M – Eine Stadt sucht einen Mörder
In Berlin der 1930er Jahre geht die Angst um. Ein Kindermörder treibt sein Unwesen und verunsichert Eltern und Polizei. Als abermals eine Kinderleiche entdeckt wird, machen die Behörden um Kommissar Lohmann (Otto Wernicke) mobil und nehmen alle Kriminellen der Stadt unter die Lupe, um dem Mörder endlich auf die Spur zu kommen. Indes versucht das organisierte Verbrechen ebenfalls, den Mörder ausfindig zu machen, um wieder seinen Geschäften nachgehen zu können. Schließlich wird Hans Beckert (Peter Lorre) als Mörder entlarvt und in einer Fabrik vor das Kriminellen-Tribunal gestellt.
Es gibt eine Vielzahl von Filmen, die landläufig als Klassiker bezeichnet werden. Und es gibt Filme, die aus nicht nachvollziehbaren Gründen zu Klassikern stilisiert werden. Echte Klassiker gibt es hingegen nur wenige. Fritz Langs „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“ ist ein solcher „echter Klassiker“ und gehört zu den bedeutendsten deutschen Filmen überhaupt. Dank der angesichts der Entstehungszeit geradezu visionären Inszenierung kann der Film selbst unter heutigen Maßstäben noch faszinieren und wartet mit einigen der legendärsten Szenen der Filmgeschichte auf. Dabei bleibt vor allem die Schlussszene in Erinnerung, in welcher der großartige Peter Lorre den zum Scheitern verurteilten Kampf gegen seine Dämonen schildert und mit seiner leidenschaftlichen Rede für einen echten Gänsehautmoment sorgt. Neben Lorre können zudem Otto Wernicke und Gustaf Gründgens überzeugen, die fraglos einen gehörigen Beitrag zum Unterhaltungswert von „M“ leisten. Dass die Produktion zu den ersten deutschen Tonfilmen überhaupt gehört, macht Fritz Langs vielleicht bekanntesten Film für waschechte Cineasten nur umso attraktiver.
Es soll ja Film-Fans geben, die sich nicht für Filme interessieren, die mehr als 25 Jahre auf dem Buckel haben. Da trifft es sich gut, dass es mit „M“ einen Film gibt, der über 80 Jahre alt ist und den wirklich jeder Cineast einmal gesehen haben sollte. Denn selbst für diejenigen, die sich nicht für die gesellschafts-politischen Zusammenhänge interessieren, die sich im Wesen des Films manifestieren, gilt nur eines: „M“ ist ein absolutes Muss.
Daten:
Deutschland 1931, 117 Minuten, FSK: 12
Regie: Fritz Lang
Genre: Krimi | Thriller
Darsteller: Peter Lorre, Otto Wernicke, Gustaf Gründgens, uvm.
Dieser Film wurde bewertet von:
IMDb: 8,6 von 10
moviepilot.de: 8,7 von 10
Filmstarts.de: 5 von 5
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auf DVD
Weitere Filme von Fritz Lang:
1919: Die Spinnen – Der goldene See
1919: Harakiri
1919: Die Spinnen – Das Brillantenschiff
1920: Das wandernde Bild
1921: Kämpfende Herzen
1921: Der müde Tod
1922: Dr. Mabuse, der Spieler
1924: Die Nibelungen
1927: Metropolis
1928: Spione
1929: Frau im Mond
1933: Das Testament des Dr. Mabuse
1959: Der Tiger von Eschnapur
1959: Das indische Grabmal
1960: Die 1000 Augen des Dr. Mabuse
Links zum Film:
M – Eine Stadt sucht einen Mörder auf film-zeit.de
Trailer zum Film (deutsch):
958 Aufrufe seit dem 3. Oktober 2011
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