Userwertung:

schlechtärgerlichschwachnicht besondersgeht soganz gutsehenswertausgezeichnetherausragendLieblingsfilm 8,36 von 10 (1.147x bewertet)
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Dänemark. Der Apfel blüht, es wird Sommer. Der stramme aber aufmüpfige Hitler-Verehrer Adam trifft auf den gutmütigen Dorfpfarrer Ivan. Adam soll resozialisiert werden, und das gerade in einer mehr als komischen Gemeinschaft aus Verrückten und Sündern. Noch niemand ahnt: Was mit einer blutigen Nase beginnt, wird in einem Desaster enden. „Dänische Delikatessen”-Regisseur Anders Thomas Jensen, ein Junger unter den großen Filmdänen, reißt sich dreist los vom Dogma des Dogma und dreht die eigenen Filme in bunten, lustigen Farben.

Natürlich, Skandinavien ist auch in seinen Werken nicht weit, „Adams Äpfel” ist nämlich trotz einigen Lachern ein trauriges, jedoch hoffnungsvolles Statement ans menschliche Schicksal. Allerdings, im Gegensatz zu von Triers („Dogville“) oder Vinterbergs („Das Fest“) schaurigen Lebensdramen, ist diesem Film nicht die Munterkeit flöten gegangen. So können Jensens Charaktere trotz gebrochener Knochen immer noch lachen, und wenn nicht sie, dann zumindest der Zuschauer. Wiederum vergeudet er nicht sein Talent mit seichten Resozialisierungsdramen, sondern lässt die Figuren, Adam, der den Pfarrer gern fast tot prügelt, oder Vergewaltiger Nicolas, der, angesichts der weiblichen Präsenz um sich herum, droht, rückfällig zu werden, durch ihre ausgelebten Schwächen an Tiefe gewinnen. Zum Schluss wartet ein Apfelkuchen als Belohnung, und danach schmeckt auch der Film. „Adams Äpfel” bietet uns kein Bekenntnis an das Gute im Menschen – sondern an das Menschliche. Das macht ihn so herrlich unsentimental und aufrichtig.


Daten:

Dänemark 2005, Länge: 94 Minuten, FSK: 16
Regie: Anders Thomas Jensen
Genre: schwarze Komödie | Krimi | Drama
Darsteller: Ulrich Thomsen, Mads Mikkelsen, Nikolaj Lie Kaas, uvm.


Für Fans von:

Wo ist Fred?, Solino, Der Mondmann


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb.de: 7,8 von 10
moviepilot.de: 7,3 von 10
Filmstarts.de: 4 von 5


Filmzitate:

„Das is ’n Apfelkuchen, alles klar?“

„Mein Handy und Geldbeutel oder ich polier dir die Fresse.“

„Ich finde du solltest überall Plakate aufhängen: Strickmützen tragen verboten!“



Auszeichnungen:

  • Publikumspreis beim Neuchâtel International Fantastic Film Festival 2006
  • Nominiert für den Europäischen Filmpreis 2005/ 2006 in zwei Kategorien



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auf DVD oder Blu-Ray


Weitere Filme von Anders Thomas Jensen:

2000: Flickering Lights
2003: Dänische Delikatessen