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Userwertung:

schlechtärgerlichschwachnicht besondersgeht soganz gutsehenswertausgezeichnetherausragendLieblingsfilm 8,38 von 10 (640x bewertet)
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Django (Jamie Foxx) fristet ein trauriges Dasein als Sklave. Schließlich wird er von Dr. King Schultz (Christoph Waltz) befreit. Als Gegenleistung unterstützt Django den deutschstämmigen Schultz dabei, eine Gangsterbande auf der Farm von Big Daddy (Don Johnson) hochzunehmen. Während die beiden den Zorn von Big Daddy auf sich ziehen, versucht Django, seine Ehefrau Broomhilda ausfindig zu machen. Es stellt sich heraus, dass sie als Sklavin auf der Plantage von Großgrundbesitzer Candie (Leonardo DiCaprio) arbeiten muss. Django und Schultz machen sich auf den Weg, Broomhilda zu befreien.

Zunächst einmal eine gute Nachricht für Gelegenheitscineasten: Man muss sich weder mit Italowestern, der Blaxploitation-Bewegung oder Tarantinos Vorliebe für „Motiv-Plünderung“ auskennen, um mit „Django Unchained“ große Freude haben zu können. Der wilde Ritt durch den amerikanischen Süd-Westen könnte unterhaltsamer nämlich nicht sein und bietet Tarantino-typische Coolness und Kurzweiligkeit. So richtig an Gewicht gewinnt der Nachfolger von „Inglourious Basterds“ allerdings erst, wenn Querverweise auf Corbucci, Sollima und Co. erkannt und in Verbindung mit Klassikern des Blaxploitation-Kinos gesetzt werden. Im Vergleich mit dem eher eigenständigen „Inglourious Basterds“ zündet Tarantino in „Django Unchained“ nämlich ein einziges Zitat-Feuerwerk, das selbst im bekanntlich zitatfreudigen Gesamtwerk des Regie-Titanen eine Ausnahmestellung einnimmt. Beinahe jede einzelne Szene (inklusive Film-Musik), beinahe jede einzelne Figur positioniert sich als Hommage und zaubert eingeweihten Cineasten ein wissendes Lächeln ins Gesicht. In diesem Sinne muss „Django Unchained“ vielleicht sogar als Tarantinos bis hierhin ambitioniertestes Werk gelten. Angesichts der unzähligen, zumeist großartig inszenierten Anspielungen einen in sich geschlossenen, stimmig funktionierenden Film auf die Beine zu stellen, bedeutet schließlich eine Qualität, die mehr als beeindruckend anmutet. Letztlich ist „Django Unchained“ nämlich keine bloße Aneinanderreihung von Film-Zitaten, sondern ein ungemein sehenswerter (und fantastisch besetzter!) Western, der Corbucci, Sollima und Co. ganz nebenbei ein (längst überfälliges) Denkmal für die Ewigkeit setzt. Gelegenheitscineasten wie Italowestern-Fans können sich demnach auf einen ganz großen Film freuen. Denn auch wenn „Pulp Fiction“ so langsam Staub ansetzt: Tarantino hat es immer noch drauf!


Daten:

USA 2012, 165 Minuten, FSK: 16
Regie: Quentin Tarantino
Genre: Abenteuer | Krimi | Drama | Western
Darsteller: Jamie Foxx, Leonardo DiCaprio, Kerry Washington, uvm.


Für Fans von:

Dead Man, True Grit, Erbarmungslos


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 8,6 von 10
moviepilot.de: 7,4 von 10
Filmstarts.de: 4,0 von 5
moviemaze.de: 84 von 100%


Filmzitate:

„Django! Ich hatte keine Ahnung, dass du ein verheirateter Mann bist. Glauben viele Sklaven an die Ehe?“

„Gott sei’s geklagt. Dann müssen wir jetzt unser Bier selbst zapfen.“

„Kommen sie zu uns. Wir haben gerade einen Kampf laufen. Das ist ein hübscher Spass.“



Auszeichnungen:

  • Bester Nebendarsteller beim National Board of Review Award 2012
  • Zwei Auszeichnungen bei den Golden Globe Awards 2012
  • Zwei Preise bei der Oscarverleihung 2013



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Weitere Filme von Quentin Tarantino:

1992: Reservoir Dogs – Wilde Hunde
1994: Pulp Fiction
1995: Four Rooms
1997: Jackie Brown
2003: Kill Bill – Volume 1
2004: Kill Bill – Volume 2
2007: Death Proof – Todsicher
2009: Inglourious Basterds
2012: Django Unchained