The Green Mile
Paul Edgecomb (Tom Hanks) arbeitet in den 1930er Jahren als Gefängniswärter im Todestrakt eines amerikanischen Gefängnisses. Als der wegen zweifachen Mordes zum Tode verurteilte John Coffey (Michael Clarke Duncan) eingeliefert wird, geschehen sonderbare Dinge. Coffey hat nämlich die übersinnliche Gabe, Lebewesen von ihrem Leiden zu befreien. Bald kommen Edgecomb und Kollege Brutus „Brutal” Howell (David Morse) Zweifel, ob der sanfte und selbstlos-hilfsbereite Coffey tatsächlich einen Mord begehen könnte.
Wüsste man nicht Bescheid, könnte man ohne weiteres behaupten, dass „The Green Mile“ in Machart, Unterhaltungswert und Anspruch an „Die Verurteilten“ erinnere. Da man aber Bescheid weiß, weiß man, dass eben Frank Darabont bei beiden Filmen nach einer Vorlage Stephen Kings Regie führte und damit zwei der publikumswirksamsten Filme der 90er gedreht hat. Und dabei ist noch nicht einmal etwas Außerordentliches an diesem vor allem durch die erwähnten Filme berühmt gewordenen Darabont, der seine Filme ohne viel Schnickschnack erzählt. Diese Erzählen aber ist die eigentliche Kunst des Regisseurs. „The Green Mile“ ist mit über 180 Minuten Spielzeit zwar ein echtes Pfund, allerdings hat der Zuschauer in keinem Moment das Gefühl, dass der Film an Fahrt oder die Story an Spannung verliert, wenngleich auf große Action oder etwaige visuelle Kniffe verzichtet wird. In der Tradition des großen amerikanischen Romans nimmt sich der Filme alle Muse, den Hauptstrang um den mysteriösen John Coffey aber auch die – mehr rationalen – Nebenstränge in aller nötiger Gelassenheit zu entwickeln, ohne dabei überambitioniert oder wirr zu wirken. „The Green Mile“ ist sicherlich kein Film mit hohem künstlerischen Wert, allerdings wird er einem jeden gefallen, der sich auf einen Film einlassen kann, welcher allein dem selbstgestellten Anspruch folgt, eine Geschichte mit allen dazugehörigen Emotionen zu sein. Denn mehr noch als ein Land der großen Hollywood-Filme ist Amerika vor allem das der großen, bewegenden Geschichten – und dass Darabont eigentlich Franzose ist, ist dann wiederum eine ganz andere.
Daten:
USA 1999, 181 Minuten, FSK: 12
Regie: Frank Darabont
Genre: Fantasy-Drama
Darsteller: Tom Hanks, Michael Clarke Duncan, uvm.
Für Fans von: Die Verurteilten, Forrest Gump
Dieser Film wurde bewertet von:
IMDb: 8,4 von 10
Filmstarts.de: 8 von 10
moviemaze.de: 86 von 100%
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Filmzitate:
“3 erwachsene Männer…ausgetrickst von einer Maus…”
“Lieber Gott! Wenn uns der ohnmächtig wird, brauchen wir “n Kran und drei Maulesel.”
Auszeichnungen:
-
Academy-Award-Nominierungen
- Bester Nebendarsteller (Michael Clarke Duncan)
- Bester Film
- Bester Ton
- Bestes adaptiertes Drehbuch
Weitere Filme von Frank Darabont:
1983 The Woman in the Room
1990 Buried Alive
1994 Die Verurteilten
2001 The Majestic
2007 Der Nebel
Trailer:
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