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schlechtärgerlichschwachnicht besondersgeht soganz gutsehenswertausgezeichnetherausragendLieblingsfilm 7,21 von 10 (61x bewertet)
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TranceSimon Newton (James McAvoy) soll während einer Auktion ein Gemälde für die Bande von Gangster Franck (Vincent Cassel) stehlen. Bei der Durchführung wird Newton allerdings niedergeschlagen und kann sich in der Folge nicht mehr an sein Versteck für das Gemälde erinnern. Deshalb konsultiert er die Therapeutin Elizabeth Lamb (Rosario Dawson), um durch Hypnose sein Gedächtnis wiederzuerlangen. Die Behandlung schlägt tatsächlich an – doch schon bald kommen Wahrheiten ans Licht, die Newton in ärgste Bedrängnis bringen. Die Verwicklungen sind nämlich wesentlich komplexer als zunächst gedacht.

Unmittelbar auf den Punkt: Wer mit „Trance – Gefährliche Erinnerung“ einen belanglosen Hollywood-Thriller erwartet, der befindet sich schlichtweg auf dem cineastischen Holzweg. Wie gewohnt interessiert sich Regisseur Danny Boyle nämlich nur vordergründig für gängige Effekte und präsentiert mit der Erinnerungsfindung des Simon Newton eine doppelbödige Genre-Schau. Denn abgesehen davon, dass der Plot vor allem zum Ende hin noch die eine oder andere hintersinnige Überraschung bereit hält, funktioniert „Trance“ in erster Linie als Meta-Thriller, der die üblichen Genre-Gesetze zunächst seziert, um schließlich deren Einzelteile dem Zuschauer vor Augen zu halten. Aufmerksame Cineasten werden nicht zufällig mit Kino-Insidern belohnt und definieren das eigentliche Zielpublikum des Films. Da „Trance“ in boylescher Tradition getarnt als üblicher Genre-Film daherkommt, dürften sich allerdings auch jene Kino-Fans angesprochen fühlen, die in erster Linie einen spannenden Thriller sehen wollen und weniger auf filmspezifische Doppeldeutigkeiten aus sind. Wir meinen daher so oder so: Unbedingt anschauen! Mit James McAvoy, Rosario Dawson und Vincent Cassel hat der Film schließlich noch ganz nebenbei einen mehr als sehenswerten Cast zu bieten. Nach „127 Hours“ hat Danny Boyle demnach abermals alles richtig gemacht.

Noch ein Hinweis zuletzt: Aufgrund der durchaus komplexen Plot-Struktur ist ein Mindestmaß an Konzentration Voraussetzung. Für einen wilden Filmabend in geschwätziger Gesellschaft können wir den Film daher eher weniger empfehlen!


Daten:

UK 2013, 101 Minuten, FSK: 16
Regie: Danny Boyle
Genre: Krimi | Drama | Thriller
Darsteller: James McAvoy, Vincent Cassel, Rosario Dawson, uvm.


Für Fans von:

Inception, Jumper, Lucy


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 7.0 von 10
moviepilot.de: 7.0 von 10
Filmstarts.de: 3.5 von 5
moviemaze.de: 70 von 100%


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Weitere Filme von Danny Boyle:

2000: The Beach
2002: 28 Days Later
2007: Sunshine
2008: Slumdog Millionär
2010: 127 Hours


Trailer zum Film (deutsch):