Her

schlechtärgerlichschwachnicht besondersgeht soganz gutsehenswertausgezeichnetherausragendLieblingsfilm 8,19 von 10 (78x bewertet)
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HerDer schüchterne Theodore Twombly (Joaquin Phoenix) hat schwer mit der bevorstehenden Scheidung von seiner Jugendliebe Amy (Amy Adams) zu kämpfen und zieht sich zunehmend in seine Wohnung zurück. Schließlich installiert er auf seinem Computer ein neuartiges Betriebssystem, das als Samantha mit ihm kommunizieren kann. Bald findet Theodore Gefallen an den Gesprächen mit Samantha und fühlt sich immer mehr zu ihr hingezogen. Dabei stellt er fest, dass auch Samantha Emotionen entwickelt und vollends menschliche Züge entwickelt. Doch Theodore übersieht dabei die Gefahren der virtuellen Liebe.

Wäre Spike Jonzes „Her“ vor einigen Jahren noch als futuristische Romantik-Idee abgestempelt worden, wirkt Theodore Twomblys emotionale Bindung zur virtuellen Samantha in Zeiten von Siri und Co. weniger realitätsfern. Umso verstörender wirkt da der Subtext, den „Her“ allen aufmerksamen Cineasten vermitteln dürfte. Wer Meta-Filme wie „Adaption“ gedreht hat, serviert schließlich nicht eine bloße virtuelle Liebelei, sondern nutzt den Deckmantel eines romantischen Dramas, um letztlich tatsächlich elementare Fragen aufzuwerfen. Was ist Liebe? Und vor allem: Ist der Mensch gefeit vor emotionaler Manipulation? So mutet „Her“ in Jonze-typischer Art in vielerlei Hinsicht ambivalent an und funktioniert letztlich also mehr als romantische Dystopie – trotz aller emotional aufgeladener Szenen. Oder gerade wegen. Schließlich ist Jonze ein Meister darin, den eigentlichen Filminhalt auf sein Publikum zu übertragen und damit eine Meta-Ebene zu erreichen, die in der Filmwelt kaum einen Vergleich kennt. Wer sich also „Her“ anschaut und sich gerade zu Beginn von der anbahnenden Liebe zwischen Theodore und Samantha berührt fühlt, ist Jonze bereits auf den filmischen Leim gegangen. Kurzum: Ein Film über die Wirrungen künstlich erzeugter Emotionen, der künstlich Emotionen erzeugt, ist schlichtweg genial. Ein neues Meisterwerk von Spike Jonze!

Während einstige Talente wie etwa Christopher Nolan oder Paul Thomas Anderson mittlerweile weltweit Anerkennung und Millionen verdienen, gilt Spike Jonze wie gehabt als Sonderling in der US-amerikanischen Filmlandschaft. Wir sagen: Solange Jonze Filme wie „Her“ dreht, kann das auch noch eine Weile so bleiben.



Daten:

USA 2013, 126 Minuten, FSK: 12
Regie: Spike Jonze
Genre: Drama | Romance | Sci-Fi
Darsteller: Joaquin Phoenix, Scarlett Johansson, Amy Adams, uvm.


Für Fans von:

Vergiss mein nicht, 500 Days of Summer, Das erstaunliche Leben des Walter Mitty


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 8 von 10
moviepilot.de: 7,9 von 10
Filmstarts.de: 4,0 von 5
moviemaze.de: 93 von 100%


Auszeichnungen:

  • Eine Auszeichnung und vier Nominierungen bei der Oscarverleihung 2014
  • Eine Auszeichnung und zwei Nominierungen bei den Golden Globe Awards 2014
  • Eine Auszeichnung und fünf Nominierungen bei den Critics‘ Chocie Movie Awards 2014



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Weitere Filme von Spike Jonze:

1997: How They Get There
1998: Amarillo by Morning
1999: Being John Malkovich
2009: Wo die wilden Kerle wohnen
2010: I’m Here


Trailer zum Film (deutsch):

HER | Trailer german deutsch [HD]

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