Clerks – Die Ladenhüter

ClerksDante Hicks (Brian O’Halloran) und sein Kumpel Randal Graves (Jeff Anderson) haben sich mit ihren eintönigen Leben arrangiert. Während Dante in einem kleinen Supermarkt arbeitet und sich mit den Ticks und Unverschämtheiten seiner Kunden herumschlagen muss, verbringt Randal den Großteil seiner Zeit damit, Dante „gute“ Ratschläge zu erteilen. Verlieren sich die beiden nicht gerade in endlosen Zwiegesprächen über die verschiedensten Themen des Lebens, bekommen sie es mit den seltsamsten Figuren zu tun. U. a. schneien ihnen Jay und Silent Bob ins Haus, die mit dem Verkauf von Drogen beschäftigt sind.

Es braucht erst gar keinen ausführlichen Meinungsaustausch: Kevin Smiths erster Kinofilm „Clerks“ gehört zu den bekanntesten Low-Budget-Produktionen der 90er Jahre und ist darüber hinaus als Archetypus des US-amerikanischen Independent-Films jener Zeit anzusehen. Schwarz-weiß gehaltene Indie-Streifen, in denen es im Grunde um nichts weiter geht, als den bauernschlauen Protagonisten beizuwohnen, wie sie sich durch ihr vermeintlich durchschnittliches Leben schwatzen, schossen nach „Clerks“ nämlich wie Pilze aus dem Boden und sorgten für eine wahre Genre-Explosion. Derart unterhaltsam wie Kevin Smiths Kino-Debüt muten allerdings nur die wenigsten dieser Machwerke an. Dank der herrlich offenherzigen Dialoge und der liebenswerten Hauptfiguren gelingt „Clerks“ nämlich das Kunststück, den Zuschauer trotz reduzierter Handlung und des beinahe schon Kammerspiel-ähnlichen Charakters für die zumeist kuriosen Begebenheiten zu interessieren. Das Leben der Protagonisten erscheint nämlich nur auf den ersten Blick monoton-durchschnittlich. In Wahrheit lässt die Vielzahl der absurden Persönlichkeiten, mit denen es Dante und Randal im Laufe des Films zu tun bekommen, unmöglich zu, dass auch nur in einer Sekunde der 90 Minuten Spielzeit Langeweile entsteht. Der Film ist demnach nicht ausschließlich nur für Cineasten geeignet, die im Independent-Film ihr Steckenpferd gefunden haben.

Im Jahre 2006 drehte Kevin Smith mit „Clerks II“ einen direkten Nachfolger des 90er-Kultfilms und sorgte insbesondere bei eingefleischten Cineasten für ein zwiespältiges Echo. In zwölf Jahren kann sich eben so manches verändern.


Daten:

USA 1994, 90 Minuten, FSK: 12
Regie: Kevin Smith
Genre: Komödie
Darsteller: Brian O’Halloran, Jeff Anderson, Jason Mewes, uvm.


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 7,9 von 10
moviepilot.de: 8,6 von 10
Filmstarts.de: 4,5 von 5


Filmzitate:

“Alle Subunternehmer auf dem Todesstern kannten das Risiko. Wenn sie starben war”s ihre eigene Schuld.”

“Ehrlichkeit durch Paranoia.”

“Ohne Kunden wäre das ein toller Job.”



Auszeichnungen:

  • Den Filmmakers Trophy bei dem Sundance Film Festival 1994
  • Den Jugendfilmpreis bei den Cannes Filmfestspielen 1994
  • Publikumspreis beim Festival des amerikanischen Films 1994



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Weitere Filme von Kevin Smith:

1992: Mae Day: The Crumbling of a Documentary
1994: Clerks – Die Ladenhüter
1995: Mallrats
1997: Chasing Amy
1999: Dogma
2001: Jay und Silent Bob schlagen zurück
2004: Jersey Girl
2006: Clerks II
2008: Zack and Miri Make a Porno
2010: Cop Out – Geladen und entsichert
2011: Red State


Trailer zum Film (englisch):




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