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Die Welt befindet sich im Jahr 2154 am Abgrund. Die Rohstoffe sind beinahe aufgebraucht und die Menschheit sucht nach neuen Versorgungsmöglichkeiten. Der Planet Pandora bietet reichhaltige Ressourcen, die ein Konzern abbauen will, um damit ein großes Geschäft zu machen. Allerdings lebt auf Pandora das Volk der Na’vi, die in enger Naturverbundenheit ein friedliches Dasein fristen. Um die Na’vi zu erforschen, soll Marine Jake Sully (Sam Worthington) mittels eines Avatars (ein Na’vi-Abbild seiner selbst) das Volk unterwandern. Doch als er die Na’vi-Schönheit Neytiri (Zoe Saldana) kennen lernt, ändert sich seine Sicht der Dinge.

Was ist nicht alles über „Avatar“ gesagt und geschrieben worden. Die einen ergötzten sich an den 3D-Effekten im Kino, die anderen ätzten über einen dünnen Plot und Alibi-Dialoge. Sicher ist, dass „Avatar“ bis hierhin der kommerziell erfolgreichste Film aller Zeiten ist und es vermutlich bis James Cameron in zehn Jahren etwas neues Außergewöhnliches am Start hat auch bleiben wird. Sicher ist ebenfalls, dass man durchaus seinen Spaß mit dem Film haben kann, solange man sich nur darauf einstellt, ein reines Popcorn-Movie vor sich zu haben. Denn „Avatar“ will vor allem visuell begeistern, den Zuschauer in eine selbst erfundene Welt entführen, in der das Publikum genauso nah dran an Flora und Fauna und späterem Boom und Bang sein kann, wie die Protagonisten selbst. Demnach ist das, was man im Kino vor Augen hat, auch weniger ein Film als ein visuelles Experiment, das völlig andere Maßstäbe voraussetzt als z.B. ein handelsübliches Drama. Hierfür gehört James Cameron eine Menge Respekt gezollt, da er für sich selbst und damit auch für das Publikum die Grenzen des Kinos neu definiert und somit nichts anderes vollbringt als z.B. die französischen Autorenfilmer Mitte des letzten Jahrhunderts. Natürlich bewegt sich Cameron mit seinen Visionen dabei in eine gänzlich verschiedene Richtung, dennoch – oder gerade deswegen – gehört „Avatar“ filmgeschichtlich zu den wirklich wichtigen Filmen der Neuzeit. Ob es einem schmeckt oder nicht.


Daten:

USA 2009, 161 Minuten, FSK: 12
Regie: James Cameron
Genre: Action | Abenteuer | Science Fiction
Darsteller: Sam Worthington, Zoë Saldaña, Sigourney Weaver, uvm.


Für Fans von:

Inception, Das fünfte Element, Matrix


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 8,5 von 10
moviepilot.de: 7,1 von 10
Filmstarts.de: 7 von 10


Filmzitate:

„Wenn es eine Hölle gibt, würden sie nach dem Aufenthalt auf Pandora, dort wahrscheinlich Urlaub machen wollen“

„Der Reichtum dieser Welt liegt nicht in der Erde, er umgibt uns überall“

„Alles ist verkehrt rum. Da draußen ist die wirkliche Welt und das hier drin ist der Traum“



Auszeichnungen

  • Oscarverleihung 2010: 3 Oscars (Bestes Szenenbild, Beste Kamera, Beste visuelle Effekte) sowie 6 weitere Nominierungen
  • weitere Auszeichnungen auf Wikipedia.de



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auf DVD oder Blu-Ray


Weitere Filme von James Cameron (Auszug):

1997: Titanic
2002: Dark Angel
2003: Geister der Titanic
2005: Aliens der Meere