Eine Leiche zum Dessert

schlechtärgerlichschwachnicht besondersgeht soganz gutsehenswertausgezeichnetherausragendLieblingsfilm 7,96 von 10 (206x bewertet)
Loading...

Eine Leiche zum DessertLionel Twain (Truman Capote) lädt die fünf besten Detektive der Welt (u. a. Peter Falk und Peter Sellers) in sein Schloss ein. Twain erklärt seinen Gästen, dass der Detektiv, der den im Schloss geschehenen Mord aufklärt, eine Prämie von einer Million Dollar erhält und damit zum alleinigen Meister-Schnüffler emporsteigt. Doch im Schloss geschehen sonderbare Dinge, welche die Ermittlungen erschweren und die Detektive sich bald untereinander verdächtigen lassen. Letztendlich glaubt jeder, den Täter ausfindig gemacht zu haben – doch die Detektive haben etwas übersehen.

„Eine Leiche zum Dessert“ gehört zu den skurril-witzigsten Satiren überhaupt, was es umso mehr zu einer Schande macht, dass der Film von Robert Moore über die Jahre hinweg etwas in Vergessenheit geraten ist. Mit einer Vielzahl von mal brachialen, mal unterschwelligen Seitenhieben auf die Allwissenheit von Miss Marple und Co. schreckt der Film in Person von Sam Diamond (Falk) auch nicht vor aberwitzigen Schenkelklopfern zurück. Diamond hat nämlich immer einen fiesen Spruch auf Lager, der den Zuschauer gerade zu Beginn des Films in wahre Lachanfälle stürzt. Wer darüber hinaus den Noir-Krimi „Die Spur des Falken“ gesehen hat, dessen Protagonist Ziel der Diamond-Parodie ist, wird zudem mit einigen Insider-Gags belohnt. Doch auch ohne Vorwissen über Krimi-Größen und Hardboiled-Detektive bringt „Eine Leiche zum Dessert“ eine Menge Spaß. Nicht zuletzt sorgt nämlich der groteske Auftritt von Schriftsteller Truman Capote für Staunen, der sich als gespenstiger Lionel Twain gebührend in Szene setzt und sich ganz nebenbei als Tatsachenroman-Autor über die oftmals paradoxe Arbeitsweise der fiktiven Detektive echauffiert.

Wer über geistreichen Wortwitz und absurde Figuren lachen kann, der wird mit „Eine Leiche zum Dessert“ seine helle Freude haben. Wer darüber hinaus noch etwas für die Seitenhiebe auf Krimi- und Noir-Filme übrig hat, der wird unversehens der Meinung erliegen, dass es an der Zeit wäre, der Filme bekäme endlich die Aufmerksamkeit, die er zweifellos verdient.


Daten:

USA 1976, 95 Minuten, FSK: 12
Regie: Robert Moore
Genre: Komödie | Mystery | Thriller | Krimi
Darsteller: Eileen Brennan, Truman Capote, James Coco, uvm.

Für Fans von:

Das Fenster zum Hof, Mord im Orient Express, Alle Mörder sind schon da


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 7,3 von 10
Filmstarts.de: 5 von 5
moviepilot.de: 7,9 von 10

Filmzitate:

„Ein blinder Butler.“ – „Lass ihn bloß nicht den Wagen parken, Dicky!“

„Wurde jetzt jemand getötet, oder nicht?“

„Ich habe solche Angst Sam, bitte halt mich fest!“ – „Halt dich alleine fest, ich hab zu tun!“

„Das geile alte Stück fummelt an meiner Handfläche rum!“



Eine Leiche zum Dessert bei Amazon:

Amazon auf DVD oder Blu-Ray


Weitere Filme von Robert Moore:

1974: Lorelei
1978: Der Schmalspurschnüffler
1979: Chapter Two
1982: Woman of the Year


Filmausschnitt (deutsch):

Kommentare zu Eine Leiche zum Dessert

Wie hat dir der Film gefallen?





Kommentare abonnieren ohne selbst einen Kommentar abzugeben: