Die üblichen Verdächtigen

Die üblichen VerdächtigenIn einem Polizeiverhör schildert der einzige Überlebende die Vorgeschichte einer blutigen Schießerei. Im Zentrum der Verwicklungen steht dabei ein ebenso geheimnisvoller wie gefürchteter Verbrecherkönig, in dessen Auftrag eine Gruppe Gangster ein Geschäft der Konkurrenz sabotieren soll. Nach und nach scheinen sich die Zusammenhänge aufzuklären, doch schließlich laufen die Fäden der Handlung an einer Stelle zusammen, mit der niemand gerechnet hat…

Ein Verbrechen geschieht und die Polizei verhaftet ohne konkreten Anhaltspunkt fünf Männer, deren kriminelle Vorgeschichte sie automatisch zu Verdächtigen macht. Das kennt man aus dem Kultfilm „Casablanca“, aus dem auch die Wendung der „üblichen Verdächtigen“ stammt. Regisseur Bryan Singer spinnt aus dieser Ausgangssituation ein verwickeltes und amüsantes Kriminal-Rätsel. Die Struktur aus Rückblenden mit ständig eingestreuten neuen Informationen lässt Zuschauer wie Filmfiguren schnell den Überblick über die Situation verlieren, was an die Filme der amerikanischen „Schwarzen Serie“ der 1940er und 1950er Jahre erinnert. Die von den hervorragenden Darstellern verkörperten Figuren des Films bieten so manche Überraschung und offenbaren unerwartete Charakterzüge. Zum Schluss bleibt mit dem verkrüppelten Trickbetrüger ausgerechnet der scheinbar untalentierteste Verbrecher am Leben. Über allem steht der wie ein Teufel gefürchtete Gangsterboss Keyser Soze, dessen Existenz zwar ungewiss, dessen Brutalität aber berüchtigt ist. Das reicht aus, um die Gangsterbande durch einen mysteriösen Anwalt zu einem Himmelfahrtskommando zu zwingen – bei dem es letztlich um etwas anderes geht, als alle annehmen. Die Mischung aus Versatzstücken verschiedener Genres, Filmzitaten, originellen und gut gespielten Figuren und überraschenden Wendungen machen zusammen mit der gelungenen Inszenierung aus „Die üblichen Verdächtigen“ einen Filmgenuss von höchster Güte.


Daten:

USA 1995, 106 Minuten, FSK: 16
Regie: Bryan Singer
Genre: Krimi | Mystery | Thriller
Darsteller: Gabriel Byrne, Kevin Spacey, Benicio Del Toro, uvm.


Für Fans von:

Sexy Beast, L.A. Confidential, Deja Vu


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 8,7 von 10
moviepilot.de: 8,3 von 10
Filmstarts.de: 5 von 5


Filmzitate:

“Aber ein Mensch kann nicht ändern was er ist. Er kann andere überzeugen das er jemand anderes ist, aber niemals sich selbst.”

“Der größte Trick, den der Teufel je gebracht hat, war die Welt glauben zu lassen, es gäbe ihn gar nicht.”

“Die Dienstaufsicht hat dreimal gegen ihn wegen Mordes ermittelt, bevor er bei der Truppe rausgeflogen ist. Also erzählen Sie mir nichts von der Nutte, die zur Nonne wurde.”



Auszeichnungen:

  • 1995: Oscar für den Besten Nebendarsteller und das Beste Originaldrehbuch



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Weitere Filme von Bryan Singer:

1993: Public Access
1998: Der Musterschüler
2000: X-Men
2003: X-Men 2
2006: Superman Returns
2008: Operation Walküre


Weitere Filme mit:



Trailer zum Film (englisch):



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