik: 79.656 mal gelesen seit dem 26. Juli 2010
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Kommentare zu Der blutige Pfad Gottes
9 Kommentare
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gute Filme



Jup, bin auch immer wieder überrascht, welchen Kultstatus dieser Film genießt OBWOHL er doch eigentlich relativ unbekannt ist…
Danke auch für den Tipp CHOPPER, von dem Film hab ausnahmsweise mal auch ich noch nix gehört
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Kein Film der mich begeistert, obwohl Kultfilm. Im Namen Gottes Blut vergießen?? Das ist im Laufe der Geschichte schon zu oft getan worden. Und alle die es taten dachten Gott ist auf ihrer Seite und sie seien gerecht. Schwachsinn!!
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vodo_0 am 3. Juli 2011 16:20
Es ist nur ein Film, man sollte Film und Realität auseinander halten können.
.
Der Film ist Kult, der zweite Teil ist auch noch ganz gut
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Gewaltverherrlichender Dreck mit ganz schlechtem Drehbuch.
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mit abstand der schlechteste film den ich je gesehen habe , moralisch komplett daneben.
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für die ganzen moralapostel die den film wegen seiner gewalt schlecht reden habe ich folgendes zu sage
wenn ihr das nicht sehen wollt warum guckt ihr einen film mit so einem titel(der blutige pfad gottes)
dann bleibt doch einfach bei titanic und zerreden nicht so einen guten film punkt
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jonas am 30. Mai 2012 20:12
sehe ich auch so !!!
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Alle die schreiben der Film sei Gewalt verherrlichend haben ihn nicht verstanden.
Der Film zieht genau das ins lächerliche, Menschen die im Namen Gottes Blut vergießen, durch sein ironisch, überspitzte Art.
An sich ein genialer Film, finde den zweiten Teil auch ganz gut, allerdings kommt er nicht ganz an den ersten ran.
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wäre der film schlecht gewesen, wie viele hier sogenannte filmkenner es behaupten, würde er nicht so gute resonanz auf vielen seiten im internet stoßen.
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