Inherent Vice

schlechtärgerlichschwachnicht besondersgeht soganz gutsehenswertausgezeichnetherausragendLieblingsfilm 7,44 von 10 (36x bewertet)
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Inherent ViceHippie-Detektiv Doc Sportello (Joaquin Phoenix) staunt nicht schlecht als seine Ex-Freundin Shasta vor der Türe steht. Sie erzählt, dass ihr Liebhaber (und Milliardär) Mickey Wolfmann (Eric Roberts) von seiner Ehefrau in die Psychiatrie eingewiesen werden soll, um ihn für unmündig erklären zu lassen. Letztlich wird Doc von Shasta gebeten, der Verschwörung auf die Spur zu kommen. Zunächst etwas unwillig macht sich Doc daran, die Verwicklungen aufzudröseln und gerät in der Folge in einen komplexen Fall, der ihm sein ganzes Können abverlangt – oder was davon übrig geblieben ist.

Das kam dann doch einigermaßen überraschend. Hatte sich Regisseur Paul Thomas Anderson mit „There Will Be Blood“ und „The Master“ in die Untiefen menschlicher Abgründe begeben, kehrt „Inherent Vice“ in die quirligen Sphären von „Boogie Nights“ zurück und geht dabei noch ein gehöriges Stück weiter. In großen Teilen erinnert der Film nämlich eher an die Coens als an Anderson selbst. Insbesondere Hauptfigur Doc Sportello scheint frisch dem Coen-Universum zu entstammen und kommt ähnlich herrlich abgerissen daher wie der Dude in „The Big Lebowski“. Und damit nicht genug der Gemeinsamkeiten. Denn genauso, wie Lebowskis „Teppich-Angelegenheit“ lediglich als Vorwand dient, um den kauzigen Nichtsnutz durch eine Reihe absurder Szenen stolpern zu lassen, ist auch „Inherent Vice“ nicht sonderlich an der eigentlichen Geschichte interessiert. Spätestens wenn Doc Sportello den dritten Auftrag erhält, irgendwen irgendwo ausfindig zu machen, dürfte dem Zuschauer aufgehen, dass der verworrene Plot samt Vielzahl skurriler auftretender Figuren ein großes Augenzwinkern darstellt. Sportello selbst steht nämlich im Mittelpunkt. Und dank eines – wieder einmal – großartigen Joaquin Phoenix ist das ein großer Spaß – eine Vorliebe für absurd-grotesken Humor natürlich vorausgesetzt. Als kleiner Bruder des großen Lebowski funktioniert „Inherent Vice“ demnach auf ganzer Linie und ist so etwas wie das heimliche Komödien-Highlight des Kino-Jahres 2014. Wir sagen: Unbedingt anschauen!


Daten:

USA 2014, 149 Minuten, FSK: 16
Regie: Paul Thomas Anderson
Genre: Komödie | Krimi | Drama | Mystery
Darsteller: Joaquin Phoenix, Josh Brolin, Owen Wilson, uvm.


Für Fans von:

Die üblichen Verdächtigen, 21 Gramm, L.A. Confidential


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 6.8 von 10
moviepilot.de: 7.2 von 10
Filmstarts.de: 4.5 von 5


Auszeichnungen:

  • Drei Nominierungen bei den Critics‘ Choce Movie Awards 2015.
  • Zwei Nominierungen bei der Oscarverleihung 2015.
  • Eine Nominierung bei den Golden Globe Awards 2015.



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Weitere Filme von Paul Thomas Anderson:

1999: Magnolia
2002: Punch-Drunk Love
2007: There Will Be Blood
2012: The Master


Trailer zum Film (deutsch):

INHERENT VICE | Trailer deutsch german [HD]

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