Actionfilme

Die besten Actionfilme

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Wer dachte, dass die Welle der Comic-Verfilmungen allmählich abebbt, hat die Rechnung ohne das Jahr 2016 gemacht. Mit „The First Avenger: Civil War“, „Batman v Superman: Dawn of Justice“, „X-Men: Apocalypse“ und „Deadpool“ stehen gleich vier Comic-Verfilmungen an der Spitze des Action-Jahres und weisen damit zielsicher in die Zukunft. Für 2017 steht schließlich bereits die eine oder andere Fortsetzung bekannter Comic-Reihen in den Startlöchern.

Darüber hinaus wird 2016 wohl kaum in die Geschichte des klassischen Action-Kinos eingehen. In der ersten Jahreshälfte etwa enttäuschte der einst hochgehandelte Alex Proyas („Dark City“, „I, Robot“) mit dem uninspirierten Action-Abenteuer „Gods of Egypt“ genauso wie Robert Schwentke mit seinem SciFi-Durchschnitt „Die Bestimmung – Allegiant“, in dem es allzu bedächtig zur Sache geht.

Aufstecken muss der geneigte Action-Fan aber dennoch nicht. In „Jason Bourne“ kehrt Matt Damon im August als gedächtnisloser Spezial-Agent auf die Kinoleinwand zurück und dürfte auch im vierten Teil der Reihe zur absoluten Hochform auflaufen. Mit Paul Greengrass sitzt dabei eine Genre-Größe abermals auf dem Regie-Stuhl und dürfte allen Action-Fans ordentlich einheizen.

Highlight des gesamten Action-Jahres könnte allerdings ein Western werden. Antoine Fuqua bringt Ende September sein gleichnamiges Remake von „Die glorreichen Sieben“ (natürlich mit Fuqua-Spezi Denzel Washington) in die Kinos und dürfte alle Chancen haben, das Genre ordentlich durchzuschütteln. Nach den eher psychologisch angelegten Neo-Western der letzten Jahre lechzt das Genre nämlich geradezu nach einem Action-Kracher. Es ist demnach nicht auszuschließen, dass 2016 trotz der Übermacht der Comic-Superhelden als jenes Jahr in die Filmgeschichte eingeht, in dem der Action-Western seine bleihaltige Wiederauferstehung erlebt.

Kein Actionfilm-Jahr ohne Comic-Verfilmung! „Avengers: Age of Ultron“ führt 2015 das Genre an und bietet ähnlich wie Vorgänger „Marvel’s The Avengers“ von 2012 hintersinnige Action-Unterhaltung. Mit über 140 Minuten Spielzeit gehört Joss Whedons modernes Meisterwerk zudem zu den epischsten Blockbustern des Jahres und bis heute zu den sehenswerten Vertretern der Comic-Zunft.

Dass es nicht immer DC oder Marvel sein muss, beweist „Thor“-Darsteller Chris Hemsworth in „Blackhat“. Als Nick Hathaway hilft er den Behörden, einen kriminellen Hacker ausfindig zu machen und gerät dabei auf die Abschussliste. Neben Michael Manns virtuoser Inszenierung überzeugen dabei nicht zuletzt die pulsierenden Schauplätze in Jakarta und Hongkong.

Für das kreative Highlight sorgt 2015 indes „A World Beyond“ von Brad Bird, der sich zuvor mit „Mission: Impossible – Phantom Protokoll“ seine Genre-Sporen verdienen konnte. Darum geht’s: George Clooney und Britt Robertson begeben sich auf eine fantastische Reise ins Tomorrowland und bilden das wohl familienfreundlichste Action-Paar des Jahres. Wesentlich härter geht es hingegen bei der Endzeit-Dystopie „Mad Max: Fury Road“ zur Sache, die den vierten Teil der legendären Saga definiert und bei der Oscar-Verleihung 2016 ganze sechs Trophäen abstauben konnte. George Millers staubiges Meisterwerk gehört damit zu den erfolgreichsten Action-Streifen des gesamten Jahrzehnts.

Für einen furiosen Action-Schlagabtausch zeichnen 2015 zudem Liam Neeson und Ed Harris verantwortlich. In „Run All Night“ geraten Neeson als Ex-Mafia-Killer und Harris als Noch-Mafia-Boss aneinander und tragen in rasanten Bildern eine ausladende Vendetta aus, die ihresgleichen sucht und Neesons Ruf als spät berufener Action-Held weiter verdichtet. Die Combo mit Regisseur Jaume Collet-Serra ist dabei keine Neuheit.

