Requiem for a Dream
Der drogensüchtige Harry Goldfarb (Jared Leto) und seine Freundin Marion (Jennifer Connelly) stecken in einem Teufelskreis. Die Träume von der großen Karriere zerbrechen immer wieder aufs Neue an ihrer Drogen Realität. Oftmals bleibt Harry nichts anders übrig, als den Fernseher seiner TV-süchtigen Mutter Sara (Ellen Burstyn) zum Pfandleiher zu bringen. Gemeinsam mit seinem Kumpel Tyrone (Marlon Wayans) versucht sich Harry schließlich als Dealer, um ans große Geld zu kommen. Doch die Gruppe verliert sich in einem Albtraum aus Drogen, Prostitution und Gewalt und taumelt letztendlich dem unvermeidlichen Abgrund entgegen.
Regisseur Darren Aronofsky gehört zweifelsfrei zu den größten Aufsteigern des neuen Jahrtausends in Hollywood. Spätestens seit dem Sozialdrama „The Wrestler“, mit dem er 80er-Star Mickey Rourke zu einem kaum für möglich gehaltenen Comeback verhalf, gehört Aronofsky zu den ernstzunehmenden Regisseuren der Traumfabrik. Dass er mit „Requiem for a Dream“ allerdings bereits im Jahr 2000 ein vielbeachtetes filmisches Kunstwerk erschuf, beweist nur die Nachhaltigkeit seines bisherigen Gesamtwerkes. Und dabei besticht der schicksalhafte Niedergang des Harry Goldfarb samt Mitstreitern vor allem auf visueller Ebene, da der Film alles unternimmt, um dem Zuschauer das Delirium der Protagonisten glaubhaft zu machen. Mit über 2000 Schnitten, Snorricam und sog. Hip-Hop-Montagen wirkt „Requiem for a Dream“ zuweilen selbst wie ein einziger Trip und entwickelt demnach eine einzigartige, in Teilen sogar bedrohliche Atmosphäre. Und dass Schauspieler Jared Leto mit seinem grandiosen Spiel darüber hinaus seine Zweitkarriere als Sänger vergessen lässt, ist ja immerhin auch schon so einiges wert.
Unzweifelhaft gehört Aronofskys zweiter Kinofilm zu den sehenswertesten Filmen des noch jungen Jahrtausends. Und dabei ist „Requiem for a Dream“ trotz Independent-Look nicht nur etwas für überzeugte Filmkenner. Denn anders als Aronofskys ebenfalls großartiges Debüt „Pi“ wendet sich „Requiem for a Dream“ einem breiteren Publikum zu, ohne sich gänzlich dem Mainstream zu verschreiben. Daher sei der Film im Grunde jedem empfohlen, der sich für kreatives Hollywood-Kino erwärmen kann.
Daten:
USA 2000, 97 Minuten, FSK: 16
Regie: Darren Aronofsky
Genre: Drama
Darsteller: Ellen Burstyn, Jared Leto, Jennifer Connelly, uvm.
Für Fans von:
Spun, Das weisse Rauschen, Trainspotting
Dieser Film wurde bewertet von:
IMDb: 8,5 von 10
Filmstarts.de: 5 von 5
moviepilot.de: 8,6 von 10
moviemaze.de: 100 von 100%
Auszeichnungen:
- Oscarnominierung für Ellen Burstyn als Beste Hauptdarstellerin
- Golden Globe-Nominierung für Ellen Burstyn
- Hauptpreis Goldene Ähre der Semana Internacional de Cine de Valladolid 2000
- Chlotrudis Awards 2001: 8 Nominierungen
- Insgesamt gewann der Film 20 internationale Filmpreise & wurde für weitere 33 Preise sowie einen Oscar nominiert
Zitate:
“Ich weiß wo du richtig erstklassigen Stoff findest.”
“Mum, ich hör dich doch von hier mit den Zähnen knirschen.”
“Du bist nen reizender Sohn! Nen Gauner! Deine Mutter braucht dich so dringend wie eine Kuh einen Hutständer.”
Requiem for a Dream bei Amazon:
auf DVD oder Blu-Ray
Weitere Filme von Darren Aronofsky:
1998: Pi
2006: The Fountain
2008: The Wrestler
Trailer zum Film:
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Kommentare zu Requiem for a Dream
2 Kommentare
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der film ist echt gut. er spiegelt auch vieles wieder was ich miterlebte.
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ich habe schon viele filme gesehen….
aber das ist der beste … der film ist so gut … hut ab
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