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schlechtärgerlichschwachnicht besondersgeht soganz gutsehenswertausgezeichnetherausragendLieblingsfilm 7,54 von 10 (603x bewertet)
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Ballett-Tänzerin Nina (Natalie Portman) will mit der Hauptrolle in Tschaikowskis Schwanensee den großen Durchbruch schaffen. Doch Regisseur Leroy (Vincent Cassel) zweifelt daran, dass sie die Doppelrolle des weißen und schwarzen Schwans tatsächlich bewältigen kann. Nina überzeugt ihn letztendlich von ihrer Qualität und freundet sich mit der neuen Tänzerin Lily (Mila Kunis) an. Nach und nach beginnen Nina düstere Visionen zu quälen, die sie zunehmend paranoid werden lassen. Bald ist sie davon überzeugt, Lily wolle ihr die Hauptrolle wegnehmen. Am Abend der Premiere kommt es schließlich zum offenen Streit.

Warum ihr diesen Film sehen solltet

Anfang des Jahrtausends galt Regisseur Darren Aronofsky noch als Geheimtipp unter den Independent-Filmschaffenden. Mit seinem ersten Spielfilm „Pi“ hatte er kundige Cineasten aufmerksam werden lassen, nur um zwei Jahre später mit „Requiem for a Dream“ so richtig für Furore zu sorgen. Nach dem etwas überfrachteten „The Fountain“ katapultierte er sich mit „The Wrestler“ und „Black Swan“ endgültig in die erste Riege ernstzunehmender Hollywood-Regisseure. Dabei nimmt „Black Swan“ einen besonderen Stellenwert in der Filmografie Aronofskys ein. Denn kein anderer seiner Filme unternimmt einen derart gewagten Spagat zwischen Independent- und Mainstream-Kino. Denn ähnlich wie in „The Wrestler“ vermittelt insbesondere die Kamera-Arbeit nicht den Eindruck, als handele es sich um eine typische Hollywood-Produktion.

Der namhafte Cast und die Aufmerksamkeit, die das Werk u. a. bei der Oscar-Verleihung 2011 erhielt, sprechen hingegen eine ganz andere Sprache. Der Erfolg sowohl bei eingefleischten Cineasten als auch Gelegenheits-Kinogängern beweist dabei, dass „Black Swan“ beinahe alles richtig macht und den Spagat damit womöglich besser beherrscht als die für ihre Leistung mit einem Oscar prämierte Natalie Portman.

Obwohl die düstere Metamorphose einer psychisch inkonstanten Ballett-Tänzerin letztendlich wohl nicht als Meilenstein in die Filmgeschichte eingehen wird, gehört „Black Swan“ fraglos zu den interessantesten Filmen der letzten Jahre. Und angesichts der bisherigen Filmografie des Darren Aronofsky wird wohl so gut wie jeder Cineast darauf gespannt sein, welche Projekte der neue Stern am Hollywood-Himmel zukünftig in Angriff nehmen wird.


Daten:

USA 2010, 103 Minuten, FSK: 16
Regie: Darren Aronofsky
Genre: Drama | Mystery | Thriller
Darsteller: Natalie Portman, Mila Kunis, Vincent Cassel, uvm.


Für Fans von:

Match Point, A Single Man, Burlesque


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 8,5 von 10
moviepilot.de: 7,0 von 10
Filmstarts.de: 4 von 5


Filmzitate:

„Der einzige Mensch, der dir im Weg steht bist du.“

„Perfektion ist nicht nur eine Frage der Kontrolle, sondern auch des Fallen lassens.“

„Letzte Nacht hatte ich einen verrückten Traum. Von einem Mädchen, dass in einen Schwan verwandelt wird. Nur die Liebe kann den Fluch brechen, aber ihr Prinz verliebt sich in eine andere und sie nimmt sich das Leben.“



Auszeichnungen:

  • Oscarverleihung 2011: Auszeichnung in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin (Natalie Portman)
  • Independent Spirit Awards 2011: Auszeichnung in den Kategorien Bester Film, Beste Regie, Beste Hauptdarstellerin und Beste Kamera
  • BAFTA-Film-Award und Golden Globe 2011: Jeweils ausgezeichnet in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin (Natalie Portman)



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Weitere Filme von Darren Aronofsky:

1998: Pi
2000: Requiem for a Dream
2006: The Fountain
2008: The Wrestler