2014 hält in vorderster Action-Front wenig überraschend eine Comic-Verfilmung parat. Mit „Guardians of the Galaxy“ zeichnet Regisseur James Gunn die Abenteuer des Star Lord (Chris Pratt) nach, der mit seiner gewöhnungsbedürftigen Crew für Recht und Ordnung im Universum sorgt. Dabei bewegt sich der Film stets am Rande zur Satire und gehört fraglos zu den unterhaltsamsten Groß-Produktionen des Jahres.

„The Equalizer“ hingegen setzt auf irdische Action und vor allem auf das Erfolgsduo von „Training Day“. Regisseur Antoine Fuqua lässt Denzel Washington als stilsicheren Einzelkämpfer auf ein Gangster-Syndikat los und liefert damit so etwas wie das Old-School-Action-Highlight des Jahres. In ähnlicher Manier läuft es im Action-Kracher „John Wick“, in dem Keanu Reeves zu alter „Matrix“-Stärke aufläuft und einen persönlichen Rachefeldzug mit allerhand spektakulären Action-Sequenzen krönt. Die Rückkehr der in die Jahre gekommenen Action-Haudegen rundet in „3 Days To Kill“ der furiose Auftritt von Kevin Costner ab, welcher als CIA-Killer Ethan Renner an einer tödlichen Krankheit leidet und alles daran setzt, sein Familienleben und die Jagd nach einem weltweit gesuchten Terroristen unter einen Hut zu bekommen – selbstironisches Augenzwinkern inklusive.

In die Riege der männlichen Action-Stars bricht 2014 einzig Scarlett Johansson ein. In Luc Bessons SciFi-Streifen „Lucy“ wird Johansson dank eines Drogenunfalls zur Über-Frau und legt sich im Alleingang mit einem Drogenkartell und ganz nebenbei den physikalischen Gesetzmäßigkeiten an. Unterstützt wird sie dabei von Morgan Freeman, der – wie so oft – den weisen Sidekick gibt und mit spaßigen Spitzen für beste Unterhaltung sorgt. In Sachen Action hätte es für Cineasten 2014 also wesentlich schlechter laufen können.

Das Filmjahr 2013 steht ganz im Zeichen Supermans. Nach den eher durchwachsenen Kritiken für „Superman Returns“ von 2006 übernimmt in „Man of Steel“ Henry Cavill die Rolle des vermeintlich unscheinbaren Clark Kent und sorgt letztlich für einen mehr als gelungenen Start des „DC Extended Universe“. Nicht zuletzt Amy Adams als Lois Lane lässt die eher durchschnittliche Leistung von Kate Bosworth in gleicher Rolle sieben Jahre zuvor vergessen. Ebenfalls ganz oben auf der Action-Liste steht 2013 Genre-Kollege „Iron Man 3“ von Shane Black, der ganze acht Jahre nach seinem Überraschungserfolg „Kiss Kiss, Bang Bang“ erstmals wieder auf dem Regie-Stuhl Platz nahm. Ebenfalls mit dabei: Natürlich Robert Downey Jr. als Tony Stark, unterstützt durch eine ganze Horde namhafter Hollywood-Schauspieler. Besonders witzig: Mark Ruffalos Cameo-Auftritt als Dr. Bruce „Hulk“ Banner.

Guillermo del Toro überrascht indes mit dem Monster-Action-Streifen „Pacific Rim“ und sorgt fraglos für das CGI-Highlight des Jahres. In übergroßen Bildern lässt der Mexikaner seinen ebenso gewaltigen Monstern freie Hand und in spektakulärer Zerstörungswut über die Erde stapfen. Klassischer geht es da schon bei Jaume Collet-Serras Action-Thriller „Non-Stop“ zu, in dem Liam Neeson als Air Marshal zur Höchstform aufläuft, um ein Passagierflugzeug zu retten. Mit an Bord: Julianne Moore und die britische Entdeckung Michelle Dockery.

In „Elysium“ zeichnet „District 9“-Regisseur Neill Blomkamp hingegen das dystopische Bild einer zukünftigen Zivilisation. Während die Privilegierten (u. a. Jodie Foster) auf der Raumstation Elysium das Leben genießen, siecht der große Rest in Armut und Schmutz auf der Erde dahin. Als Protagonist Max (Matt Damon) kurz vor dem Ableben steht, versucht er alles, um nach Elysium vorzudringen, wo es Heilung für ihn gibt. Wir sagen: Das heimliche Action-Highlight des Jahres 2013!