Für ein paar Dollar mehr
Die Kopfgeldjäger Monco (Clint Eastwood) und Colonel Mortimer (Lee van Cleef) sind sich von Beginn an nicht geheuer. Dennoch beschließen sie, gemeinsame Sache zu machen, um den entflohenen El Indio zu fassen, auf dessen Kopf die Summe von 10.000 Dollar ausgesetzt ist. In der Folge schleust sich Monco in Indios Bande ein, um ihm eine Falle zu stellen. Doch Indio bleibt misstrauisch und versucht, Monco loszuwerden. Nach einem Banküberfall stellen Monco und Colonel Mortimer die Banditen – doch Mortimer hat es gar nicht auf das Kopfgeld abgesehen.
Der zweite Teil von Sergio Leones Dollar-Trilogie bietet das, was man als Cineast erwartet. Die Revolverhelden sind schmutzig, die Revolver geladen und ab und wann gibt es auch mal einen zynisch-flotten Spruch zu hören, der beweist, dass es in so manchem deutschen Synchronstudio mit den Dialogen nicht so genau genommen wird. „Für ein paar Dollar mehr“ könnte demnach genauso sein wie der Vorgänger „Für eine Handvoll Dollar“ – ist es aber dann nicht ganz. Bemerkenswert sind hierbei nämlich die Rückblenden, in denen bruchstückhaft und mit leicht psychedelischen Anleihen von Mortimers Motiv, El Indio zur Strecke zu bringen, erzählt wird. „Für ein paar Dollar mehr“ wirkt demnach dramaturgisch ausgereifter als der Auftakt der Dollar-Trilogie und dürfte Leone bei zukünftigen Arbeiten als Maßstab gedient haben. So finden sich etwa in „Todesmelodie“ vergleichbar konzipierte Rückblende-Szenen.
Angesichts des übergroßen „Zwei glorreiche Halunken“ hat „Für ein paar Dollar mehr“ nie so recht die Anerkennung erhalten, die das Werk verdient. Denn mit Clint Eastwood und Lee van Cleef in Hochform bietet der Film beste Leone-Western-Unterhaltung, die den Weg für folgende Western-Epen erst noch ebnen sollte. Für echte Cineasten kann die Devise allerdings sowieso nur lauten, sich alle Filme der Dollar- und Amerika-Trilogie anzuschauen. Mit „Für ein paar Dollar mehr“ sollte dabei allerdings nicht begonnen werden. Es macht nämlich durchaus Sinn, die Filme, trotz ihrer inhaltlichen Eigenständigkeit, in chronologischer Reihenfolge anzuschauen.
Daten:
Italien, Spanien, Dt, Monaco 1965, 127 Minuten, FSK: 16
Regie: Sergio Leone
Genre: Western
Darsteller: Clint Eastwood, Lee Van Cleef, Gian Maria Volonte, uvm.
Für Fans von:
Für eine Handvoll Dollar, Zwei glorreiche Halunken
Dieser Film wurde bewertet von:
IMDb: 8,3 von 10
moviepilot.de: 7,7 von 10
Filmstarts.de: 5 von 5
Filmzitate:
“Wenn die Musik zu Ende ist, schieß! Wenn es dir gelingt.”
“5.000 Dollar für einen Schuss in meinen Rücken. Verräter! Du hättest mich besser kalt gemacht. Nun zeig mal, ob du von vorne besser schießt als von hinten.”
“Um was spielen wir eigentlich?” – “Um die Haut!”
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auf DVD oder Blu-Ray
Weitere Filme von Sergio Leone:
1954: Hanno rubato un tram
1955: Die schöne Helena
1959: Ben Hur
1959: Die letzten Tage von Pompeji
1960: Der Koloß von Rhodos
1964: Für eine Handvoll Dollar
1966: Zwei glorreiche Halunken
1968: Spiel mir das Lied vom Tod
1971: Todesmelodie
1973: Mein Name ist Nobody
1975: Nobody ist der Größte
1984: Es war einmal in Amerika
Weitere Filme mit:
Trailer zum Film (deutsch):
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Kommentare zu Für ein paar Dollar mehr
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gute Filme



Die Dollar Triologie ist Kult. Was Leone hier geschaffen hat ist Kunst – nicht nur ein Film. Heutige Filme könnten sich eine Menge abschauen in punkto Szenenbild, Dramaturgie oder Soundtrack (Morricone). Unbedingt anschauen!
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