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schlechtärgerlichschwachnicht besondersgeht soganz gutsehenswertausgezeichnetherausragendLieblingsfilm 7,67 von 10 (6x bewertet)
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Witwer Ali überredet die Prostituierte Yeter, seine Lebensgefährtin zu werden. Nach anfänglicher Harmonie wird Ali gewalttätig und vertreibt damit nicht zuletzt seinen Sohn Nejat (Baki Davrak), der letztlich in die Türkei reist, um Yeters Angehörige aufzuspüren. Indessen muss Aktivistin Ayten (Nurgül Yesilcay) aus der Türkei flüchten und kommt in Hamburg unter. Dort trifft sie auf Studentin Lotte und ihre Mutter Susanne (Hanna Schygulla), die sie in ihrer Wohnung aufnehmen. Doch bald werden die deutschen Behörden auf Ayten aufmerksam und eine Kettenreaktion kommt in Gang, die alle Schicksale miteinander verknüpft.

Warum ihr diesen Film sehen solltet

Im Jahre 2004 katapultierte sich Regisseur Fatih Akin mit „Gegen die Wand“ in die Spitzengruppe des europäischen Kinos, wo er bis zum heutigen Tage zu den wenigen Aushängeschildern der deutschen Filmlandschaft gehört. Dabei gehört nicht zuletzt eine gewisse Vielseitigkeit zu Akins ausgeprägtesten Stärken. Nach dem verspielten Sommerhit „Im Juli“, dem Halb-Epos „Solino“ und der düsteren Figuren-Analyse in „Gegen die Wand“ kommt „Auf der anderen Seite“ im Gewand eines Episodenfilms daher. Dabei verbinden sich die einzelnen Handlungsstränge im Verlauf zu einer großen, zusammenhängenden Geschichte, die nach und nach ihre Verknüpfungsdetails offenbart. Dabei stehen zwei zentrale Themen Akins abermals im Mittelpunkt: Nämlich die kulturellen Unterschiede (und Gemeinsamkeiten) von Deutschland und der Türkei sowie die Auswirkungen von Tod, Trauer und Verzweiflung. Im Gegensatz zu Akins Frühwerken geht es nach „Gegen die Wand“ also auch in „Auf der anderen Seite“ durchaus ernst zur Sache.

Allenfalls finden sich ironische Anspielungen auf das deutsch-türkische Verhältnis, ohne dabei allerdings politische Auswüchse zu erlangen. So definiert sich der Film als breit angelegte Charakterstudie, die sich über mehrere Figuren, Generation und Länder erstreckt. In seinen besten Momenten übertrifft Akin dabei sogar die emotionalen Verwicklungen aus „Gegen die Wand“ und bietet mit dem Mittelteil seiner „Liebe, Tod und Teufel“-Trilogie seinen bis hierhin ausgereiftesten Film. Wir sagen: Ein Muss für alle Cineasten!


Daten:

DE/TR 2007, 122 Minuten, FSK: 12
Regie: Fatih Akin
Genre: Drama
Darsteller: Nurgül Yesilçay, Baki Davrak, Tuncel Kurtiz, uvm.


Für Fans von:

Gegen die Wand, Halbe Treppe


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: von 10
moviepilot.de: 7.6 von 10
Filmstarts.de: 4.5 von 5


Auszeichnungen:

  • Zwei Auszeichnungen bei den Internationale Filmfestspielen von Cannes 2007.
  • Eine Auszeichnung und eine Nominierung bei dem Europäischer Filmpreis 2007.
  • Vier Auszeichnungen und eine Nominierung bei dem Deutschen Filmpreis 2008.



Weitere Filme von Fatih Akin:

2008: Chiko
2009: Soul Kitchen
2009: Min dît
2011: Blutzbrüdaz
2014: The Cut
2016: Tschick