Die durch die Hölle gehen

Die durch die Hölle gehen Michael (Robert De Niro), Nick (Christopher Walken) und Steven (John Savage) arbeiten in einem Stahlwerk und gehen in ihrer Freizeit gemeinsam auf die Jagd. Doch als der Vietnamkrieg ausbricht, verändert sich ihr Leben schlagartig. Sie melden sich freiwillig zum Kampfeinsatz und erleben in vietnamesischer Kriegsgefangenschaft unvorstellbare Qualen. In Käfigen gehalten, werden sie vom Vietkong unter physischer und psychischer Brutalität gezwungen, russisches Roulette zu spielen. Jeder der drei geht in der Folge mit den erlebten Grausamkeiten auf seine eigene Weise um – entkommen kann allerdings niemand dem Grauen des Krieges.

Anders als „Apocalypse Now“, das in erster Linie als psychologisches Drama funktioniert, und „Platoon“, das sich mit der Extremsituation der Soldaten während des Kampfeinsatzes beschäftigt, fokussiert sich „Die durch die Hölle gehen“ als dritter großer US-amerikanischer Vietnam-Kriegsfilm auf die zerstörerische Bedeutung der Kriegshölle für den einfachen amerikanischen Bürger. Die von Robert De Niro und Christopher Walken verkörperten Figuren fungieren dabei als Stellvertreter für den vom Vietnamkrieg traumatisierten Soldaten, der nach dem Erlebten nicht mehr in ein normales Leben zurückfindet. Regisseur Michael Cimino konzentriert sich in seiner Inszenierung dabei bewusst nicht auf Kriegshandlungen, sondern zeichnet den Aufenthalt in Kriegsgefangenschaft als den wahr gewordenen Albtraum vom Scheitern des US-Einsatzes nach. Die in zügelloser Härte dargestellten Qualen der Protagonisten fordern dem einfachen Kino-Gänger so manches ab und gehören bis zum heutigen Tage zum Eindringlichsten, was das US-amerikanische Kino in der Blütezeit des kommerzialisierten New Hollywood hervorgebracht hat.

„Die durch die Hölle gehen“ machte Michael Cimino praktisch über Nacht zu einem der gefragtesten Regisseure der Welt. Ciminos Ruhm sollte allerdings nur von kurzer Dauer sein. Mit seinem epischen und für seine Entstehungszeit irrwitzig kostspieligen „Heaven’s Gate“ sorgte Cimino nur wenige Jahre später für einen der legendärsten Flops der Filmgeschichte und vernichtete auf einen Schlag seine Reputation. Bis zum heutigen Tage hat sich der eigenwillige Regisseur von diesem Fehlschlag nicht mehr erholt. Mit „Die durch die Hölle gehen“ hat er dennoch ein eindrucksvolles filmisches Vermächtnis hinterlassen.


Daten:

USA 1978, 175 Minuten, FSK: 16
Regie: Michael Cimino
Genre: Drama | Krieg
Darsteller: Robert De Niro, Meryl Streep, John Cazale, uvm.


Für Fans von:

Apocalypse Now, Platoon, Taxi Driver


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 8,2 von 10
moviepilot.de: 7,9 von 10
Filmstarts.de: 5 von 5


Filmzitate:

“Für fünf heiße Kehlen fünf kühle Helle!”

“Wenn man sagt nein zu Champagner, mann sagt Nein zum Leben.”

“Du würdest ja noch nicht mal deinen eigenen Arsch wiedererkennen, wenn du ihn sehen könntest”



Auszeichnungen:

  • 1979: Ausgezeichnet mit dem Oscar in fünf Kategorien
  • 1979: Golden Globe für die beste Regie



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Weitere Filme von Michael Cimino:

1974: Die letzten beißen die Hunde
1980: Heaven’s Gate
1985: Im Jahr des Drachen
1987: Der Sizilianer
1990: 24 Stunden in seiner Gewalt
1996: The Sunchaser


Weitere Filme mit:

Robert De Niro


Links zum Film:

Die durch die Hölle gehen auf film-zeit.de


Trailer zum Film (deutsch):




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