V wie Vendetta
Im London der Zukunft hat sich ein totalitäres System, angeführt von Großkanzler Adam Sutler (John Hurt), entwickelt, in dem das allgemeine kulturelle Leben vom Staat kontrolliert wird und Dissidenten zum Schweigen gebracht werden. Der maskierte Widerstandskämpfer V (Hugo Weaving) findet sich allerdings nicht mit der Unterdrückung ab und plant eine Revolution. Immer wieder führt er Attentate auf führende Politiker aus und lernt bei einer seiner Aktionen Evey (Natalie Portman) kennen, die er unter seine Fittiche nimmt. Schließlich will V Adam Sutler mit den eigenen Waffen der korrupten Regierung schlagen.
Mitte des vergangenen Jahrzehnts konnte man als Cineast keinen Schritt vor die Haustür machen, ohne von einer neuerlichen Comic-Verfilmung ins Kino gezerrt zu werden. Der Qualitätsfaktor jener Filme hielt sich allerdings zumeist in strikten Grenzen, was bei so manchem Kino-Freund die Vermutung aufkommen ließ, jemand wie Trash-Filmer Uwe Boll ziehe im Hintergrund ungelenk die Comic-Strippen. Wie gut, dass Ausnahmen bekanntermaßen die Regeln bestätigen. Mit „V wie Vendetta“ tummelt sich nämlich ein dicker Fisch im trüben Meer der Comic-Verfilmungen, der seinen Genre-Kollegen vor allem eines voraus hat: Klasse. Im Gegensatz zu all den Peng-und-Stirb-Machwerken hat James McTeigue seinen Film gemäß der Vorlage einen stilsicheren Anstrich verpasst, der nicht nur durch die unterhaltsame Eloquenz des Protagonisten offenkundig wird. Dank Anleihen bei „1984“ und Co. funktioniert „V wie Vendetta“ nämlich als ernstzunehmende Dystopie, in welcher sich der Held zum fintenreichen Gegner eines totalitären Regimes aufschwingt, das Philip K. Dick anerkennend mit den Ohren hätte schlackern lassen. Garniert mit exakt getimten Action-Sequenzen und einer – wie eh – großartigen Natalie Portman, kann sich der Zuschauer demnach auf eine rundum gelungene Comic-Verfilmung freuen.
Abgesehen von bekömmlicher Unterhaltung hat „V wie Vendetta“ noch einen intertextuellen Gag zu bieten. Denn während John Hurt sich in Michael Radfords „1984“ noch aus den Fängen einer totalitären Regierung befreien wollte, steht er in James McTeigues Film selbst an der Spitze des Regimes. Da hat der Rattenhelm wohl nachhaltig Wirkung gezeigt.
Daten:
USA, GB, Deutschland 2006, 127 Minuten, FSK: 16
Regie: James McTeigue
Genre: Action | Sci-Fi | Thriller
Darsteller: Natalie Portman, Hugo Weaving, Stephen Rea, uvm.
Für Fans von:
The Dark Knight, Watchmen, 12 Monkeys
Dieser Film wurde bewertet von:
IMDb: 8,2 von 10
moviepilot.de: 7.0 von 10
Filmstarts.de: 5 von 5
moviemaze.de: 85 von 100%
Filmzitate:
“Das ist genau das was er will!”- “Was?” – “Chaos!”
“Die Wahrheit ist, das etwas in diesem Land ganz schrecklich im Argen liegt!”
“Remember, Remember, The 5th of November. Die Verschwörung und der Verrat. Es gibt keinen Grund die Pulververschwörung jemals zu vergessen.”
V wie Vendetta bei Amazon:
auf DVD oder Blu-Ray
Weitere Filme von James McTeigue:
2009: Ninja Assassin
Links zum Film:
V wie Vendetta auf film-zeit.de
Trailer zum Film (deutsch):
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Kommentare zu V wie Vendetta
7 Kommentare
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Ich fand, dass V einer der wirklich guten Filme ist. Super gespielt. Super kritisch. Von diesen Filmen sollte es mehr geben.
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Der Streifen hat mich nur gelangweilt. Er ist unlogisch (ein kritischer und intelligenter Kerl verliebt sich in ein Mädchen, bloss weil sie hübsch ist???) und peinlich (das Ende ist mehr als melodramatisch).
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Han am 20. Januar 2012 17:21
Wieso ist es unlogisch, wenn sich ein kritischer und intelligenter Mann in ein hübsches Mädchen verliebt. Außerdem ist das überhaupt nicht der Grund. Schonmal daran gedacht, dass sie neben ihrer Schönheit auch sehr willensstark, standhaft, charakterstark [...] ist. Sie hat ihn während ihrer “Folter” nicht verraten.
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Ein ausgezeichneter Film. Die Story, die Besetzung und die Atmosphäre im Film sind perfekt aufeinander abgestimmt. Einen einzigen Minuspunkt würde ich dem Film geben, da man vor allem am Anfang Schwierigkeiten hat dem Film zu folgen.
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ich fand den film nicht gut. gibt bessere. find ihn auch hier zu gut bewertet…
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Der Film ist wirklich gut geworden und man kann sich den Film öfters ansehen ohne das er gleich langweilig wird.
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Ein sehr guter Film.
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