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Ein Autounfall in Mexiko-Stadt bedeutet den Schnittpunkt dreier Leben. Eines davon lebt Octavio (Gael García Bernal), der in die Frau seines Bruders verliebt ist und sich mit ihr ein gemeinsames Leben vorstellt. Das nötige Geld will er mit seinem Hund verdienen, den er bei brutalen Hundekämpfen antreten lässt. Fotomodell Valeria (Goya Toledo), die mit dem verheirateten Verleger Daniel eine Affäre hat, ist ebenfalls in den Unfall verwickelt. Genauso wie El Chivo (Emilio Echevarría), ein obdachloser Gelegenheitskiller, der seine Tochter Maru erst auf der Beerdigung seiner Ex-Frau kennen lernt.

Warum ihr diesen Film sehen solltet

Dass es sich bei Alejandro González Iñárritus Spielfilmdebüt um einen Episodenfilm handelt, bedarf keiner weiteren Erklärung. Denn Mexikos berühmtester Regisseur hat mit „21 Gramm“ und „Babel“ auch nach „Amores Perros“ vor allem in Genre des Episodenfilms geglänzt. Dass alle drei Filme sich darüber hinaus zu einer Trilogie über menschliche Abgründe zusammenfassen lassen, kann also nicht weiter überraschen. Dennoch ist „Amores Perros“ keine Dutzendware, sondern fraglos einer der besten Episodenfilme des vergangenen Jahrzehnts.

Dabei überzeugt vor allem die kompromisslose Härte, mit welcher der Film die zuweilen gnadenlosen Lebensumstände der Protagonisten entwirft. Insbesondere die Hundekämpfe werden schonungslos realistisch dargestellt und vermitteln einen symbolträchtigen Eindruck, wie es in einer Stadt zugeht, die aufgrund ihrer schier unmenschlichen Ausmaße (ca. 20 Millionen Einwohner) zu einem Moloch verkommen ist, in dem allein Gewalt, Hass und Verfall regiert. Dass die Protagonisten letztendlich vor allem den Hunden zugetan sind, lässt erahnen, welch Menschenbild Iñárritu in seinem düsteren Meisterwerk zeichnet.

Anders als bspw. „L.A. Crash“ ist „Amores Perros“ trotz unzähliger Auszeichnungen bis heute nicht in das kollektive Filmbewusstsein vorgedrungen. Dabei hätte es der Film zweifellos verdient, in einem Zuge mit den ganz großen des Genres genannt zu werden – auch ohne erst lange darüber nachdenken zu müssen. Daher sei der Film wirklich jedem empfohlen, der etwas für Filme übrig hat, die sich nicht davor scheuen, etwas mehr zu sein, als bloße Unterhaltung.


Daten:

Mexiko 2000, 147 Minuten, FSK: 16
Regie: Alejandro González Iñárritu
Genre: Drama | Thriller
Darsteller: Emilio Echevarría, Gael García Bernal, Goya Toledo, uvm.


Für Fans von:

21 Gramm, Babel, Kiss Kiss Bang Bang


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 8,2 von 10
Filmstarts.de: 5 von 5
moviepilot.de: 7,5 von 10


Filmzitate:

„…und versprich mir, daß Du auf keinen Fall aus diesem Stuhl aufstehst, bitte!“ „Und wenn“s ein Erdbeben gibt?“ „Dann laß den ganzen Müll auf Dich runter prasseln, aber bleib sitzen…!“

„Du und deine Pläne. Weißt du, was meine Großmutter immer gesagt hat? Wenn du Gott zum Lachen bringen willst – erzähl ihm von deinen Plänen.“

„Ich werde mit Susana abhauen. – Und wovon werdet ihr leben?“ – „Ich werde Zuhälter Deiner Schwester.“



Auszeichnungen:

  • nominiert für den Oscar 2001 als bester ausländischer Film
  • nominiert für den Golden Globe 2001 als bester ausländischer Film



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auf DVD oder Blu-Ray


Weitere Filme von Alejandro González Iñárritu (Auszug):

2002: September 11
2003: 21 Gramm
2006: Babel
2007: Chacun son cinéma…
2010: Biutiful