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Uxbal (Javier Bardem) lebt als alleinerziehender Vater gemeinsam mit seinen zwei Söhnen in einer kleinen Wohnung in Barcelona. Er hält sich mit illegalen Geschäften über Wasser und versucht, seinen Kindern eine bessere Zukunft zu ermöglichen. Doch das Schicksal hat andere Pläne für ihn vorgesehen. Als bei ihm Krebs im fortgeschrittenen Stadium festgestellt wird, entschließt er sich, die Behandlung abzubrechen, um in den letzten Wochen seines Lebens soviel Geld wie möglich für seine Kinder zu verdienen. Doch seine kriminellen Kontaktmänner stehen bei der Polizei bereits auf der Abschussliste.

Warum ihr diesen Film sehen solltet

Ein Blick in die Filmografie von Regisseur Alejandro González Iñárritu verrät, dass sich der mexikanische Filmemacher eher nur am Rande für Gute-Laune-Kino ohne Sinn und Verstand interessiert. Filme wie „Amores Perros“ oder „21 Gramm“ gehören schließlich zu den mehr existenziell-düsteren Produktionen des vergangenen Filmjahrzehnts und dürften so manchen unbedarften Cineasten bis in Mark erschüttert haben. Dass es sich bei „Biutiful“ um keine augenzwinkernde Tragikomödie handelt, die heute gesehen wird und morgen bereits vergessen ist, versteht sich daher von selbst. Es scheint vielmehr danach, als verspüre Iñárritu mit wachsender Reife noch inständiger den Drang, sich den unmittelbaren Albträumen des urbanen Individuums zu nähern. Denn während sich seine früheren Werke wenig zurückhaltend um sozialkritische Untertöne bemühten, erscheint „Biutiful“ als vorrangig emotional ausgerichteter Film, in dem allein der zunehmende und unabdingbare Zerfall des Protagonisten im Mittelpunkt steht.

Dabei beeindruckt der Film durch seine kompromisslose Härte, die durch das vielschichtige Spiel von Javier Bardem in aufgrund ihrer Heftigkeit schier kaum erträglichen Szenen zum Ausdruck gebracht wird. Cineasten, denen „Amores Perros“ oder „21 Gramm“ zu düster, zu schmutzig oder zu hart war, dürften daher mit „Biutiful“ ihr persönliches Waterloo erleben. Alle anderen können sich auf einen in visueller Hinsicht nicht untypischen Iñárritu-Film freuen, der bis an die Schmerzgrenze geht und in einigen Sequenzen vielleicht sogar ein wenig darüber hinaus.


Daten:

Mexiko, Spanien 2010, 148 Minuten, FSK: 16
Regie: Alejandro González Iñárritu
Genre: Drama
Darsteller: Javier Bardem, Maricel Álvarez, Eduard Fernàndez, uvm.


Für Fans von:

Amores Perros, Before Night Falls, 21 Gramm, Melancholia


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 7,4 von 10
moviepilot.de: 7,8 von 10
Filmstarts.de: 4,5 von 5


Filmzitat:

„Manchmal ist das Schicksal, wie ein Sandsturm, der unablässig die Richtung ändert. Du änderst deine Richtung aber der Sandstrum verfolgt dich. Du änderst wieder die Richtung und wieder folgt dir der Sturm. Immer und immer wieder“



Auszeichnungen:

  • Eine Nominierung bei den Oscars 2011
  • Nominiert für die Goldene Palme in der Kategorie Bester Film bei den Internationalen FilmFeststpielen von Cannes 2010
  • Acht Nominierungen bei dem spanischen Filmpreis Goya



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Weitere Filme von Alejandro González Iñárritu:

1996: El Timbre
2000: Amores Perros
2001: Powder Keg from The Hire
2002: 11’09″01 – September 11
2003: 21 Gramm
2006: Babel
2007: Chacun son cinéma ou …