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schlechtärgerlichschwachnicht besondersgeht soganz gutsehenswertausgezeichnetherausragendLieblingsfilm 7,74 von 10 (251x bewertet)
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Wag the DogKurz vor der Wahl gerät der US-Präsident in einen Sex-Skandal mit einer Minderjährigen. Um von diesen Geschehnissen abzulenken, wird Conrad Brean (Robert De Niro) beauftragt, der die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf andere Dinge richten soll. Gemeinsam mit Hollywood-Produzent Motss (Dustin Hoffman) macht Brean den Medien weiß, Amerika ziehe gegen Albanien in den Krieg, da die Albaner einen Atombombenanschlag planen würden. Nachdem die CIA und die Opposition begreifen, was gespielt wird, zaubert Motss ein vermeintliches Ass aus dem Ärmel: Sergeant Schumann (Woody Harrelson), der hinter feindlichen Linien gefangen war.

Obwohl es sich bei „Wag the Dog“ um eine schwarze Komödie handelt, war der Film zu Zeiten von Bill Clinton und George W. Bush wohl näher an der Realität als so mancher Politik-Interessierte hätte glauben wollen. Denn was Brean und Motss veranstalten, um dem Präsidenten aus der Schusslinie zu nehmen, ist derart absurd, dass allein der schmuddelige Bill und der schießwütige George davon hätten profitieren können. Dass der Film aber auch fernab möglicher Realitätsbezüge einen Heidenspaß macht, ist dem grandiosen Drehbuch und den furios aufgelegten Darstellern gedankt. Denn beinahe jede Szene sprüht vor absurdem Witz, dass es als Zuschauer eine helle Freude ist, den Vertuschungsaktionen beizuwohnen. Das eigentliche Highlight bildet allerdings der Auftritt des völlig durchgeknallten Woody Harrelson, der als cholerischer Nonnen-Mörder im drogenberauschten Schaafspelz letzte Grenzen des guten Geschmacks übertritt und „Wag the Dog“ zu einem Film werden lässt, der allen Film-Freunden ein Dauer-Grinsen aufs Gesicht zaubert.

Während so manche Komödie von seinem Zuschauer verlangt, sein Gehirn auszuschalten, damit der Humor funktioniert, ist es bei „Wag the Dog“ von Vorteil, stets auf der Höhe der Geschehnisse zu sein. Denn Barry Levinsons Satire wirft wenig zurückhaltend mit klugen Anspielungen auf Moral, Ethik und Politik um sich, die erst einmal verarbeitet werden müssen. Und in einem hellen Moment hätte dies vielleicht sogar dem Bill oder dem George gefallen.


Daten:

USA 1997, 97 Minuten, FSK: 12
Regie: Barry Levinson
Genre: Komödie | Drama
Darsteller: Dustin Hoffman, Robert De Niro, Denis Leary, uvm.


Für Fans von:

Die Truman Show, Free Rainer, Muxmäuschenstill


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 7,1 von 10
moviepilot.de: 7,7 von 10
Filmstarts.de: 4,5 von 5


Filmzitate:

„Krieg ist Showbusiness!“

„Er ist harmlos, solange er seine Medikament kriegt.“

„Man bringt den Weissen Hai nicht schon am Anfang des Films. Das ist der Deal, Schätzchen!“

„Heute ein guter Plan ist besser als morgen ein perfekter Plan.“



Auszeichnungen:

  • 1998: Nominierung für den Golden Globe Award in der Kategorie Beste Komödie
  • Dustin Hoffman und Anne Heche wurden 1998 für den Golden Satellite Award nominiert



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auf DVD oder Blu-Ray


Weitere Filme von Barry Levinson (Auszug):

1984: Der Unbeugsame
1987: Good Morning, Vietnam
1988: Rain Man
1990: Avalon
1991: Bugsy
1992: Toys – Tödliches Spielzeug
1996: Sleepers
2001: Banditen!
2004: Neid
2008: Inside Hollywood


Weitere Filme mit:



Trailer zum Film (deutsch):