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schlechtärgerlichschwachnicht besondersgeht soganz gutsehenswertausgezeichnetherausragendLieblingsfilm 8,10 von 10 (90x bewertet)
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Gone GirlNick (Ben Affleck) und seine Ehefrau Amy (Rosamund Pike) führen die scheinbar perfekte Ehe. Ihr beschauliches Kleinstadt-Leben nimmt allerdings eine unerwartete Wendung als Amy an ihrem fünften Hochzeitstag spurlos verschwindet. Nick wendet sich an Polizei und Medien und ruft dazu auf, seine Frau mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu finden. Doch schon bald mehren sich die Indizien, dass Nick etwas mit dem Verschwinden zu tun haben könnte. In der Folge stürzen sich die Medien auf Nick und vorverurteilen ihn als Mörder seiner Ehefrau.

Auch wenn es im ersten Moment womöglich so klingen mag: „Gone Girl“ ist weder Mediensatire noch tatsächlich interessiert an jedweder Medien-Kritik. David Finchers Krimi-Drama fokussiert sich vielmehr auf die Wandlungen der beiden Hauptcharaktere, die neben den – Fincher-typischen – verwinkelten Drehbuch-Abzweigungen fraglos im Mittelpunkt stehen. Wie gerät ein eigentlich harmloser Ehemann unter Mordverdacht? Und was hat die eigene Ehefrau damit zu schaffen? Zentrale Fragen, die „Gone Girl“ erst nach und nach aufzwirbelt und mit – Fincher-typischer – faszinierender Raffinesse darlegt, so dass selbst erfahrene Cineasten vor allem im letzten Drittel des Films voll auf ihre Kosten kommen. Ben Affleck, der sich zunehmend als ernstzunehmender Charakter-Darsteller beweist, und Rosamund Pike, die zu den eigentlichen Attraktionen Hollywoods gehört, liefern sich dabei ein spannendes Fernduell – ganz so, wie es sich eben für ein waschechtes Fincher-Erlebnis gehört. Nicht zufällig hat der Film seine allerbesten Momente, wenn der Zuschauer sich erst von Afflecks, dann von Pikes Figur irritiert abwenden muss, mit der – Fincher-typischen – unbeantworteten Frage, welche nun tiefer in die Abgründe des menschlichen Daseins gedrungen ist. Wir sagen daher: Wer ein düsteres Krimi-Drama vertragen kann, der kann sich mit Finchers „Gone Girl“ auf ein wahres Genre-Highlight freuen.

Zehn Hollywood-Kino-Filme hat David Fincher seit 1992 bis hierhin abgedreht. Und es dürfte so manchen Cineasten geben, der freiheraus behauptet, dass jeder einzelne davon unbedingt sehenswert ist. So richtig schlecht ist das zumindest nicht.


Daten:

USA 2014, 149 Minuten, FSK 16
Regie: David Fincher
Genre: Drama | Mystery | Thriller
Darsteller: Ben Affleck, Rosamund Pike, Neil Patrick Harris, uvm.


Für Fans von:

Prisoners, Nightcrawler, End of Watch


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 8.2 von 10
moviepilot.de: 7.4 von 10
Filmstarts.de: 5.0 von 5
moviemaze.de: 77 von 100%


Filmzitate:

„Ich mag witzige Männer, nicht Männer die ein Witz sind.“

„Und du, wer bist du? – Ich bin der Mann, der dich rettet aus all der Herrlichkeit.“



Auszeichnungen:

  • Vier Nominierungen bei den den Golden Globe Awards 2014.
  • Eine Auszeichnung bei dem National BOard of Review-Award 2014.
  • Sieben Nominierungen bei den Satellite Awards 2014.



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Weitere Filme von David Fincher (Auszug):

1999: Fight Club
2007: Zodiac – Die Spur des Killers
2008: Der seltsame Fall des Benjamin Button
2010: The Social Network
2011: Verblendung


Trailer zum Film (deutsch):