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schlechtärgerlichschwachnicht besondersgeht soganz gutsehenswertausgezeichnetherausragendLieblingsfilm 7,78 von 10 (536x bewertet)
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EquilibriumNach dem dritten Weltkrieg wird mit Hilfe des Medikaments Prozium versucht, die menschlichen Emotionen zu unterdrücken, die als Ursache für das Böse in der Welt angesehen werden. In der totalitär regierten Stadt Librias gehört John Preston (Christian Bale) den sog. Grammaton-Klerikern an, die sich auf die Jagd nach Rebellen begeben, welche sich gegen die Einnahme von Prozium wehren und die Regierung stürzen wollen. Als es eines Tages dazu kommt, dass Preston seine Dosis Prozium nicht einnehmen kann, kommt er mit der Rebellenführung in Kontakt – und schließt sich ihnen an.

Werke, die dem geneigten Cineasten angesichts der Inhaltsangabe von „Equilibrium“ einfallen könnten: „Fahrenheit 451“, „1984“, „Brave New World“, „Matrix“, „Blade Runner“ und noch viele mehr. Und tatsächlich erscheint „Equilibrium“ auf den ersten Blick wie das Sammelsurium verschiedenster Ideen aus den berühmtesten Dystopien der Film- und Literaturgeschichte. Denn die Idee, dass sich der einstmalige Verfechter eines totalitären Regimes nach einem Aha-Moment auf die Seite der Aufständigen schlägt, ist schließlich bei weitem nicht neu. Doch im Gegensatz etwa zu Truffauts Vorgehensweise bei „Fahrenheit 451“ hat Regisseur Kurt Wimmer seinem Film eine gehörige Portion Action beigemischt, die „Equilibrium“ wesentlich mainstreamiger daherkommen lässt als viele vergleichbare Genre-Kollegen. Dass Wimmers eher leicht verdauliches Werk dennoch zu den düsteren Vertretern des Genres zählt, ist dabei der eigentliche Kniff des Films. Denn dank der gelungenen Mischung aus Actionszenen und dystopischen Elementen verliert „Equilibrium“ zu keinem Zeitpunkt seine Glaubwürdigkeit. In diesem Sinne muss man den Film als gelungene Genre-Variation verstehen, die sich ihren Vorbildern durchaus bewusst ist und damit ihre Existenzberechtigung erfährt.

Im Prinzip könnte es einfacher nicht sein: Wer Filme wie „1984“ mag und sich gleichzeitig an Actionsequenzen à la „Matrix“ erfreuen kann, der wird an „Equilibrium“ nichts auszusetzen haben. Wer hingegen eher den komplexeren Dystopien zugetan ist, der sollte sich ausführlich den genannten Klassikern widmen. Auswahl an sehenswerten Dystopien gibt es schließlich genug.


Daten:

USA 2002, 102 Minuten, FSK: 16
Regie: Kurt Wimmer
Genre: Action | Drama | Sci-Fi | Thriller
Darsteller: Christian Bale, Emily Watson, Taye Diggs, uvm.


Für Fans von:

Gattaca, V wie Vendetta, Die Insel


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 7,7 von 10
moviepilot.de: 6,4 von 10
Filmstarts.de: 4 von 5
moviemaze.de: 90 von 100%


Filmzitate:

„Es ist meine Aufgabe zu wissen, was du denkst!“

„Ich lebe, weil ich das Fortbestehen dieser Gesellschaft sichern möchte.“

„Der Spiegel ist illegal. Zerstört ihn!“

„Das erste, das ich über Gefühle lernte, das sie auch ihren Preis haben.“



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Weitere Filme von Kurt Wimmer:

1995: One Tough Bastard
2006: Ultraviolet


Weitere Filme mit:



Trailer zum Film (deutsch):