Prestige – Die Meister der Magie
Die rivalisierenden Zauberer-Kollegen Robert Angier (Hugh Jackman) und Alfred Borden (Christian Bale) haben nur ein Ziel vor Augen: den Kontrahenten übertrumpfen und als bester Zauberkünstler in die Geschichte eingehen. Als Angiers Frau Julia (Piper Parabo) bei einem gefährlichen Zaubertrick ums Leben kommt, eskaliert die Situation. Von der Obsession getrieben, den Gegenspieler endgültig zu besiegen, machen die Zauberer fortan vor nichts mehr Halt und begeben sich an die Grenzen ihrer Magie – und der Moral.
Regisseur Christopher Nolan war wohl DER Senkrechtstarter der 2000er Jahre. Mit seinem experimentellen und mittlerweile zum Kultfilm avancierten „Memento“ katapultierte Nolan sich sowohl bei Cineasten als auch den Kritikern zu einem der gefragtesten Regisseure des jungen Jahrtausends. Mit der Auferstehung des Fledermaus-Helden in „Batman Begins“ und „The Dark Knight“ konnte er sich in der Folge mit Mainstream-Erfolgen eine goldene Nase verdienen. Zwischen jenen Batman-Filmen drehte er mit „Prestige“ einen Film, der im Trubel um den dunklen Rächer – zu Unrecht – ein wenig untergegangen ist. „Prestige“ ist nämlich keineswegs ein Lückenfüller, sondern ein kleines Meisterwerk für sich. Wie ein gekonnter Zaubertrick vollführt es der Film, den Zuschauer mittels gezielten Finten mal das eine, mal das andere glauben zu lassen, um letztendlich alles in einem grandiosen Finale aufzulösen – welches an dieser Stelle nicht verraten werden soll. Wie Angier und Borden nach und nach dem Wahn verfallen, dass ihre einzige Lebensaufgabe darin besteht, den Gegenspieler zu übertrumpfen, jagt dem Zuschauer nicht zuletzt der großartigen Leistungen der Hauptdarsteller wegen einen eisigen Schauer über den Rücken. Und auch die schöne Scarlett Johansson als Angiers Geliebte, die der Zauberer bei seinem Gegner als Spionin einsetzt, gibt eine gute Figur ab.
Dass der Film einiger Konzentration bedarf, damit alle Kniffe, alle letztendlichen Auflösungen verstanden werden können, ist für so manchen möglicherweise ein ausschlaggebender Kritikpunkt. Doch „Prestige“ versteht sich selbst eben nicht als bloßen Mainstream-Kartentrick, sondern eher als eine Mischung aus „Memento“ und dem großen Houdini.
Daten:
USA, UK 2006, 125 Minuten, FSK: 12
Regie: Christopher Nolan
Genre: Drama | Mystery | Thriller
Darsteller: Hugh Jackman, Christian Bale, Michael Caine, uvm.
Für Fans von:
The Illusionist, Das Kabinett des Dr. Parnassus, Duell der Magier
Dieser Film wurde bewertet von:
IMDb: 8,4 von 10
Filmstarts.de: 4,5 von 5
moviepilot.de: 7,8 von 10
moviemaze.de: 92 von 100%
Filmzitate:
“Der Mann hat mir mein Leben gestohlen. Jetzt stehle ich seinen Trick.”
“Das Geheimnis beeindruckt niemanden. Der Trick für den du es benutzt, der ist alles.”
“Ich dachte nie das man auf dem Boden eines Bierglases Antworten findet.”
“Sehen Sie auch genau zu?”
Auszeichnungen:
- Zwei Nominierungen bei den Oscars 2007
Prestige bei Amazon:
auf DVD oder Blu-Ray
Weitere Filme von Christopher Nolan:
1998: Following
2000: Memento
2002: Insomnia
2005: Batman Begins
2008: The Dark Knight
2010: Inception
Weitere Filme mit:
Trailer zum Film (deutsch):
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