Scarface
Der Kleinkriminelle Tony Montana (Al Pacino) wird in Miami zum Handlanger des Gangerstbosses Frank Lopez (Robert Loggia). Doch Tony will sein ganz eigenes Imperium aufbauen und dafür ist ihm jedes Mittel recht. Von seinem Größenwahn und der Gier nach Macht und Reichtum getrieben, wird aus Tony ein rasender Wilder, der sich selbst zum Halbgott der Unterwelt erhebt. In einem furiosen Finale stellt er sich seinen Gegnern, ohne
Rücksicht auf Verluste und die eigene Sterblichkeit.
Ohne Frage gehört „Scarface“ von Brian de Palma („Carlito’s Way“) zu den kultigsten Filmen überhaupt. Nicht wenige haben Tonys Antlitz samt „Mega-Knarre“ als Poster an ihren Wänden hängen, ohne vielleicht sogar den Film gesehen zu haben. Diese übergreifende Wirkung des Films ist verschiedensten Aspekten geschuldet. Die dargestellte Brutalität war zur damaligen Zeit ein Novum und Pacinos Spiel geht zuweilen bis an die Grenze der Obszönität und nicht selten darüber hinaus. Die Kettensäge-Szene z.B., in der Tony und seinen Kumpanen eben mit jenem Gerät zu Leibe gerückt wird, ist bis heute legendär und gehört zu den meist zitierten Filmszenen der neueren Geschichte. Und dabei ist die Darstellung des Aufstiegs eines Kleinganoven doch beileibe nichts Innovatives. Allerdings wird hier kompromissloser als je zu vor auf Hawaii-Hemden bestanden, ein rudimentärer Gossen-Slang gespuckt und vor allem alles über den Haufen geschossen, was auch nur den geringsten Anschein macht, irgendwie entbehrlich zu sein.
„Scarface“ ist wie ein Schlag Tony Montanas ins Gesicht des Zuschauers und nicht unbedingt für Zartbesaitete geeignet. Wer sich vor Schweiß ekelt, kein Blut erträgt und nichts mit degeneriertem Großenwahn anfangen kann, der sollte lieber seine Finger von dem Meisterwerk lassen. Wie so oft beweist Oliver Stone auch mit diesem Drehbuch sein Gespür für die schmutzige Psychologie eines Films – Tony Montana lässt nämlich keine Fragen offen.
Ein kleiner Tipp am Rande: Neben der deutschen unbedingt die englische Originalfassung schauen, da nur hier Montanas „Gangster-Sprache“ ihre ganze Wirkung erzielt.
Daten:
USA 1983, 148 Minuten, FSK: 16
Regie: Brian De Palma
Genre: Krimi | Drama | Thriller
Darsteller: Al Pacino, Steven Bauer, Michelle Pfeiffer, uvm.
Für Fans von:
Carlito’s Way, GoodFellas, Blow
Dieser Film wurde bewertet von:
IMDb: 8,2 von 10
Filmstarts.de: 4,5 von 5
moviepilot.de: 7,8 von 10
moviemaze.de: 90 von 100%
Filmzitate:
“Ich bin kein mieser Krimineller. Ich bin kein Punta, kein Dieb. Ich bin Tony Montana, ein politischer Gefangener aus Kuba. Und ich will hier meine scheiß Menschenrechte, so wie das euer Präsident Jimmy Carter erzählt.”
“Du hättest am besten den Mund gehalten. Dann hätten sie dich für ein Pferd gehalten und rausgelassen!”
“Das ist das Paradies… das ist das Paradies, sag ich dir. Diese Stadt ist eine schöne grosse weiche Muschi, die nur darauf wartet gefickt zu werden.”
“Jeder Tag auf der Erde ist besser als unter der Erde.”
Auszeichnungen:
- Scarface erhielt 1984 drei Nominierungen für einen Golden Globe Award
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auf DVD oder Blu-Ray
Weitere Filme von Brian De Palma:
1966: The Responsive Eye
1968: Murder à la Mod
1968: Greetings
1969: The Wedding Party
1970: Hi, Mom – Confessions of Peeping John
1972: Hilfe, ich habe Erfolg!
1973: Die Schwestern des Bösen
1974: Das Phantom im Paradies
1976: Schwarzer Engel
1976: Carrie – Des Satans jüngste Tochter
1978: Teufelskreis Alpha
1979: Home Movies – Wie du mir, so ich dir
1980: Dressed to Kill
1981: Blow Out – Der Tod löscht alle Spuren
1984: Der Tod kommt zweimal
1986: Wise Guys
1987: The Untouchables – Die Unbestechlichen
1989: Die Verdammten des Krieges
1990: Fegefeuer der Eitelkeiten
1992: Mein Bruder Kain
1993: Carlito’s Way
1996: Mission: Impossible
1998: Spiel auf Zeit
2000: Mission to Mars
2002: Femme Fatale
2006: The Black Dahlia
2007: Redacted
Weitere Filme mit:
Al Pacino
Trailer zum Film (deutsch):
Statistik: 57.592 mal gelesen seit dem 8. August 2010
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Kommentare zu Scarface
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Guter Film,aber meiner Meinung nach nicht unter den top 15.
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