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schlechtärgerlichschwachnicht besondersgeht soganz gutsehenswertausgezeichnetherausragendLieblingsfilm 6,14 von 10 (251x bewertet)
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Im Zuge der Besetzung der US-Botschaft 1979 in Teheran werden die amerikanischen Botschafts-Mitarbeiter als Geiseln genommen. Während die Geiselnehmer die Auslieferung des ehemaligen Schah, welcher sich in New York befindet, fordern, kann eine Gruppe von sechs Diplomaten vom Botschaftsgelände fliehen und versucht in der Folge, in der Millionenstadt ein sicheres Versteck ausfindig zu machen. Indes entwirft CIA-Agent Mendez (Ben Affleck) gemeinsam mit den Hollywood-Größen Chambers (John Goodman) und Siegel (Alan Arkin) einen riskanten Rettungsplan: Die flüchtigen Diplomaten sollen als kanadische Filmemacher getarnt das Land verlassen.

Warum ihr diesen Film sehen solltet

Die CIA stellt einen hanebüchenen Film-Fake auf die Beine, um Diplomaten aus dem politisch vor sich hin brodelnden Iran zu retten? Satirisch angehauchte Assoziationen mit Filmen wie „Wag the Dog“ liegen fraglos nahe, gehen aber dennoch an den Realitäten vorbei. Die als „Canadian Caper“ in die Geschichte eingegangene Rettungsaktion ist in ihren Gründzügen nämlich tatsächlich so passiert und gehört eher zu den absurderen Verwicklungen des politischen Alltags. Dass sich ausgerechnet der als Hollywood-Yuppie verschriene Ben Affleck dieses pikanten Stoffes angenommen hat, ist ebenso nur auf den ersten Blick ein Zähneknirschen wert.

Dank seiner Regiearbeiten „Gone Baby Gone“ und „The Town“ hat sich Affleck nämlich längst vom „Daredevil“-Desaster und „Gigli“-Gomorrha erholt und gehört heute tatsächlich zu den ernstzunehmenderen Regisseuren des US-Films. Kein Wunder also, dass „Argo“ u. a. den Oscar für den besten Film abstauben konnte und zu den interessantesten Produktionen des Jahres 2012 gehört. „Argo“ kommt nämlich als moderner Polit-Thriller daher, der neben dem virtuos aufgebauten Spannungsbogen nicht zuletzt aufgrund der intelligent in Szene gesetzten zeitgeschichtlichen Aufarbeitung punkten kann. Anders als eine Vielzahl von Genre-Kollegen nutzt der Film das politische Geschehen nämlich nicht als bloße Rechtfertigung für actiongeladene Kugelhagel-Sequenzen, sondern funktioniert die gesamte Spieldauer über als scharfsinniges Portrait einer wahren Begebenheit. Dass gerade zum Ende hin das amerikanische Pathos ein wenig Überhand nimmt, bleibt dabei ein verzeihlicher Fauxpas. Letztlich hat Ben Affleck also alles richtig gemacht.


Daten:

USA 2012, 120 Minuten, FSK: 12
Regie: Ben Affleck
Genre: Drama | History | Thriller
Darsteller: Ben Affleck, Bryan Cranston, John Goodman, uvm.


Für Fans von:

The Ides of March, Das Leben der Anderen, Blood Diamond


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 7,9 von 10
moviepilot.de: 7,6 von 10
Filmstarts.de: 4,5 von 5


Filmzitate:

„Bob, denen reicht schon eine Sekunde, um dich zu bemerken.“

„Haben Sie so schon mal Leute befreit? – Auf diese Art noch nicht.“

„Na gut, dann drehen wir mal’n Film.“



Auszeichnungen:

  • Ein Spezialpreis bei den National Board of Review Awards 2012
  • Zwei Preise bei den Critics’ Choice Movie Awards 2013
  • Fünf Nominierungen und zwei Preise bei den Golden Globe Awards 2013



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Weitere Filme von Ben Affleck:

2007: Gone Baby Gone – Kein Kinderspiel
2010: The Town – Stadt ohne Gnade