Wonder Boys

schlechtärgerlichschwachnicht besondersgeht soganz gutsehenswertausgezeichnetherausragendLieblingsfilm 7,31 von 10 (134x bewertet)
Loading...

Die WonderBoysProfessor Grady Tripp (Michael Douglas) wurde einst für seinen Debüt-Roman gefeiert, steckt seit nunmehr sieben Jahren allerdings in einer Schaffenskrise. Neben den Problemen an seinem zweiten Roman muss er damit zurechtkommen, dass ihn seine Ehefrau verlassen hat. Zudem sorgt der Besuch seines flippigen Lektors Terry (Robert Downey Jr.) für einige Turbulenzen. Schließlich trifft er auf einer Party auf James Leer (Tobey Maguire), einen introvertierten, talentierten Studenten. Grady verbringt Zeit mit dem bekümmerten Individualisten, entdeckt dessen außerordentliche Begabung und begreift, dass sich etwas in seinem eigenen Leben ändern muss.

Bereits Kino-Plakate geben die Richtung vor: Komödien sind zum Lachen da, Actionstreifen zum Staunen und Horrorfilme zum Fürchten. Blöd ist nur, wenn sich Filme nicht eindeutig in eine Schublade stecken lassen und sich geschickt zwischen Kategorien, Genres und Stimmungen bewegen. Wenn niemand mehr sagt, wann gelacht oder geweint werden soll, wird es eben schwierig – oder im Falle von „Wonder Boys“ schlichtweg sehenswert. Curtis Hansons tragikomisches Drama bewegt sich zwischen den üblich-plakativen Zutaten eines Hollywoodfilms und erinnert entfernt an „American Beauty“, ohne dabei allerdings satirische Züge zu entwickeln. Denn während sich Sam Mendes’ Welthit mit spöttischen Reflexionen nicht zurückhält, entwickelt „Wonder Boys“ trotz aller Skurrilitäten und Übertreibungen eine ungewöhnliche emotionale Wärme, welche der Geschichte um den schlurfenden, latent fatalistischen Grady Tripp eine Qualität verleiht, die den Film nicht nur für Michael-Douglas-Fans in eine ganz besondere Sphäre hebt. Da passt es nicht nur irgendwie ganz gut ins Bild, dass „Wonder Boys“ nicht in eine Kategorie mit gehypten Werken wie eben „American Beauty“ fällt, sondern bis zum heutigen Tage ein Film allein für aufmerksame Cineasten geblieben ist, die sich für mehr interessieren als das größte Plakat im Kino-Foyer.

An letzter Stelle sei noch erwähnt, dass es sich bei „Wonder Boys“ um eine Verfilmung von Michael Chabons gleichnamigen Roman handelt. Alle lesefreudigen Cineasten dürfen sich demnach gleich doppelt freuen.


Daten:

USA, Deutschland, U.K., Japan 2000, 107 Minuten, FSK: 12
Regie: Curtis Hanson
Genre: Drama | Komödie
Darsteller: Michael Douglas, Tobey Maguire, Katie Holmes, uvm.


Für Fans von:

King of California, Der Eissturm


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 7,4 von 10
moviepilot.de: 7,3 von 10
Filmstarts.de: 5 von 5


Filmzitate:

„Als ob es wichtig wäre, was ich denke. Es spielt keine Rolle, was irgendein Mensch denkt. Die meisten Menschen denken gar nicht.“

„Ich bin Hochschullehrer, James, ich bin nicht das Holiday Inn!“

„Leider bin ich nicht so flauschig und unschuldig, wie Sie glauben. – Ich hoffe sehr, das sind Sie doch. Was wir an flauschiger Unschuld kriegen können, brauchen wir dringend.“



Auszeichnungen:

  • Zwei Nominierungen und eine Auszeichnung bei den Oscars 2001
  • Zwei Nominierungen bei den BAFTA Awards 2001
  • Eine Auszeichnung und zwei Nominierungen bei den Golden Globes 2001



Wonder Boys bei Amazon:

Amazon auf DVD oder Blu-Ray


Weitere Filme von Curtis Hanson (Auszug):

1997: L.A. Confidential
2002: 8 Mile
1987: Das Schlafzimmerfenster
1992: Die Hand an der Wiege
1994: Am wilden Fluß


Trailer zum Film (englisch):

Wonder Boys – Trailer – HQ

Kommentare zu Wonder Boys

Ein Kommentar bisher. Sag auch was dazu!


  1. Daniel am 29. August 2012 19:04

    Diesen Film liebe ich über alles. Hab den hier liegen und schaue ihn mehrmals im Jahr.

    Immer wenn ich mit jemanden bei mir Filme schaue und einen Film empfehlen kann ist dies der erste.

    Sieht man Wonderboys will man doch direkt wie Grady sein 😀

    Diesen Kommentar kommentieren

Wie hat dir der Film gefallen?





Kommentare abonnieren ohne selbst einen Kommentar abzugeben: