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schlechtärgerlichschwachnicht besondersgeht soganz gutsehenswertausgezeichnetherausragendLieblingsfilm 7,38 von 10 (910x bewertet)
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Der seltsame Fall des Benjamin ButtonDer Film erzählt die Lebensgeschichte von Benjamin Button (Brad Pitt), der bei seiner Geburt äußerlich ein Greis ist und Zeit seines Lebens immer jünger wird. Lebt er die ersten Jahre als Findelkind in einem Altenpflegeheim, eröffnet sich ihm durch das Erbe seines Vaters in späterer Zeit die Möglichkeit, in der Welt herumzureisen. Doch Mittelpunkt seines Lebens bleibt Daisy, die er einst als Kind im Pflegeheim kennen lernte. Doch da Daisy wie ein normaler Mensch altert, bleiben dem Paar nur wenige Jahre glücklicher Zweisamkeit.

Ließ sich Regisseur David Fincher nach dem eher durchschnittlichen „Panic Room“ (2002) mit „Zodiac“ ganze fünf Jahre Zeit für seinen nächsten Film, entstand „Der seltsame Fall des Benjamin Butten“ bereits ein Jahr nach Jake Gyllenhaals aufreibender Serienkiller-Jagd. Ein Schnellschuss ist das Werk über die ungewöhnliche Lebensgeschichte des Benjamin Button aber bei weitem nicht. Vielmehr mutet der Film wie ein Mammut-Projekt an, auf das sich etwa ein Stanley Kubrick sein ganzes Leben vorbereitet hätte. Trotz aufwendiger CGIEffekte, die es ermöglichen, dass Brad Pitt seiner Figur zu jeder Lebensphase sein Gesicht leihen kann, breitet Fincher das Leben seines Protagonisten in konservativer Art und Weise aus. Und mit knapp 170 Minuten Spielzeit nimmt er sich darüber hinaus alle Zeit, die es braucht, um ein Leben von Anfang bis Ende (oder umgekehrt) glaubwürdig zu skizzieren. In jedem Falle gehört „Der seltsame Fall des Benjamin Button“ zu den wirklich sehenswerten Filmen der letzten Jahre – das müssen selbst Pitt-Verächter neidlos anerkennen.

Drehen sich die Fincher-Kultfilme „Sieben“ und „Fight Club“ um das düstere Innenleben fatalistischer Existenzen, definiert sich „Der seltsame Fall des Benjamin Button“ vor allem durch seine melancholische, zum Scheitern verurteilte Liebesbeziehung, die dem Zuschauer zu Herzen gehen soll. Doch geschickt umschifft der Film die Gefahren von allzu schmalziger Rührseligkeit und ist mit Leichtigkeit das, was so viele Cineasten bereits seit vielen Jahren gewohnt sind: ein exzellenter Film von David Fincher.


Daten:

USA 2008, 166 Minuten, FSK: 12
Regie: David Fincher
Genre: Drama | Fantasy | Mystery | Romanze
Darsteller: Cate Blanchett, Brad Pitt, Tilda Swinton, uvm.


Für Fans von:

Sieben Leben, Das Beste kommt zum Schluss, Babel


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 8,0 von 10
Filmstarts.de: 4 von 5
moviepilot.de: 7,0 von 10
moviemaze.de: 80 von 100%


Auszeichnungen:

  • Oscar in den Kategorien „Bestes Szenenbild“, „Bestes Make-Up“ und „Beste visuelle Effekte“
  • Austin Film Critics Association in der Kategorie „Beste Nebendarstellerin“
  • National Board of Review in der Kategorie „Beste Regie“ und „Bestes adaptiertes Drehbuch“
  • Image Award in der Kategorie „Beste Nebendarstellerin“



Zitate:

„Es ist völlig normal, dass die Menschen die wir lieben von uns gehen.Woher sollten wir sonst erfahren wie viel sie uns bedeuten?“

„Das Leben besteht aus Gelegenheiten, auch aus denen, die wir verpassen.“

„Seltsam, wie manchmal die Menschen, an die wir uns am wenigsten erinnern, uns am meisten geprägt haben.“

„Jeder Mensch fühlt sich mal anders, mal so, dann wieder so. Aber wir gehen alle in die selbe Richtung.“



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Weitere Filme von David Fincher:

1992: Alien 3
1995: Sieben
1997: The Game
1999: Fight Club
2002: Panic Room
2007: Zodiac – Die Spur des Killers
2008: Der seltsame Fall des Benjamin Button
2010: The Social Network
2011: Verblendung


Weitere Filme mit:

Brad Pitt


Trailer zum Film: