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Userwertung:

schlechtärgerlichschwachnicht besondersgeht soganz gutsehenswertausgezeichnetherausragendLieblingsfilm 7,59 von 10 (175x bewertet)
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AbbitteMitte der 1930er Jahre hegen die gutsituierte Cecilia (Keira Knightley) und Haushältersohn Robbie (James McAvoy) zärtliche Gefühle füreinander. Unter den argwöhnischen Blicken von Cecilias Schwester Briony kommt es schließlich zu schicksalhaften Verwicklungen. Nach der Vergewaltigung eines auf dem Anwesen ansässigen Mädchens beschuldigt Briony Robbie der Tat und sorgt dafür, dass dieser für Jahre ins Gefängnis gesteckt wird. Erst bei Ausbruch des Zweiten Weltkrieges gelangt er wieder in Freiheit und feiert als Soldat ein Wiedersehen mit Cecilia. Die beiden beschließen, ihrer Liebe eine zweite Chance zu geben.

Gehörten episch angelegte Melodramen etwa in den 1950er Jahren zum guten Hollywood-Ton dazu, ist das Genre über die Jahrzehnte hinweg zunehmend in den Hintergrund getreten. Als Regisseur Joe Wright im Jahre 2007 mit „Abbitte“ um die Ecke bog, mussten sich Cineasten und Kritiker daher erst einmal gehörig die Augen reiben. Als über mehrere Jahrzehnte tragisch angelegte Liebesgeschichte lehnt sich das britische Drama nämlich mit anderthalb Schultern an die filmischen Vorbilder aus der Mitte des vergangenen Jahrhunderts an, geht aber dennoch nicht als altmodisches Melodram durch. Dank der modernen Inszenierung und der durch Rückblenden dynamisch konzipierten Dramaturgie wirkt Wrights Film zu keinem Zeitpunkt antiquiert und vereint so die Vorzüge eines in Vergessenheit geratenes Genres mit den Mitteln moderner Filmsprache. Dass Knightley und McAvoy auf einer Welle funken und der schicksalhaften Liebesbeziehung die nötige Tiefe verleihen, ist letztlich aber das entscheidende Ass im Ärmel von „Abbitte“. Denn dank der authentisch transportierten Emotionen kann der Film überhaupt erst seine außerordentliche Qualität entwickeln, die sowohl eher konservativ sinnende Cineasten als auch moderne Kino-Fans auf entsprechend hohem Niveau zu Tränen rühren dürfte.

Galt Keira Knightley gerade zu Beginn ihrer internationalen Karriere noch als eine auf ihr Äußeres reduzierte Jung-Schauspielerin unter vielen, hat sich die in England geborene Mimin mittlerweile in einer der vorderen Reihen ernstzunehmender Charakter-Darstellerinnen etabliert. Und über Nachwuchs in dieser Kategorie dürfte sich wohl kein Cineasten ernsthaft beschweren wollen.


Daten:

Vereinigtes Königreich 2007, 118 Minuten, FSK: 12
Regie: Joe Wright
Genre: Drama | Mystery | Romance | War
Darsteller: Keira Knightley, James McAvoy, Saoirse Ronan, uvm.


Für Fans von:

Stolz und Vorurteil, An Education, Der fremde Sohn


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 7,8 von 10
moviepilot.de: 7,1 von 10
Filmstarts.de: 4,5 von 5


Filmzitate:

„Es tut mir furchtbar Leid, welch schrecklichen Kummer ich euch zugefügt hab.“

„Wie alt muss man sein, um zwischen Richtig und Falsch unterscheiden zu können?“



Auszeichnungen:

  • Sieben Nominierungen bei den Golden Globe Awards 2008
  • Eine Auszeichnung und vier weitere Nominierungen bei den Satellite Awards 2007
  • Bester Darsteller und die Filmmusik bei dem Europäischen Filmpreis 2008



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Weitere Filme von Joe Wright:

2005: Stolz und Vorurteil
2009: Der Solist
2011: Wer ist Hanna?
2012: Anna Karenina