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schlechtärgerlichschwachnicht besondersgeht soganz gutsehenswertausgezeichnetherausragendLieblingsfilm 7,37 von 10 (461x bewertet)
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Source CodeSoldat Colter Stevens (Jake Gyllenhaal) wacht nach der Explosion eines Zuges, bei der er eigentlich ums Leben hätte kommen müssen, inmitten einer wissenschaftlichen Apparatur auf. Er wird von Colleen Goodwin (Vera Farmiga) aufgeklärt, dass er mittels des sog. Source Code über die Fähigkeit verfügt, in die letzten acht Lebensminuten einer verstorbenen Person zu tauchen. Stevens erhält den Auftrag, abermals in die Vergangenheit zu reisen, um den Urheber der Zug-Explosion ausfindig zu machen, da dieser angekündigt hat, einen weiteren Anschlag auszuüben. Stevens begibt sich auf die Jagd.

Filme, in denen der Protagonist in die Körper anderer Personen schlüpft und Filme, in denen der Protagonist fröhlich durch die Zeit reist, haben grob zusammengefasst einen gemeinsamen Feind: die Logik. Dass Regisseur Duncan Jones seinen Hauptdarsteller Jake Gyllenhaal in „Source Code“ sowohl in die Vergangenheit als auch von Körper zu Körper schickt, kann demnach nur als durchaus gewagtes Unterfangen bezeichnet werden. Und auch wenn gerade zum Ende des Films das eine oder andere Auge zugedrückt werden muss, bleibt insgesamt zu konstatieren, dass Jones’ zweiter Kinofilm die SciFi-Hebel mit gebotener Kunstfertigkeit in Bewegung setzt. In Verbindung mit den klug platzieren Plot-Wendungen und der wie üblich sehenswerten Vorstellung von Jake Gyllenhaal entwickelt sich so ein überdurchschnittlicher SciFi-Thriller, der in seinen besten Momenten gar tatsächlich beeindruckende Züge trägt. Im Gegensatz zu etwa „Inception“ verlässt sich „Source Code“ dabei nicht so explizit auf den ästhetischen Effekt der Bilder, sondern stellt die Handlung samt psychologischer Tragweite in den Mittelpunkt – ohne dabei die Action zu vernachlässigen. Der Film mutet daher wie die bestmögliche Mischung aus „12 Monkeys“ und Tony Scotts „Déjà Vu“ an und dürfte nicht nur eingefleischte SciFi-Fans begeistern.

Bewegte sich Duncan Jones mit seinem starken Kino-Debüt „Moon“ noch am Rande des Independent-Kinos, ist ihm mit „Source Code“ der Schritt ins Mainstream-Bewusstsein auf imposante Art und Weise geglückt. Im großen Schatten seines Vaters (David Bowie!) könnte es gewiss auch schlechter laufen.


Daten:

USA 2011, 93 Minuten, FSK: 12
Regie: Duncan Jones
Genre: Mystery | Sci-Fi | Thriller
Darsteller: Jake Gyllenhaal, Michelle Monaghan, Vera Farmiga, uvm.


Für Fans von:

Déjà Vu, In Time – Deine Zeit läuft ab, Unknown Identity


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 7,5 von 10
moviepilot.de: 6,4 von 10
Filmstarts.de: 4 von 5
moviemaze.de: 78 von 100%


Auszeichnungen:

  • Eine Nominierung bei den Hugo Awards 2012
  • Eine Nominierung der Science Fiction and Fantasy Writers of America 2012
  • Eine Auszeichnung der Central Ohio Film Critics Association 2012



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auf DVD oder Blu-Ray


Weitere Filme von Duncan Jones:

2009: Moon


Trailer zum Film (deutsch):