Little Miss Sunshine

schlechtärgerlichschwachnicht besondersgeht soganz gutsehenswertausgezeichnetherausragendLieblingsfilm 7,43 von 10 (312x bewertet)
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Little Miss SunshineDie kleine Olive Hoover (Abigail Breslin) hat einen Traum: Sie will den Schönheitswettbewerb für Kinder in Kalifornien gewinnen. Gemeinsam mit ihren Eltern (Greg Kinnear und Toni Collette), ihrem Stiefbruder Dwayne (Paul Dano), ihrem Großvater (Alan Arkin) und ihrem suizidgefährdeten Onkel (Steve Carell) begibt sich Olive in einem VW-Bus auf die beschwerliche Reise Richtung Kalifornien. Neben technischen Problemen sorgen die Schrullen der einzelnen Familienmitglieder immer wieder aufs Neue für Chaos. Und als die Gruppe schließlich in Kalifornien eintrifft, stehen die Chancen nicht gerade gut, dass Olive den Wettbewerb gewinnt.

Ein Film, in dem es darum geht, dass ein kleines, etwas dickliches Mädchen ihre Familie dazu bringt, mit Sack und Pack zu einem Kinder-Schönheitswettbewerb zu fahren, dürfte so manchem Cineasten auf den ersten Blick vielleicht ein bisschen obskur erscheinen. Schnell drängt sich nämlich der Verdacht auf, der Film sei eine Mischung aus zweifelhaften Produktionen wie „Kindergarten Cop“ oder „Die Chaoscamper“. Dabei ist „Little Miss Sunshine“ in Wahrheit nicht mit derartigen Werken zu vergleichen, sondern begreift sich selbst als satirische Tragikomödie, die sich unmittelbar an ein erwachsenes Publikum wendet. Dass Kinderdarstellerin Abigail Breslin dank ihrer naiven Unbekümmertheit gestandenen Schauspielern wie Toni Collette oder Alan Arkin die Schau stiehlt, bedeutet nämlich nicht, dass sich der Film in albernem „Essensschlacht-Humor“ verliert. Vielmehr nähert sich der Film der Frage, was Gewinner und Verlierer eigentlich ausmacht, auf einer durchweg sympathischen Art und Weise, die „Little Miss Sunshine“ Zeit seines Erscheinens völlig zurecht zu einem der meistbeachteten Hollywood-Produktionen werden ließ.

Wer beschwingte, kluge Komödien mit ernsten Zwischentönen mag, der wird mit „Little Miss Sunshine“ keinen Fehler machen. Im Film vorkommende witzige Details wie ein absurd riesiges Portrait von Friedrich Nietzsche oder unaufhörliche Anspielungen in Richtung Marcel Proust machen nämlich so viel Spaß, dass man den Film nicht mehr so schnell vergisst – und sich einen gelben VW-Bus kaufen will.

Daten:

USA 2006, 163 Minuten, FSK: 6
Regie: Jonathan Dayton und Valerie Faris
Genre: Abenteuer | Komödie | Drama
Darsteller: Greg Kinnear, Toni Collette, Steve Carell, uvm.


Für Fans von:

Sideways, Up in the Air, Elling


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 8,0 von 10
moviepilot.de: 7,7 von 10
Filmstarts.de: 4,5 von 5
moviemaze.de: 83 von 100%


Filmzitate:

„Tut alle so, als wärt ihr ganz normal, in Ordnung.“

„Ich meine die Highschool Zeit, das sind die besten Leidensjahre. Besser leidest du nie wieder.“

„Wo ist denn Dein Grossvater jetzt?“ „Im Kofferraum von unserem Auto!“

„Es geht nicht um Glück, Frank. Pech ist der Name den Verlierer ihren Schwächen geben“



Auszeichnungen:

  • Oscarverleihung 2007: Auszeichnung in den Kategorien „Bester Nebendarsteller“ und „Bestes Originaldrehbuch“
  • Screen Actors Guild Awards 2007: „Beste Besetzung“
  • Independent Spirit Awards 2007: „Bester Film“, „Beste Regie“, „Bestes Drehbuchdebüt“ und „Bester Nebendarsteller“
  • César 2007: „Bester ausländischer Film“



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Trailer zum Film (deutsch):

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