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schlechtärgerlichschwachnicht besondersgeht soganz gutsehenswertausgezeichnetherausragendLieblingsfilm 6,12 von 10 (81x bewertet)
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Micmacs – Uns gehört Paris!Nachdem sein Vater bereits bei der Entschärfung einer Mine sein Leben lassen musste, gerät Bazil (Dany Boon) zufällig in eine Schießerei und überlebt nur durch Glück einen Kopftreffer. In der Folge verliert er seinen Job und seine Wohnung und muss fortan auf der Straße leben. Schließlich trifft er auf eine Gruppe von Obdachlosen, die unter einem Müllberg hausen und Bazil bei sich aufnehmen. Gemeinsam mit den „speziell begabten“ neuen Freunden beschließt Bazil, die beiden Waffenfirmen, die für sein Unglück verantwortlich sind, aufs Korn zu nehmen.

Eine Gruppe von Obdachlosen schmiedet einen genialen Plan, um zwei Waffenfirmen aufeinander zu hetzen? Was sich zunächst anhören mag wie ein schlechter Scherz, ist am Ende dann aber ein ziemlich guter. Denn auch wenn „Micmacs – Uns gehört Paris!“ nicht mit tragischen Elementen geizt, legt Regisseur Jean-Pierre Jeunet („Die fabelhafte Welt der Amelie“) den Fokus unzweifelhaft auf eine grundlegend skurril-komische Atmosphäre. Im Wechselspiel mit durchaus ansehnlichen Actionsequenzen, in denen Slapstick-Momente nicht zu kurz kommen, entwickelt sich so ein sympathisch überdrehtes Spektakel, das für kurzweilige Unterhaltung sorgt. An dieser Stelle darf allerdings nicht verschwiegen werden, dass das Gewusel der launisch agierenden Schauspieler-Riege zuweilen etwas anstrengend anmutet. Cineasten, die sich von abgedrehten Stunts mit Zirkus-Charakter und von hektischen Wortgefechten überfordert fühlen, sollten daher lieber die Finger von „Micmacs“ lassen. Film-Fans, die hingegen etwas mit den skurrilen Filmwelten von Ausnahmeregisseur Jean-Pierre Jeunet anfangen können und darüber hinaus Antennen für satirische Spitzen besitzen, werden mit dem herrlich eigenwilligen Spaß ihre helle Freude haben.

Auch wenn man nicht „man“ sagen soll, ist „Micmacs“, wenn man so will, die französische Antwort auf das klassische Hollywood-Heist-Movie. Während im üblichen US-Vertreter zumeist besonders hippe Protagonisten auf die Piste gehen, operiert in „Micmacs“ eben ein Haufen abgedrehter Obdachloser. Manchmal muss man die Franzosen eben ganz einfach lieb haben – und für ihre innovativen Filmideen respektieren.


Daten:

Frankreich 2009, 105 Minuten, FSK: 12
Regie: Jean-Pierre Jeunet
Genre: Action | Comedy | Crime
Darsteller: Dany Boon, André Dussollier, Nicolas Marié, uvm.


Für Fans von:

Willkommen bei den Sch’tis, Die fabelhafte Welt der Amélie


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 7,1 von 10
moviepilot.de: 6,6 von 10
Filmstarts.de: 4,0 von 5
moviemaze.de: 85 von 100%


Filmzitate:

„Du musst diese Kugel aus deinem Kopf rauskriegen.“

„Ich bin eine sensible Seele in einem flexiblem Körper.“



Auszeichnungen:

  • Drei Nominierungen beim César 2010



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Weitere Filme von Jean-Pierre Jeunet:

1991: Delicatessen
1995: Die Stadt der verlorenen Kinder
1997: Alien – Die Wiedergeburt
2001: Die fabelhafte Welt der Amélie
2004: Mathilde – Eine große Liebe


Trailer zum Film (deutsch):