Die Karte meiner Träume

schlechtärgerlichschwachnicht besondersgeht soganz gutsehenswertausgezeichnetherausragendLieblingsfilm 7,78 von 10 (46x bewertet)
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Wunderkind T.S. Spivet (Kyle Catlett) hat es nicht leicht. Während sein Vater sich für einen waschechten Cowboy hält, verbringt seine Mutter die meiste Zeit damit, Insekten zu erforschen. Als er für eine seiner Erfindungen in Washington geehrt werden soll, macht er sich kurzentschlossen alleine auf den Weg. Als blinder Passagier auf einem Güterzug trifft er auf so machen kuriosen Charakter. Zudem muss er sich vor dem Sicherheitspersonal in Acht nehmen. Doch T.S. versteht, von seinen Bekanntschaften zu lernen, und lässt sich nicht entmutigen, sich bis Washington durchzuschlagen.

Cool und staubig durch endlose Weiten, auf dem Rasenmäher, auf dem Motorrad, zu Fuß, auf dem Weg zu fragwürdigen Begegnungen mit dem Freund, Cousin oder einfach nur dem Briefkumpel. Kaum ein Genre hat derart viele Nuancen zu bieten wie das auf den ersten Blick eigentlich so eng gefasste Road-Movie. Klar in jedem Fall ist: Die Protagonisten wollen von A nach B. Und: Der Weg ist das eigentliche Ziel. Alles weitere bleibt der Fantasie des Drehbuches überlassen. Oder wie im Falle von „Die Karte meiner Träume“: der Literaturvorlage. Der Film von Jean-Pierre Jeunet basiert nämlich auf dem Roman von Reif Larsen und wird dem Bestseller in jeglicher Hinsicht gerecht. Wie bereits von „Die fabelhafte Welt der Amélie“ gewohnt, lässt Jeunet seinen jungen Protagonisten in einer an Märchen erinnernden Umwelt seine Abenteuer erleben und entwickelt in den besten Momenten geradezu traumhafte Bilderwelten. Dabei richtet sich der Film nicht allein an Kinder, sondern vielmehr an das Kind in jedem Cineasten und kommt nicht zufällig im Gewand des anspruchsvollen Familienfilms daher. Für bloßen Klamauk ist sich Jeunet bekanntlich viele zu schade. So funktioniert „Die Karte meiner Träume“ vornehmlich als Fantasie-Road-Movie mit Coming-of-Age-Elementen, ohne sich dabei im Schnickschnack der Genre-Eigenheiten zu verlieren. Wir können den Film daher nur jedem Kino-Fan ans Herz legen, der sich nicht zu alt für eine wundersame Reise fühlt, die geradewegs in die Welt bester Familien-Unterhaltung führt.


Daten:

FR/CA 2013, 105 Minuten, FSK: 0
Regie: Jean-Pierre Jeunet
Genre: Action | Abenteuer | Drama | Familie
Darsteller: Kyle Catlett, Helena Bonham Carter, Robert Maillet, uvm.


Für Fans von:

Big Fish, Life of Pi, Hugo Cabret


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 7.1 von 10
moviepilot.de: 7.2 von 10
Filmstarts.de: 4.0 von 5


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Weitere Filme von Jean-Pierre Jeunet (Auszug):

2001: Die fabelhafte Welt der Amélie
2004: Mathilde – Eine große Liebe
2009: Micmacs – Uns gehört Paris!


Trailer zum Film (deutsch):

Die Karte Meiner Träume – Trailer (deutsch/german – HD)

Kommentare zu Die Karte meiner Träume

Ein Kommentar bisher. Sag auch was dazu!


  1. globe193 am 25. Dezember 2015 12:04

    Der Film ist süss gemacht. Kameraführung und Regie haben mich des öfteren an einen Kinderfilm erinnert. Auch Story und Dialoge entwickeln sich kaum über dieses „Niveau“ hinaus. Ein sehenswerter Film für die ganze Familie 😉

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