Userwertung:

schlechtärgerlichschwachnicht besondersgeht soganz gutsehenswertausgezeichnetherausragendLieblingsfilm 7,24 von 10 (405x bewertet)
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Kick-AssDave Lizewski (Aaron Johnson) ist ein High-School-Schüler wie jeder andere. Um seinem Leben die nötige Würze zu verleihen, beschließt er, ein Superheld zu werden. Ohne Superkräfte geht es ihm als „Kick-Ass“ allerdings bereits bei seinem ersten Einsatz gehörig an den Kragen. Wieder gesund – mit Metallimplantaten und schmerzverringerndem Nervenschaden – begibt er sich abermals auf die Suche nach Bösewichten und trifft auf den Gleichgesinnten Big Daddy (Nicolas Cage), der gemeinsam mit seiner Tochter Hit-Girl (Chloë Moretz) für Recht und Ordnung sorgen will. Schließlich nimmt das Trio Gangsterboss D’Amico (Mark Strong) ins Visier.

Superman kann fliegen, Spiderman kann festkleben und Batman kann irgendwie von allem ein bisschen. Zum Beruf des Superhelden gehört es eben dazu, den Antagonisten mit ganz besonderen Fähigkeiten zur Strecke zu bringen – ob mit akrobatischen Kampfeinlagen oder Unverwundbarkeits-kontaktlinsen. Was aber, wenn der Superheld über keine Superkräfte verfügt und nur ein etwas übermotivierter Schüler ist, der zu viele Comics gelesen hat? Richtig! Er bekommt es gleich zu Anfang voll auf die Mütze. „Kick-Ass“ ist demnach kein üblicher Superhelden-Film, sondern vielmehr ein Meta-Film über einen Möchtegern-Superhelden, der nicht zuletzt aufgrund seines Mangels an Superkräften ein ums andere Mal ins Fettnäpfchen tritt. Somit funktioniert Matthew Vaughns Action-Komödie in erster Linie als augenzwinkernde Antwort auf die bis hierhin anhaltende Superhelden-Filmwelle, ohne dabei eine infam intendierte Satire zu sein. „Kick-Ass“ wendet sich nämlich nicht gegen das Superhelden-Universum, sondern besetzt einen eher entfernteren Platz im vornehmlich amüsanten Quadranten des Mikrokosmos. Dank enorm spielfreudiger Protagonisten und des absurd-unterhaltsamen Handlungsverlaufs bleibt also nur zu konstatieren, dass Vaughns kleines Meisterwerk das Superhelden-Einerlei kräftig aufmischt und nicht nur für Fans der Comic-Vorlage einen ganz besonderen Stellenwert einnehmen dürfte. Manchmal schreiben eben auch ganz normale Typen Superhelden-Geschichte. Gepflegt nach dem Motto: Ist es ein Vogel? Nein! Ist es ein Flugzeug? Nein! Es ist bloß ein talentloser Bengel in einem grasgrünen Strampelanzug, der es auch mal versuchen möchte.


Daten:

Vereinigtes Königreich, Vereinigte Staaten 2010, 117 Minuten, FSK: 16
Regie: Matthew Vaughn
Genre: Action | Comedy
Darsteller: Aaron Taylor-Johnson, Nicolas Cage, Chloë Moretz, uvm.


Für Fans von:

Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt, Hot Fuzz, Superbad


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 7,8 von 10
moviepilot.de: 6,8 von 10
Filmstarts.de: 3,5 von 5
moviemaze.de: 90 von 100%


Filmzitate:

„Darf ich vorstellen. Das Mist-Mobil“

„Die Show ist vorbei, ihr Motherfucker!“

„Wer zum Henker ist der Kerl.“



Auszeichnungen:

  • Fünf Nominierungen bei den Teen Choice Awards 2010
  • Eine Auszeichnung bei den MTV Movie Awards 2011
  • Zwei Auszeichnungen bei den Empire Awards 2011



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Weitere Filme von Matthew Vaughn:

2004: Layer Cake
2007: Der Sternwanderer
2011: X-Men: Erste Entscheidung


Trailer zum Film (deutsch):