High Fidelity

schlechtärgerlichschwachnicht besondersgeht soganz gutsehenswertausgezeichnetherausragendLieblingsfilm 7,59 von 10 (165x bewertet)
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High FidelityFür Rob Gordon (John Cusack) könnte es besser laufen. Sein Plattenladen macht nur wenig Umsatz und die Liste seiner Verflossenen ist lang. Zudem rauben ihm seine Freunde Dick (Todd Louiso) und Barry (Jack Black) den letzten Nerv. Erst kürzlich ging seine Beziehung zu Rechtsanwältin Laura (Iben Hjejle) zu Bruch, was ihn dazu veranlasst, bei seinen Ex-Freundinnen nachzuforschen, warum das gemeinsame Glück nicht von Dauer war. Bald erkennt Rob, dass er Laura tatsächlich liebt – doch die ist mittlerweile mit Nachbar Ian (Tim Robbins) liiert.

„High Fidelity“ ist wahrlich keine übliche romantische Komödie. Der Film könnte allenfalls als der flippige Außenseiter des Genres durchgehen, der all die bekannten Rollenklischees mit einem Augenzwinkern aufbricht und dadurch seine Eigenständigkeit erzeugt. Dabei lebt Stephen Frears wohl bekanntestes Werk vor allem von einem glänzend aufgelegten John Cusack, der schier vor Spielfreudigkeit sprüht. Jack Black und Todd Louiso hingegen haben als absurd karikierte Freunde die besten Lacher auf ihrer Seite. Gemischt mit in Rückblenden erzählten Geschichten, welche Robs gescheiterte Liebesbeziehungen thematisieren, schnürt sich ein Paket, das keinen Platz für Langeweile lässt. Dem einen oder anderen könnte die teils gewollt fahrige Inszenierung allerdings zu viel des Guten sein, da der Film in beinahe keiner Sekunde zur Ruhe kommt und damit die Aufnahmefähigkeit seines Publikums strapaziert.

Wer allerdings Freude an kuriosen Verwicklungen und liebenswürdigen Figuren hat, der wird mit „High Fidelity“ vergnügliche 100 Minuten verbringen. Die leichthin geäußerte Kritik, der Film reiche nicht an den besonderen Charme von Nick Hornbys gleichnamigen Roman heran, ist leicht zu verschmerzen. Schließlich ist der Vorwurf, dass ein Film nicht die Qualität der Prosa-Vorlage erreiche, kein sonderlich origineller. In diesem Sinne sollten auch die Belesenen unter den Cineasten ohne größeres Zögern zu „High Fidelity“ greifen. Einen interessanteren Film wird man nämlich zumindest in der Filmografie von Stephen Frears wohl kaum ausfindig machen können.


Daten:

USA 2000, 100 Minuten, FSK: 12
Regie: Stephen Frears
Genre: Komödie | Drama | Musik | Romanze
Darsteller: John Cusack, Iben Hjejle, Todd Louiso, Tim Robbins, uvm.


Für Fans von:

Garden State, Keine Lieder über Liebe, Radion Rock Revolution


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 7,6 von 10
Filmstarts.de: 4 von 5
moviepilot.de: 7,3 von 10
moviemaze.de: 83 von 100%


Filmzitate:

„Habe ich damals Popmusik gehört weil ich mies drauf war, oder war ich damals mies drauf weil ich Popmusik gehört habe?“

„Ach, weisst du… die Platte kann ich dir leider nicht verkaufen!“ „Oh nein, das hast du schon letzte Woche gesagt!“

„Das ist unser Lied. Marvin Gaye ist praktisch verantwortlich für unsere gesamte Beziehung!“

„Die Frage ist, wie es weitergeht. Soll ich mich bis an mein Lebensende von Ast zu Ast schwingen, bis ich irgendwann ins Leere greife?“



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Weitere Filme von Stephen Frears (Auszug):

1990: Grifters
2002: Kleine schmutzige Tricks
2005: Lady Henderson präsentiert
2006: Die Queen
2009: Chéri
2010: Tamara Drewe


Weitere Filme mit:



Trailer zum Film (deutsch):

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