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Die Welt ist erschüttert: Zwölf außerirdische Raumschiffe machen an verschiedenen Punkten auf der Erde Halt und erregen aufgrund ihrer unklaren Absichten weltweites Misstrauen. Linguistin Dr. Louise Banks (Amy Adams) und Physiker Ian Donnelly (Jeremy Renner) werden von US-Colonel Weber (Forest Whitaker) beauftragt, Kontakt mit den mysteriösen Besuchern aufzunehmen. Die beiden Wissenschaftler begeben sich in eines der Raumschiffe und treffen dort tatsächlich auf zwei extraterrestrische Lebensformen. Während Banks und Donnelly versuchen, ihrerseits einen Weg zu finden, um sich verständlich zu machen, übergeben die Außerirdischen der Menschheit sonderbare Schriftzeichen, die es zu entschlüsseln gilt.

Warum ihr diesen Film sehen solltet

Eine der zentralen Fragen der Menschheit lautet fraglos: Existiert im Universum noch anderes sog. intelligentes Leben oder ist die Erde die einzige Oase im schwarzen Nichts? Eine beliebte Fingerübung Hollywoods besteht darin, diese Frage mit einem „Wir sind nicht allein!“ zu beantworten. In aller Regel folgt feuersprühende Action à la „Independence Day“ und der verzweifelte Versuch, die unliebsamen Besucher schnellstmöglich wieder loszuwerden. Regisseur Denis Villeneuve entwirft in „Arrival“ folglich kein sonderlich innovatives Ausgangsszenario. Doch schon nach wenigen Minuten Spielzeit offenbart der Film seinen wahren, stark abweichenden Genre-Charakter.

„Arrival“ nutzt den Alien-Besuch nämlich vornehmlich, um die menschliche Identität zu hinterfragen. Während die beiden Protagonisten als Individuum agieren und dabei nicht zuletzt die Tücken der Kommunikation in den Mittelpunkt des Geschehens geraten, wabern die politischen Dimensionen zum Glück für alle Cineasten eher im Hintergrund. Dass die USA letztlich als besonnen agierende Hausmacht für eine kommunikative Lösung einstehen und daneben Russland sowie China säbelrasselnd dargestellt werden, können Kino-Freunde getrost satirisch aufnehmen.

Letztlich funktioniert „Arrival“ jedoch als stimmig-anspruchsvolles SciFi-Drama, das in seinen besten Momenten nicht zuletzt dank des reduzierten visuellen Konzepts an Meisterwerke wie Kubricks „2001: Odyssee im Weltraum“ erinnert. Amy Adams und Jeremy Renner bieten solide Vorstellungen auf Hollywood-Niveau und können Oscar-Preisträger Forest Whitaker zu jeder Zeit die Stirn bieten. Wir können „Arrival“ daher nur jedem Cineasten empfehlen, der etwas mit einem spannenden SciFi-Gedankenexperiment anfangen kann, bei dem nicht alle zwei Minuten irgendetwas explodiert.



Daten:

USA 2016, 120 Minuten, FSK: 12
Regie: Denis Villeneuve
Genre: Science-Fiction | Mystery
Darsteller: Amy Adams, Jeremy Renner, Forest Whitaker, uvm.


Für Fans von:

Signs, Krieg der Welten, Independence Day


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: von 10
moviepilot.de: 7.8 von 10
Filmstarts.de: 3.9 von 5


Auszeichnungen:

  • Eine Auszeichnung bei den National Board Review Awards.
  • Eine Oscar-Auszeichnung für den besten Tonschnitt.
  • Acht Oscar-Nominierungen.



Weitere Filme von Denis Villeneuve:

2010: Die Frau die singt – Incendies
2013: Prisoners
2013: Enemy
2015: Sicario