Vertigo

VertigoScottie Ferguson (James Stewart) quittiert seinen Dienst bei der Polizei und will sich zur Ruhe setzen. Doch dann wird er von seinem alten Freund Gavin darum gebeten, seine Frau Madeleine (Kim Novak) zu beschatten, die suizidgefährdet scheint. Bald verliebt er sich in Madeleine, muss allerdings aufgrund seiner Höhenangst tatenlos mit anschauen, wie sie sich von einem Glockenturm in den Tod stürzt. Daraufhin wird Scottie in eine Nervenheilanstalt eingeliefert. Als geheilt entlassen, trifft er schließlich auf Judy, die Madeleine zum Verwechseln ähnlich sieht. Scottie kann ihr nicht wiederstehen.

Will man „Vertigo“ etwas Böses, könnte man behaupten, der Film bestehe zu einem nicht unerheblichen Teil aus Szenen, in denen James Stewart mit seinem Wagen durch die Gegend fährt und Frauen nachstellt. Gerecht wird dies einem der berühmtesten Filme von Alfred Hitchcock aber natürlich eher weniger. Denn „Vertigo“ ist – abgesehen von Stewarts Freude am Autofahren – ein ungemein spannender Thriller, der dem Zuschauer bis zuletzt vorenthält, was eigentlich gespielt wird. Denn scheint es zunächst, als habe der Protagonist alles im Griff und könne ganz nebenbei die Liebe seines Lebens finden, wird mit zunehmender Spieldauer immer deutlicher, dass sich hinter den Verwicklungen ein Komplott verbirgt, dem es auf die Schliche zu kommen gilt. „Vertigo“ versteht sich dabei allerdings nicht als einfacher Kriminalfilm. Denn wie wohl kein anderer Film von Alfred Hitchcock bemüht sich „Vertigo“ darum, eine ausgefeilte psychologische Studie zu sein, die die Verwirrung der Hauptfigur in zuweilen psychedelisch wirkenden Bildern zum Ausdruck bringt. Sowohl dramaturgisch als auch stilistisch ist der Film damit eines der vielschichtigsten Werke Hitchcocks und gehört nicht umsonst zu den wichtigsten Filmen des Meisters des Suspense.

Will man „Vertigo“ etwas Gutes, könnte man behaupten, der Film sei einer der besten Filme aller Zeiten. Ob dies der Filmgeschichte gerecht wird, soll jedem Cineasten selbst überlassen sein. Einen Grund, den Film links liegen zu lassen, gibt es allerdings so gut wie keinen.


Daten:

USA 1958, 124 Minuten, FSK: 12
Regie: Alfred Hitchcock
Genre: Krimi | Mystery | Romanze | Thriller
Darsteller: James Stewart, Kim Novak, Henry Jones, uvm.

Für Fans von:

Der Mann, der zuviel wusste, Der unsichtbare Dritte


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 8,5 von 10
moviepilot.de: 8,5 von 10
Filmstarts.de: 5 von 5

Filmzitate:

“Es ist, als ob ich einen langen Korridor entlang gehe, der einmal Spiegelwände hatte, und davon hängen immer noch Bruchstücke an den Wänden. Und wenn ich ankomme am Ende des Korridors, ist da nichts als Dunkelheit. Und ich weiß, wenn ich in diese Dunkelheit gehe, sterbe ich.”

“Einer allein fährt manchmal ohne Ziel herum. Zwei zusammen haben meistens ein Ziel.”

“Woran denken Sie?” – “An all die Menschen die geboren wurden und gestorben sind, während diese Bäume immer weiter leben.”



Auszeichnungen:



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Weitere Filme von Alfred Hitchcock (Auszug):

1935: 39 Stufen
1936: Sabotage
1940: Rebecca
1943: Im Schatten des Zweifels
1948: Cocktail für eine Leiche
1951: Der Fremde im Zug
1954: Das Fenster zum Hof
1954: Bei Anruf Mord
1956: Der Mann, der zu viel wusste
1958: Vertigo – Aus dem Reich der Toten
1960: Psycho
1963: Die Vögel
1964: Marnie
1972: Frenzy


Links zum Film:

Vertigo auf film-zeit.de


Trailer zum Film (deutsch):




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