Zwei glorreiche Halunken

Zwei Glorreiche HalunkenDer Blonde (Clint Eastwood) verdient sich sein Geld als Kopfgeldjäger. Nachdem er den Banditen Tuco (Elli Wallach) ausfindig gemacht hat, verbündet er sich mit ihm. Um mehrfach das Kopfgeld für ihn abzukassieren, rettet er ihn stets kurz vor dem Erhängen. Als Tuco einen größeren Anteil verlangt, lässt ihn der Blonde in der Wüste zurück. Nach misslungenen Racheakten treffen beide schließlich auf Bill Carson, der die Kasse seines Regiments gestohlen und auf einem Friedhof versteckt hat. Doch mit Sentenza (Lee van Cleef) hat es ein weiterer Revolverheld auf die Beute abgesehen.

Obwohl der sprichwörtliche Volksmund stets propagiert, „Spiel mir das Lied vom Tod“ sei DER Über-Italo-Western, ist es eigentlich „Zwei Glorreiche Halunken“, der sich diese Spitzenposition verdient. Der Abschluss von Sergio Leones „Dollar-Trilogie“ ist nämlich der stilistische Höhepunkt des Italo-Western-Genres und gehört damit gleichzeitig zu den filmischen Aushängeschildern des 20. Jahrhunderts. Mit Eastwood, Lee van Cleef und Elli Wallach spielen zudem nicht umsonst drei Protagonisten des Genres die Hauptrollen. Kurz gesagt: „Zwei Glorreiche Halunken“ vereint alle Vorzüge einer ganzen Film-Dekade auf sich und überzeugt durch seine bis heute unerreichte Atmosphäre, die sich im Zusammenspiel mit Ennio Morricones stilbildender Musik zu etwas ganz Großem verdichtet. Filme von einem ähnlichen Schlage lassen sich in der Film-Historie nämlich ohne Weiteres nur sehr wenige ausmachen. Daher ist es auch kein Wunder, dass Leones Meisterwerk bis zum heutigen Tage weit über die Genre-Grenzen hinausstrahlt und quasi zum Anschauungsobjekt geworden ist, wie ein episch angelegter Film auszusehen hat.

„Zwei Glorreiche Halunken“ echten Western-Fans ans Herz zu legen, macht keinen Sinn. Die kennen den Film nämlich schon. Daher sei der Film vielmehr interessierten Cineasten empfohlen, die auf der Suche nach einem Glanzstück mit filmhistorischer Bedeutung sind und Italo-Western womöglich bisher gänzlich außen vor gelassen haben. Dabei hat das Genre mit (ausgewählten) Werken eines Sergio Corbuccis oder Sergio Sollimas noch einige weitere mehr als sehenswerte Hochkaräter in der Hinterhand.


Daten:

Italien, Spanien 1966, 171 Minuten, FSK: 16
Regie: Sergio Leone
Genre: Abenteuer | Western
Darsteller: Clint Eastwood, Eli Wallach, Lee Van Cleef, uvm.

Für Fans von:

Für ein paar Dollar mehr, Spiel mir das Lied vom Tod, Für eine Handvoll Dollar


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 9,0 von 10
moviepilot.de: 8,6 von 10
Filmstarts.de: 5 von 5

Filmzitate:

“Es gibt zwei Kategorien von Menschen. Die einen, die den Strick um den Hals haben und die anderen, die ihn abschneiden. Es könnte doch sein, daß ich mal dabei draufgehe. Also ist mein Risiko größer!”

“Gott ist nicht mit uns, er hasst Idioten wie dich.”

“Guck mal, wieviel schönen, heißen Sand es hier gibt. Die Wüste ist ein einziger glühender Backofen, sogar der Krieg fürchtet sich davor.”

“Um den aufzuhängen, ist ein Strick zu wenig.”



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Weitere Filme von Sergio Leone:

1954: Hanno rubato un tram
1955: Die schöne Helena
1959: Ben Hur
1959: Die letzten Tage von Pompeji
1960: Der Koloß von Rhodos
1964: Für eine Handvoll Dollar
1965: Für ein paar Dollar mehr
1968: Spiel mir das Lied vom Tod
1971: Todesmelodie
1973: Mein Name ist Nobody
1975: Nobody ist der Größte
1984: Es war einmal in Amerika


Weitere Filme mit:

Clint Eastwood


Trailer zum Film (deutsch):




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Kommentare zu Zwei glorreiche Halunken

3 Kommentare


  1. Whaat? am 4. April 2011 00:28

    Der ist es in jedem Fall Wert, gesehen zu werden!
    Mehr muss ich nicht sagen. Wäre es ein schlechter Film, würde ich versuchen euch zu überzeugen, aber in diesem Fall verliert Ihr, wenn Ihr mir nicht glaubt. Aber natürlich solltet Ihr ausweichen, wenn Ihr Western garnicht mögt. ^^

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  2. asdf am 3. November 2011 21:34

    Bester Western aller zeiten

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    Funker Hornsbee am 3. November 2012 11:36

    Kann gut sein.

    Der Film würde auch jemandem, der gar nicht weiß, was ein Western ist, vielleicht
    als Antikriegsfilm
    (ich dachte im Abschnitt nach der Gefangennahme von the good und the ugly durch die Nordstaatenarmee an Schilderungen von der Westfront des Ersten Weltkriegs)
    oder
    Charakterstudie von drei völlig unterschiedlichen Verbrechern (so ganz vorbildlich ist ja selbst “the good” nicht)
    gefallen.

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