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Floyd (Frank Giering) und seine Kumpels Ricco (Florian Lukas) und Walter (Antoine Monot, Jr.) könnten sich kaum besser verstehen. Nachdem Floyds Bewährung abgelaufen ist, beschließt er allerdings, die Stadt zu verlassen, um ein neues Leben anzufangen. Seinen Freunden teilt er seinen Entschluss erst am Vorabend der Abreise mit. Unter dem Eindruck des nahenden Abschieds verbringen die drei die letzten Stunden gemeinsam und sammeln dabei u. a. die junge Telsa (Julia Hummer) auf. Nach einer abenteuerlichen Flucht vor Elvis-Fanatikern und einer ganz speziellen Kicker-Partie rückt der Morgen näher.

Warum ihr diesen Film sehen solltet

Sieht man mal von einigen wenigen Vorläufern wie etwa „23 – Nichts ist so wie es scheint“ ab, begründete „Absolute Giganten“ Ende des vergangenen Jahrtausends den sog. „jungen deutschen Film“. Ohne größeres Budget gedreht, reduziert in Dramaturgie sowie Inszenierung und getaucht in eine eigentümliche Positiv-Melancholie, reizt Sebastian Schippers Film die Grenzen des selbstgeschaffenen Genres aus, ohne dabei anmaßend zu wirken. „Absolute Giganten“ kommt nämlich nicht als Erneuerer des deutschen Kinos daher, sondern bleibt in allen maßgeblichen Belangen ein kleiner Film für ausgewählte Cineasten. Ohne tatsächlichen Handlungsstrang bleibt der Film nämlich vorrangig Mittler eines bestimmten Gefühls, das der Zuschauer annehmen muss, um Bindung mit der vor sich hin mäandernden letzten gemeinsamen Nacht der Protagonisten aufnehmen zu können. Film-Freunde, die sich nach dreißig Minuten Spielzeit fragen, wohin die drei Typen in ihrem Ford Granada denn nun eigentlich fahren, werden demnach nur schwerlich auf ihre Kosten kommen. Konkret-banale Antworten auf die Fragen des Lebens gibt der „junge deutsche Film“ nämlich bereits in seinen Anfängen nicht.

Obwohl Regisseur Sebastian Schipper erst drei Spielfilme gedreht hat, gehört er zu den wichtigsten deutschen Filmemachern des vergangenen Jahrzehnts. Mit „Ein Freund von mir“ bot er im Jahre 2006 eine Variation des „Absolute Giganten“-Themas, die sich ebenfalls sehen lassen kann. Mit Daniel Brühl und Sabine Timoteo griff er dabei – wen wundert es? – auf zwei der wichtigsten Schauspieler des „jungen deutschen Films“ zurück.


Daten:

USA 1999, 80 Minuten, FSK: 12
Regie: Sebastian Schipper
Genre: Komödie | Drama | Romanze | Action
Darsteller: Frank Giering, Florian Lukas, Antoine Monot jr., uvm.


Für Fans von:

Ein Freund von mir, Im Juli


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 7,6 von 10
moviepilot.de: 6,9 von 10
Filmstarts.de: 4,5 von 5


Filmzitate:

„Einmal alles!“

„Ich bin seit heute nicht mehr Bewährung. – Und was geht jetzt ab freier Mann?“

„Es müsste immer Musik da sein, bei allem was du machst und wenn es so richtig scheiße ist, ist wenigstens noch die Musik da.“



Auszeichnungen:

  • Filmpreis in Silber bei der Verleihung des Deutschen Filmpreises 2000
  • Lobende Erwähnung beim Deutschen Kamerapreis 2000
  • Darstellerpreis bei dem Sochi International Film Festival 2000



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Weitere Filme von Sebastian Schipper:

2004-2006: Ein Freund von mir
2008: Mitte Ende August