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Die kleine Hushpuppy (Quvenzhané Wallis) und ihr Vater Wink (Dwight Henry) leben gemeinsam mit wenigen naturverbundenen Einwohnern in einer ärmlichen Siedlung innerhalb des Sumpfgebietes von Louisiana. In der Schule erfährt das Mädchen von der Legende der ausgestorbenen Auerochsen sowie vom beginnenden Klimawandel und träumt fortan von den wilden Tieren, die durch eine Wasserlandschaft pflügen. Bald zieht tatsächlich ein Sturm auf, der die heimische Sumpflandschaft überflutet. Hushpuppy und der mittlerweile kranke Wink müssen sich in Sicherheit bringen und steigen in ihr kaum seetüchtiges Boot.

Warum ihr diesen Film sehen solltet

Auch wenn sich die vermeintlich offenkundigen Gemeinsamkeiten in Grenzen halten, erinnert „Beasts of the Southern Wild“ in mancherlei Hinsicht an Guillermo del Toros Meisterwerk „Pans Labyrinth“, das seine Geschichte ebenfalls durch die Augen eines kleinen Mädchens filtert und damit ungewohnte Perspektiven eröffnet. Und wie einst del Toro kann sich Regisseur Benh Zeitlin dabei in jeder einzelnen Minute auf seine Jungschauspielerin verlassen. Was Quvenzhané Wallis auf die Leinwand zaubert, ist nämlich schlichtweg atemberaubend. Allein das rührende Zusammenspiel mit Filmvater Dwight Henry macht „Beasts of the Southern Wild“ zu einem außergewöhnlichen Filmerlebnis und dürfte selbst hartgesottenen Filmfans in den besten Momenten zu Herzen gehen. Auf pathetische Sentimentalitäten baut Zeitlin indes allerdings nicht.

Vielmehr entwickelt der Film mit zunehmender Spieldauer (im Wortsinn) fabelhafte Züge und positioniert sich letztlich zwischen eben „Pans Labyrinth“ und Ang Lees „Life of Pi“. Die schier magisch anmutende Zurückhaltung, mit der Zeitlin seine Geschichte erzählt, ist allerdings die eigentliche Stärke von „Beasts of the Southern Wild“. Bei allen fantastischen Anwandlungen gerät der Film nämlich zu keinem Zeitpunkt aus der Spur und hält sich scheinbar spielerisch fern von jeglichem Hollywood-Kitsch. Cineasten können sich demnach mit „Beasts of the Southern Wild“ auf ein echtes Film-Wunder freuen.

Fun-Fact: Quvenzhané Wallis erhielt im Jahre 2013 für ihre famose Darstellung eine Oscar-Nominierung als beste Hauptdarstellerin und ist damit die jüngste Nominierte in der Geschichte der Awards.


Daten:

USA 2012, 93 Minuten, FSK: 12
Regie: Benh Zeitlin
Genre: Drama | Fantasy
Darsteller: Quvenzhané Wallis, Dwight Henry, Levy Easterly, uvm.


Für Fans von:

The Tree of Life, Moonrise Kingdom, Hugo Cabret


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 7,3 von 10
moviepilot.de: 7,2 von 10
Filmstarts.de: 4,5 von 5


Auszeichnungen:

  • Großer Preis der Jury bei dem Sundance Film Festival 2012
  • Drei Auszeichnungen beim Filmfestival von Cannes 2012
  • Vier Nominierungen für den Oscar 2013



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Weitere Filme von Benh Zeitlin:

2005: Egg (Kurzfilm)
2006: The Origins of Electricity (Kurzfilm)
2008: Glory at Sea (Kurzfilm)