Sterben für Anfänger

schlechtärgerlichschwachnicht besondersgeht soganz gutsehenswertausgezeichnetherausragendLieblingsfilm 8,03 von 10 (322x bewertet)
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Sterben für AnfängerEigentlich wollte Daniel (Matthew Macfadyen) eine beschauliche Bestattungsfeier für seinen Vater ausrichten. Doch von Anfang an nimmt die Feier einen chaotischen Verlauf und treibt Daniel an den Rand des Wahnsinns. Nachdem der Bestatter zunächst den falschen Leichnam geliefert hat, treffen die ersten Gäste ein. Darunter befindet sich Simon (Alan Tudyk), der im unfreiwilligen Drogenrausch für einen fragwürdigen Auftritt sorgt. Als schließlich auch noch der kleinwüchsige Peter Anstalten macht, Daniel wegen der Vergangenheit seines Vaters zu erpressen, läuft die Beerdigungsfeier endgültig aus dem Ruder.

Durchgedrehte Familienangehörige, vermeintliche Valium-Pillen und aberwitzige Erpressungsversuche. „Sterben für Anfänger“ versucht erst gar nicht, seinen Charakter zu verschleiern und tischt eine absurde Verwicklung nach der anderen auf, die den Protagonisten samt organisierter Feier ins Chaos stürzen. Dabei gelingt es Regisseur Frank Oz zu jeder Zeit, das Gespür für seine überdrehten Figuren aufrechtzuerhalten, ohne sich dabei in einem Wirrwarr aus Slapstick-Einlagen zu verlieren. Denn bei allem Durcheinander beweist „Sterben für Anfänger“ zu jedem Zeitpunkt einen charmant anmutenden Stil, der dem tiefschwarzen Humor den passenden Rahmen verleiht. In besten Momenten erinnert der Film an Genre-Klassiker wie „Eine Leiche zum Dessert“ und offenbart dabei einen nicht aus Zufall ebenso Kammerspiel-ähnlichen Charakter. Dass der Film aus diesem Grund und wegen seiner hektischen Grundhaltung nicht für jeden Cineasten geeignet ist, erklärt sich nicht zuletzt aus dem inneren Anspruch heraus, eine Genre-Komödie und nicht etwa eine für den Mainstream gefertigte Klamotte zu sein.

Wer auf schräge Komödien à la „Lang lebe Ned Devine!“ steht, der wird mit „Sterben für Anfänger“ seine helle Freude haben. Die chaotische Beerdigungsfeier hat nämlich gleich eine ganze Reihe perfekt getimter Gags zu bieten, die für einen ungemein unterhaltsamen Film-Abend sorgen. Dass der Film bereits ein US-amerikanisiertes Remake nach sich zog, kann der interessierte Cineast hingegen getrost vernachlässigen. Frank Oz’ Version wirkt in allen Belangen nämlich wesentlich liebevoller inszeniert.


Daten:

UK, Deutschland, USA 2007, 91 Minuten, FSK: 6
Regie: Frank Oz
Genre: Komödie
Darsteller: Chris Rock, Tracy Morgan, James Marsden, uvm.


Für Fans von:

Adams Äpfel, Lang lebe Ned Devine!, Soul Kitchen


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 7,3 von 10
moviepilot.de: 6,5 von 10
moviemaze.de: 70 von 100%


Filmzitate:

„Wir sind auf dem Weg zu einer Beerdigung Du Wichser! Etwas mehr Respekt!“

„Hast du das grade gesehen? Der Sarg hat sich bewegt. Ich sage dir, er hat sich bewegt! – Da! Schon wieder!“

„Es ist LSD, hauptsächlich. Und etwas Ketamin. Simon hat zufällig eine geschluckt.“

„War hier eben ein Hund im Wagen?!“



Auszeichnungen:

  • Der Film wurde von der Filmbewertungsstelle Wiesbaden mit dem Prädikat „besonders wertvoll“ ausgezeichnet
  • Im Rahmen des 60. Filmfestivals von Locarno wurde der Film mit dem Publikumspreis ausgezeichnet



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Weitere Filme von Frank Oz (Auszug):

1984: Die Muppets erobern Manhattan
1986: Der kleine Horrorladen
1995: Der Indianer im Küchenschrank
1997: In & Out
1999: Muppets aus dem All
2001: The Score
2004: Die Frauen von Stepford


Trailer zum Film (deutsch):

Kommentare zu Sterben für Anfänger

2 Kommentare bisher. Sag auch was dazu!


  1. mertee am 28. Oktober 2011 18:07

    also ich finde sterben für anfänger sollte auch im bereich „schwarze komödien“ zu finden sein, denn nichts anderes ist der film.

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  2. marddi am 31. Dezember 2011 00:07

    Der Film ist keine schwarze Komödie, sondern einfach mal Schlecht und flach. Lieber Adams Äpfel schauen.

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