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schlechtärgerlichschwachnicht besondersgeht soganz gutsehenswertausgezeichnetherausragendLieblingsfilm 7,26 von 10 (155x bewertet)
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Whatever WorksBoris Yellnikoff (Larry David) lebt nach einem Selbstmordversuch zurückgezogen in einem New Yorker Apartment. Als er auf die naive Melody (Evan Rachel Wood) trifft, schließt er trotz ihres unterschiedlichen Charakters Freundschaft mit ihr und heiratet sie schließlich sogar. Bald taucht Melodys Mutter Marietta (Patricia Clarkson) auf und versucht, ihre Tochter mit jüngeren Männern zu verkuppeln. Marietta gelingt es indes, über die Trennung von ihrem Mann hinwegzukommen und beginnt gleich mit zwei Männern eine neue Beziehung. Als schließlich auch noch Mariettas Ex-Mann bei Boris vorstellig wird, ist das Chaos perfekt.

Woody-Allen-Filme sind nun nicht gerade dafür bekannt, dass es in ihnen besonders entspannt zur Sache geht. Allens Figuren sind zumeist hektische Neurotiker, die auch gerne Mal durcheinander plappern, ohne Rücksicht auf den Zuschauer, der in besonders ausgeprägten Dialog-Szenen schon mal das kalte Grausen bekommt. Es braucht daher keine ausschweifende Fantasie, um sich vorzustellen, was passiert, wenn der zu Anfang noch einsame Boris es zum Ende des Films gleich mit einer ganzen Horde verrückter Typen zu tun bekommt. Wood Allen pur eben. Bis es soweit kommt, erlebt der Zuschauer allerdings einen zu Herzen gehenden Film, in dem insbesondere die kuriose Beziehung zwischen dem knorrigen Boris und der unbedarft agierenden Melody im Vordergrund steht. Dass es hierbei zwangsläufig zu urkomischen Verwicklungen kommt, ist wohl die größte Stärke von „Whatever Works“. Der Film ist nämlich berührende Romanze und aberwitzige Komödie zugleich. Und obwohl Allen es in seiner Karriere bisher schon öfter versucht hat, diese beiden Genres zusammenzuführen, hat es bis „Whatever Works“ gedauert, die Symbiose zu perfektionieren.

Obwohl es im Film für Allen-Verhältnisse allenfalls durchschnittlich hektisch zur Sache geht, dürften jene Filmfans, die bisher mit der speziellen Art von Woody Allen nicht zurechtkommen wollten, auch mit „Whatever Works“ nichts anfangen können. Denn wenn auch Allen selbst persönlich nicht als Neurotiker auftritt, so bleibt der Film im Herzen doch ein echter Woody Allen.


Daten:

USA 2009, 92 Minuten, FSK: 12
Regie: Woody Allen
Genre: Komödie | Romanze
Darsteller: Larry David, Evan Rachel Wood, Ed Begley Jr., uvm.


Für Fans von:

P.S. Ich liebe Dich, Tatsächlich … Liebe


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 7,2 von 10
moviepilot.de: 6,3 von 10
Filmstarts.de: 4 von 5
moviemaze.de: 92 von 100%


Filmzitate:

„Ich bezweifel, dass es mathematisch möglich ist in zwei Träumen gleichzeitig vorzukommen.“

„Was könnte ich dir schon bieten, außer hypochondrischen Anfällen, Übellaunigkeit, morbiden Zwangsvorstellungen und unterdrückten Wutanfällen und … Misantrophie!?“

„Die Leute machen das Leben so viel schlimmer als es sein müsste. Alles in allem sind wir eine gescheiterte Spezies.“

„Liebe sich wer kann.“



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auf DVD oder Blu-Ray


Weitere Filme von Woody Allen (Auszug):

1999: Sweet and Lowdown
2000: Schmalspurganoven
2005: Match Point
2008: Vicky Cristina Barcelona
2009: Whatever Works – Liebe sich wer kann
2010: Ich sehe den Mann deiner Träume
2011: Midnight in Paris
2012: To Rome with love


Trailer zum Film (deutsch):