Wo ist Fred?

Wo ist Fred?Um den Sohn seiner Freundin für sich zu gewinnen, muss Fred (Til Schweiger) ein Autogramm vom Basketball-Star von ALBA Berlin ergattern. Da die handsignierten Basketbälle nach dem Spiel aber ausschließlich auf die Behindertentribüne geworfen werden, ersinnt Fred gemeinsam mit seinem Kumpel Alex (Jürgen Vogel) einen verrückten Plan. Fred stiehlt sich im Rollstuhl auf die Tribüne und fängt tatsächlich den Ball. In der Folge wird die Regisseurin Denise (Alexandra Maria Lara) auf ihn aufmerksam, die einen Film über behinderte ALBA-Fans drehen will – mit Fred in der Hauptrolle.

Komödien über Behinderte sind ein heikles Unterfangen. Zu schnell gerät man unter Verdacht, man mache sich ohne Rücksicht auf Verluste über das Leiden anderer lustig. Und auch Regisseur Anno Saul war bei Erscheinen seines Films stets bemüht, darauf hinzuweisen, dass „Wo ist Fred?“ sich im Grunde über Fred lustig macht – also über einen Unversehrten. Aber auch Behinderte können witzig sein, ganz unabhängig von ihrer Behinderung. So z.B. Ronnie (Christoph Maria Herbst), dem selbsternannten größten ALBA-Fan aller Zeiten, der schnell hinter Freds Geheimnis kommt und ihn ein ums andere Mal in aberwitzige Situationen schlittern lässt, aus denen er sich nur mit allerhand Ungeschick herauswinden kann. Das sich anbahnende Liebesverhältnis zwischen Fred und Denise bietet ebenso genügend Raum für eine Reihe von Fettnäpfchen, in die es sich für den Protagonisten zu treten (oder rollen) lohnt – im Sinne der Zuschauer natürlich. „Wo ist Fred?“ ist nämlich eine kurzweilige Komödie, die kaum mit Längen aufwartet und von einer komischen Szene in die nächste führt, was gerade in der deutschen Filmlandschaft eine bemerkenswerte Ausnahme darstellt und nicht zuletzt dem oftmals für seine schauspielerischen Leistungen kritisierten Til Schweiger zu verdanken ist.

Ob der Film darüber hinaus eine unterschwellige Kritik am Umgang mit Behinderten anführt, ist wohl dem subjektiven Empfinden überlassen. Aber auch so bleibt „Wo ist Fred?“ ein sehenswerter Film, der in erster Linie witzig sein will – und es auch ist.


Daten:

Deutschland 2006, 107 Minuten, FSK: 12
Regie: Anno Saul
Genre: Komödie
Homepage: woistfred-film.de
Darsteller: Til Schweiger, Alexandra Maria Lara, Christoph Maria Herbst, Jürgen Vogel, uvm.
Für Fans von: Kops, Terminal, Der Schuh des Manitu


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 6,5 von 10
Filmstarts.de: 7 von 10
moviemaze.de: 71 von 100%


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Filmzitate:

“Was hat der eigentlich für eine Behinderung? Ganz normal. Standard!”

“Willkommen im Pflegeheim Hildegard. Mein Name ist Hildegard”

“Der Typ heißt Krüppelmann? Ach du scheiße, es gibt doch einen Gott.”



Weitere Filme von Anno Saul:

2009 Die Tür
2007 Der Kommissar und das Meer – Folge 2
2007 Der Kommissar und das Meer – Folge 1
2005 Kebab Connection
2002 Die Novizin
1999 Grüne Wüste
1998 Zur Zeit zu zweit
1998 Blind Date – Flirt mit Folgen
1997 Alte Liebe, alte Sünde
1996 Und morgen fängt das Leben an
1990 Unter Freunden



Trailer:





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