Keinohrhasen

Reporter Ludo Dekker (Til Schweiger) ist nicht gerade der Gentleman vor dem Herrn. Er hat einen One-Night-Stand nach dem anderen und schert sich nicht um die gebrochenen Herzen seiner Eroberungen. Als er ungeladen eine Feier aufmischt, auf der Wladimir Klitschko Yvonne Catterfeld einen Heiratsantrag macht, wird er zu Sozialstunden in einem Kinderhort verurteilt. Kindergärtnerin Anna (Nora Tschirner) ist davon wenig begeistert – sie kennt Ludo noch aus Kindertagen. Zeigt sie ihm zunächst die kalte Schulter, entdeckt sie bald die zärtlichen Seiten Ludos und verliebt sich in ihn.

Große Kunst ist es immer dann, wenn man sich gegen den Strom stellt und Stillleben malt, wenn alle anderen sich auf Landschaften stürzen oder man der Gitarre den Stecker zieht, wenn jeder andere selbst das Banjo verstärkt. Til Schweiger als großen Künstler betiteln zu wollen, geht zwar vielleicht ein bisschen weit, doch eins muss man ihm lassen: Er macht sein eigenes Ding. Denn wenn anderenorts ausschließlich von Nazis, DDR und politischer Aufarbeitung die Rede ist, nimmt es sich Schweiger heraus, eine romantische Komödie à la Hollywood zu drehen, bei der man zwar schon vorher weiß, wie es ausgeht, es aber dennoch Spaß macht, dem Paar beim Zusammenfinden zuzusehen. Und dabei ist „Keinohrhasen“ sehr viel witziger als die meisten der amerikanischen Vorbilder und scheut sich zuweilen auch nicht vor der Überquerung der vielzitierten Gürtellinie. Neben einer Reihe von deutschen Stars, die in Nebenrollen absurd-grandiose Selbst-Interpretationen darstellen (u. a. Jürgen Vogel), ist es vor allem aber Hauptdarstellerin Nora Tschirner, die den Film auf ihren Schultern trägt. In bester Julia Roberts-Manier schlägt Tschirner nämlich die (männlichen) Zuschauer in ihren Bann und sorgt ganz nebenbei noch für die besten Lacher. „Keinohrhasen“ ist eine romantische Komödie wie sie kaum besser sein könnte – nämlich so schmalzig wie nötig und so witzig wie möglich. Und obwohl Til Schweiger auch mit diesem Werk nicht in den Olymp der großen Künstler aufsteigen wird, hat er einen Film aus dem Hut gezaubert, an den sich sein Publikum noch lange mit einem (ehrlichen) Lächeln zurückerinnern wird.


Daten:

Deutschland 2007, 115 Minuten, FSK: 12
Regie: Til Schweiger
Genre: Romantik-Komödie
Darsteller: Til Schweiger, Nora Tschirner, Matthias Schweighöfer, uvm.


Für Fans von:

Keinohrküken, Barfuss, Zusammen ist man weniger allein


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 6,9 von 10
Filmstarts.de: 4 von 5
ofdb.de: 7.10 von 10


Filmzitate:

“Und dein Papa? Ist der auch Schauspieler? – Mein Papa ist ein Arschloch”

“Wenn das Äußere stimmt, dann wächst das Innere nach.”

“Keinohrhasen brauchen keine Ohren, weil sie durch die Nase hören”



Auszeichnungen:

  • Bambi 2008
  • Deutscher Comedypreis in der Kategorie Beste Kino-Komödie
  • Ernst-Lubitsch-Preis
  • Bogey in Gold für 3 Millionen Kinobesucher in 30 Tagen
  • Goldene Leinwand mit Stern für über 6 Millionen Kinobesucher



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Weitere Filme von Til Schweiger:

1998 Der Eisbär
2005 Barfuss
2007 Keinohrhasen
2008 1½ Ritter
2009 Zweiohrküken


Weitere Filme mit:

Til Schweiger


Links zum Film:

Keinohrhasen auf moviepilot.de
Keinohrhasen auf film-zeit.de


Trailer zum Film:



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Kommentare zu Keinohrhasen

3 Kommentare


  1. Andy am 5. August 2010 19:53

    Der Film ist echt gut gemacht worden, Auch der 2. Teil ist einach zu empfehlen.

    Ps.: Nice Seite, weiter so.

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  2. JohJoh am 11. Oktober 2010 06:34

    Til Til Til und nochmal Til – findet sich geil geil geil und nochmal geil.

    Aber, in der Tat, Nora macht den Film sehenswert und die Story glaubhafter…

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  3. JoKurt am 23. Oktober 2010 15:13

    Ein wirklicher unnötiger Film. KeinOhrHase ist nicht gut! Wer diesen Film gut findet, hat kein faible für gute Filme.

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