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Lester Burnham (Kevin Spacey) steckt mitten in der Midlife Crises und kommt mit seiner Ehefrau (Annette Bening) und seiner Tochter Jane (Thora Birch) nicht mehr zurecht. Als er jedoch Janes Freundin Angela (Mena Suvari) kennen lernt, erwachen in ihm ungeahnte Lebensgeister. Indessen verliebt sich Jane in den eigentümlichen Ricky (Wes Bentley), der von seinem strengen Vater Frank (Chris Cooper) zu militärischem Gehorsam erzogen wird. Als Frank glaubt, homosexuelle Handlungen zwischen Lester und seinem Sohn beobachtet zu haben, macht er sich wutentbrannt auf den Weg zu Lester.

Während in „Forrest Gump“ eine Feder durch die Luft gleitet und Forrests von Zufällen bestimmtes Leben symbolisiert, wird in „American Beauty“ eine Mülltüte vom Wind umher geschleudert, ohne sich letztendlich von der Stelle zu bewegen. Dazu gibt es den poetischen Satz: „Es gibt manchmal so viel Schönheit auf der Welt, dass ich sie fast nicht ertragen kann.“ Und dabei spiegelt diese Szene exemplarisch den Anspruch von „American Beauty“ wider, der zuweilen innerhalb der Szenen zwischen beißender Satire und ernstzunehmendem Drama schwankt. Doch letztendlich bleibt es allein dem Zuschauer überlassen, aus welchem Blickwinkel er den Film betrachten will. Denn zusammengefasst bietet Sam Mendes’ erster Kinofilm ausreichend Stoff für ein eigenständiges Drama – und eine ebenso eigenständige Satire dazu.

Dass „American Beauty“ darüber hinaus zu den beliebtesten Filmen der neueren Filmgeschichte zählt, beweißt, dass der Film trotz seiner Komplexität keineswegs sperrig oder gar kompliziert anmutet. Der Film funktioniert nämlich auf unterschiedlichsten Ebenen und bietet überzeugten Cineasten wie Gelegenheits-Kinogängern gleichermaßen beste Unterhaltung. Dass Kevin Spacey scheinbar ganz nebenbei die beste Leistung seiner Karriere abgeliefert hat, ist hierbei nur ein kleines Puzzle-Stück, das zum immensen Erfolg des Films beigetragen hat. Und dass „American Beauty“ bei der Oscar-Verleihung im Jahre 2000 gleich alle wichtigen Preise (Film, Regie, Hauptdarsteller) einheimsen konnte, kam natürlich nicht von ungefähr. Denn Gründe, sich gegen dieses Meisterwerk zu entschließen, gab und gibt es schlichtweg keine.


Daten:

USA 1999, 117 Minuten, FSK: 12
Regie: Sam Mendes
Genre: Drama
Darsteller: Kevin Spacey, Annette Bening, Thora Birch, uvm.


Für Fans von:

About Schmidt, Adaption, I Heart Huckabees


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 8,6 von 10
Filmstarts.de: 5 von 5
moviepilot.de: 7,7 von 10


Auszeichnungen:

  • Academy Awards 2000 in den Kategorien Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller, Beste Kamera und Bestes Originaldrehbuch
  • Golden Globe 2000 in den Kategorien Bester Film, Beste Regie und Bestes Filmdrehbuch



Zitate:

„Ich bin sicher, Sie haben keine Ahnung, wovon ich rede. Aber keine Angst, eines Tages verstehen sie“s!“

„Ich hatte drei Gründe zur Army zu gehen: Erstens bin ich Patriot, zweitens liebe ich mein Land und drittens wurde ich eingezogen!“

„Im Prospekt war der Pool als „lagunenartig“ beschrieben…Das hier ist ein… Betonloch.“

„Sie sind nur dann ein Opfer, wenn sie sich dafür entscheiden ein Opfer zu sein.“

„14 Jahre bin ich Hure der Werbebranche gewesen. Ich könnte mich nur noch retten indem ich Brandbomben werfe“



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auf DVD oder Blu-Ray


Weitere Filme von Sam Mendes:

1993: Cabaret
1996: Company
2002: Road to Perdition
2005: Jarhead – Willkommen im Dreck
2008: Zeiten des Aufruhrs
2009: Away We Go – Auf nach Irgendwo