Soul Kitchen

schlechtärgerlichschwachnicht besondersgeht soganz gutsehenswertausgezeichnetherausragendLieblingsfilm 7,55 von 10 (390x bewertet)
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Soul KitchenZinos Kazantsakis (Adam Bousdoukos) kann sich mit seinem Restaurant Soul Kitchen so gerade über Wasser halten. Als sein Bruder Illias (Moritz Bleibtreu) aus dem Knast kommt, verschafft ihm Zinos im Soul Kitchen einen Job, zudem stellt er Koch Shayn (Birol Ünel) ein. Dieser vergrault mit seinen extravaganten Mahlzeiten allerdings die letzten Gäste. Derweil muss sich Zinos mit Immobilien-Hai Neumann (Wotan Wilke Möhring) herumschlagen, der das Soul Kitchen des Grundstücks wegen kaufen will. Als Illias zu allem Überfluss 50.000 Euro beim Pokern gegen Neumann verliert, scheint alles dahin.

Wer Fatih Akins preisgekrönten Film „Gegen die Wand“ gesehen hat, der kann sich ausmalen, dass es in „Soul Kitchen“ stilsicher und lebensnah zur Sache geht. Doch während es sich bei „Gegen die Wand“ um ein hartes Drama handelt, sind die Probleme des Zinos Kazantsakis zumeist zum Schmunzeln. Ohne dass er eigentlich besonders viel dafür könnte, läuft in seinem Restaurant beinahe alles schief, was schief laufen kann, samt kleinkriminellem Bruder und verrückt gewordenem Koch. Dabei übertritt „Soul Kitchen“ allerdings nie die Grenze zur reinen Komödie. Vielmehr stehen die zwischenmenschlichen Beziehungen im Vordergrund, die in besonderen Situationen für skurrile Verwicklungen sorgen. Dabei schwankt der Film zwischen liebevoller Studie eines außergewöhnlichen Bruderpaares und Screwball-Einlagen, die insbesondere in Szenen mit Birol Ünel ihre besten Momente haben. Dass der Film trotz seines eher konventionellen Drehbuches überzeugen kann, liegt nicht zuletzt an den spielfreudigen Darstellern. Denn sowohl Hauptdarsteller Adam Bousdoukos als auch Moritz Bleibtreu geben eine mehr als gute Figur ab und erheben „Soul Kitchen“ mit Leichtigkeit über das deutsche Film-Einerlei.

Aufgrund des leicht trivialen Charakters reicht „Soul Kitchen“ zwar nicht an die außerordentliche Qualität von „Gegen die Wand“ heran, dürfte allerdings bei so manchem Cineasten für einen entspannten Film-Abend sorgen. Fatih Akins kommerziell erfolgreichster Film sei nämlich auch denjenigen empfohlen, die ansonsten nicht so viel mit Komödien anfangen können.


Daten:

Deutschland 2009, 100 Minuten, FSK: 12
Regie: Fatih Akin
Genre: Komödie
Darsteller: Adam Bousdoukos, Moritz Bleibtreu, Birol Ünel, uvm.


Für Fans von:

Adams Äpfel, Friendship!, Basta. Rotwein oder Totsein


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 7,3 von 10
moviepilot.de: 6,6 von 10
Filmstarts.de: 4 von 5
moviemaze.de: 68 von 100%


Filmzitate:

„Ich weiß so viel von Restaurants, dass ich weiß, dass ich kein eigenes haben will.“

„Der hat das Finanzamt gefickt. Und das Finanzamt hat ihn gefickt!“

„Du hast doch nie gearbeitet.“ – „Ich will auch nur so tun als ob.“

„Keine Bewegung!“ – „Ich kann mich nicht bewegen, ich hab Bandscheibe.“



Auszeichnungen:

  • Norddeutscher Filmpreis 2010 in der Kategorie „bester Kinofilm“
  • Nominierungen für den Preis der deutschen Filmkritik
  • Nominierungen für den Deutscher Filmpreis 2010 in den Kategorien bester Film und Schnitt
  • Silberner Löwen bei den Filmfestspielen von Venedig



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Weitere Filme von Fatih Akin:

1998: Kurz und schmerzlos
2000: Im Juli
2001: Wir haben vergessen zurückzukehren
2002: Solino
2004: Gegen die Wand
2007: Auf der anderen Seite
2009: New York, I Love You


Trailer zum Film (deutsch):

Kommentare zu Soul Kitchen

5 Kommentare bisher. Sag auch was dazu!


  1. deafboy am 27. Januar 2011 21:59

    sehr unterhaltsamer film!
    Ist echt super gestaltet. Man denkt die ganze zeit immer das gewisse dinge vorausschaubar wären, die es dann aber doch nicht sind.
    Außerdem sind wie schon oben beschrieben die haupt- und nebendarsteller Top!
    Am Anfang fand ich die Darsteller einwenig plump und einfach. Jedoch entwickelt sich zwischen dem Zuschauer und Protagonisten eine gewisse sympathie. Sie entwickeln sich halt auch weiter, was ich für filme immer sehr wichtig finde.

    Alles in allem ein gelungener film, der sympathisch und spannend bleibt ohne plump ein witz nach dem anderen zu verschiessen. 8/10 punkten definitiv!

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  2. globe194 am 15. April 2011 17:13

    Ich k“Aufgrund des leicht trivialen Charakters reicht „Soul Kitchen“ zwar nicht an die außerordentliche Qualität von „Gegen die Wand“ heran, dürfte allerdings bei so manchem Cineasten für einen entspannten Film-Abend sorgen….“ ich kann mich dem nur anschliessen :). Und wundere mich einmal mehr über die sehr hohe Bewertung des Films.

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    wu am 26. Juli 2011 12:47

    allerdings! da frage ich mich, wo der maßstab angelegt wird. ich halte diesen film für durchaus nicht gelungen. ein guter film ist mehr als die summe einzelner szenen. es kam mir die ganze zeit so vor, als sei das drehbuch während des drehs geschrieben worden und der plot hat in etwa das niveau von piratensender powerplay. altbacken, abgestanden.

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  3. Jörn am 4. April 2012 20:29

    Ich fand den Film auch sehr gut, eine der besten Produktionen der letzten Jahre in Deutschland! @wu: Filme sind Geschmackssache, stehst wohl eher auf Terminator 12…oder Transformers… da kann sowas natürlich nicht mithalten…;-)
    Cooler Film auf Jeden, kann ich nur Empfehlen!

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  4. Porky1971 am 4. Mai 2012 18:56

    Der Film war und ist einfach super !!! Habe ihn jetzt schon mehrmals gesehen, aber könnte ihn mir jederzeit wieder anschauen. Ist ja auch kein Wunder, denn alles was den Namen „Vatih Akin“ trägt ist sehenswertes Kino. Kann da noch empfehlen: Kanak Attack, Kurz und schmerzlos und und und …

    Vatih mach weiter so tolle Filme, ich schaue jeden der noch kommt !!!!!!!!!!!!

    Liebe Grüße,

    Porky

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